The Motley Fool

Die verschiedenen Stufen automatisierten Fahrens

Bildquelle: Tesla.

In Artikeln über selbstfahrende Autos oder autonome Fahrsysteme liest man oft Dinge wie „Level 4“ oder „Level 5“ etc. Aber was bedeutet das eigentlich? Gut, dass du fragst.

Die sechs Stufen automatisierten Fahrens

Diese Stufen sind eine Kurzbezeichnung für den Automatisierungsgrad eines bestimmten Systems. Die Stufenfolgen basieren auf bestimmten Definitionen, die vor ein paar Jahren von SAE International, der Vereinigung der Autoingenieure, aufgestellt wurden. Die SAE setzt viele technische Standards, denen Autobauer aus aller Welt folgen.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Bis vor Kurzem gab es nur ein paar Möglichkeiten, um den Automatisierungsgrad zu bestimmen. Jetzt folgt jeder den Definitionen der SAE – nicht nur die Autobauer, sondern auch Tech-Unternehmen und sogar die Regulierungsbehörden.

Die SAE definierte sechs Stufen der Automatisierung, von Level 0 bis Level 5:

  • Level 0 bedeutet keine Automatisierung. Der menschliche Fahrer ist für alle Vorgänge beim dynamischen Fahrens zuständig. Das bedeutet, dass er die Kontrolle über das Fahrzeug hat. Es gibt Systeme wie zum Beispiel ein automatisches Bremssystem, die dem Fahrer helfen und in einer bestimmten Situation auch intervenieren. Diese Systeme gelten aber nicht als Automatisierung, weil sie dem Fahrer das dynamische Fahren nicht abnehmen.
  • Level 1 ist ein Fahrerassistenzsystem, das in einem gewissen Rahmen entweder Lenkung oder Beschleunigung sowie das Bremsen übernimmt. Dafür müssen aber bestimmte Umstände gegeben sein. Adaptive Systeme werden als Level 1 bezeichnet. Das System kontrolliert die Beschleunigung und das Bremsen, um das Fahrzeug in einem bestimmten Abstand hinter einem anderen Auto zu halten. Der menschliche Fahrer ist dabei aber immer noch für alles andere verantwortlich.
  • Level 2 bezeichnet ein System, das unter bestimmten Bedingungen sowohl Lenkung als auch Beschleunigung und Bremsen von alleine vornimmt. Das kann ebenfalls noch nicht als selbstfahrend bezeichnet werden, da hier der menschliche Fahrer regelmäßig eingreifen muss. Der ursprüngliche Autopilot von Tesla (WKN:A1CX3T) wird als Level 2 angesehen, allerdings als ein fortgeschrittenes Level-2-System.
  • Level 3 markiert den Beginn der wirklichen Automatisierung. Diese Stufe wird ‚Automatisierung unter Bedingungen‘ genannt und bedeutet, dass das System unter bestimmten Rahmenbedingungen allein operieren kann. Ein Beispiel wäre hierfür das neue Super-Cruise-System von General Motors (WKN:A1C9CM) sowie die letzte Version des Autopiloten von Tesla. Der Unterschied im Vergleich zu Level 2 besteht darin, