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Tesla stellt die Solarpaneele vor der Eröffnung der Gigafactory 2 vor

Foto: Pixabay, Blickpixel

Letzte Woche veröffentlichte Tesla (WKN:A1CX3T) heimlich still und leise neue Solarpaneele, wodurch das Unternehmen ein etwas differenzierteres Produkt im Bereich Solarpaneele für Privathäuser bekommt. Vielleicht hast du ja die Sache in den Medien verfolgt. Da konnte man schon mal den Eindruck bekommen, dass im Solarbereich jetzt nichts mehr ist, wie es einmal war. IBTimes proklamierte, dass dank Tesla Solar jetzt nicht mehr hässlich wäre. Quartz sagte, dass die Paneele kaum sichtbar wären.

Tesla hat aber nicht viele Informationen zu diesem Produkt gegeben, außer ein paar Bilder und ein paar technische Daten. Was wir bisher wissen, ist nicht so revolutionär, wie einem die Schlagzeilen vielleicht glauben machen wollen.

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DAS SOLARPANEEL-DESIGN VON TESLA WIRD SCHON BALD FÜR DIE KUNDEN VERFÜGBAR SEIN. BILDQUELLE: TESLA

DAS SOLARPANEEL-DESIGN VON TESLA WIRD SCHON BALD FÜR DIE KUNDEN VERFÜGBAR SEIN. BILDQUELLE: TESLA

Was wir über die Solarpaneele wissen

Tesla sagte, das Unternehmen würde Solarpaneele auf dem Markt bringen, die die Industriestandards in Bezug auf Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer übertreffen würden. Das steht zumindest auf der Unternehmenswebseite und die ersten Berichte von Electrec sagten, dass der Wirkungsgrad dieser Solarpaneele bei 21,76 % liegen werde. (Diese Artikel wurde aber schnell wieder vom Netz genommen.) Es gibt aber keinen offiziellen Industriestandard für die Widerstandsfähigkeit und die Lebensdauer, daher könnte das alles und nichts bedeuten. Im Bezug auf den Wirkungsgrad ist das unvollständig und vage ausgedrückt. Doch mehr dazu im Folgenden.

Auf der Webseite von Tesla wurde aber auch nicht gesagt, dass es sich dabei nicht um ein unternehmenseigenes Produkt handelt. Das sind nämlich Solarpaneele von Panasonic, die exklusiv über Tesla verkauft werden und die aus einem Werk von Panasonic kommen, nicht aus der Gigafactory 2, die diesen Sommer die Produktion aufnehmen soll. Das sind auch keine Paneele mit der Technologie von Silevo, die von Tesla fallen gelassen wurde, seit das Unternehmen SolarCity gekauft hatte. Tesla kauft entweder die Paneele von Panasonic und verkauft sie unter eigenem Namen oder, sollten diese Paneele aus der Gigafactory 2 kommen, dann sind es Panasonic-Paneele, die in einem Werk von Tesla hergestellt werden.

Das einzigartige an diesem Produkt ist das Design, das als schlank und unauffällig bezeichnet wird. Darüber hinaus hat man hier am Rand auch nicht diese scharfe Linie und damit ergibt das Solarpaneel im Zusammenspiel mit dem Dach einen schöneren Anblick. Das ist aber nicht komplett neu. Dieses unauffällige und leicht zu installierende Design ähnelt dem Equinox von SunPower (WKN:A1JNM7), das letztes Jahr auf dem Markt kam. Abgesehen davon steht nirgendwo geschrieben, dass das Produkt von Tesla effizienter sein soll als das von SunPower.

Das soll nicht heißen, dass eine komplette Designlösung nicht wichtig ist. Wenn die Paneele so designt sind, dass sie leicht installiert werden können, dann muss man weniger Arbeit auf dem Dach verrichten und das könnte ein Vorteil für die Kostenstruktur von Tesla sein. Die Ästhetik wird für die Kunden auch immer wichtiger. Aber Tesla macht hier nicht wirklich etwas, das es nicht schon auf dem Markt gäbe.

DIE X-SERIES-PANEELE VON SunPower MIT IHREM UNAUFFÄLLIGEM DESIGN WURDE IM JAHR 2016 AUF DEN MARKT GEBRACHT. BILDQUELLE: SunPower

Der Wirkungsgrad ist wichtig, aber Tesla/Panasonic ist hier nicht führend in der Industrie

Es ist auch nicht klar, was der Wirkungsgrad von 21,76 % bedeuten soll, sollte es wahr sein. Ist das der Wirkungsgrad der Zellen oder der Module? Ich habe Tesla eine E-Mail geschrieben, aber sie wollten entweder nicht antworten oder keine Datenblätter veröffentlichen. Sie schrieben nur zurück: “Wir veröffentlichen im Moment keine weiteren Informationen.”

Wenn die Angaben von 21,76 % aus dem ursprünglichen Bericht von Elektrec stimmen, dann wäre das einer der besten Werte in der Industrie. Tesla sagt, dass das neue Paneel ein 325-Watt-Design und vergleichbar mit der 320-Watt-Version von Panasonic wäre, die einen Wirkungsgrad von 21,6 % bei den Zellen und 19,1 % beim Paneel haben. Panasonic stellt aber auch 330-Watt-Paneele her, die bei den Modulen einen Wirkungsgrad von 19,7 % haben. Wenn der Wirkungsgrad von 21,76 % wirklich der Wirkungsgrad auf Zellebene ist, dann würde das andeuten, dass die Paneele von Tesla den anderen Modulen von Panasonic ähnlich wären und sich daher nicht von ihnen abheben. Wir sollten auch nicht vergessen, dass Panasonic weniger produziert, da das Unternehmen bei den Kosten nicht mehr mit anderen Produkten auf dem Markt mithalten konnte. Wenn es keine Verbesserung beim Wirkungsgrad oder bei den Kosten zwischen Panasonic und Tesla gibt, dann wäre das kein differenziertes Produkt. Aber Tesla gibt bisher keine Details über den Wirkungsgrad.

Wenn Tesla die Datenblätter veröffentlicht und uns damit sagt, ob es sich dabei um die den Wirkungsgrad der Zelle oder des Paneels handelt, dann wird erst klar, ob es sich dabei um ein führendes oder um ein durchschnittliches Produkt handelt. Das X22-Solarpaneel von SunPower verfügt laut Datenblatt über einen Wirkungsgrad von 22,2 %. Das Management sagte während der letzten Telefonkonferenz, dass die Zellen jetzt einen Wirkungsgrad von 25 % hätten. Damit deuten sie an, dass der Wirkungsgrad des Moduls eher bei etwa 23 % liegt. Das wäre die Marke, die Tesla übertreffen muss, um führend in der Industrie zu sein.

Tesla ist bisher kein disruptives Unternehmen im Solarbereich

Wenn Tesla die Übernahme von SolarCity und die Gigafactory 2 rechtfertigen möchte, dann wird das Unternehmen selbst ein differenziertes Solarpaneel herstellen müssen. Dieses neue Solarmodul ist ein Schritt in die richtige Richtung, es ist aber nicht klar, inwiefern sich das Produkt von Tesla vom Markt unterscheiden wird. Da Panasonic praktisch die Herstellung der Solarzellen von Tesla übernimmt, sollte man als Investor nicht auf die Idee kommen, dass dieses Produkt einen großen Unterschied ausmachen würde. Tesla könnte die Paneele mit einem ähnlichen Wirkungsgrad auch auf dem offenen Markt kaufen, ohne ein Werk zu bauen oder eine langfristige Partnerschaft mit Panasonic einzugehen.

Wenn Tesla wirklich das Unternehmen mit dem höchsten Wirkungsgrad sein will, dann hätte Tesla SunPower kaufen sollen, wie ich schon im letzten Juli geschrieben habe. Diese letzte Nachricht beweist immer noch nicht, dass das Produkt von Tesla besser ist als das von SunPower, weder ästhetischen noch technisch, egal was viele Schlagzeilen vielleicht andeuten. Bis wir mehr erfahren, wissen wir nicht einmal, ob das Paneel von Tesla besser ist als das, was Panasonic bereits auf dem offenen Markt verkauft.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und wurde am 14.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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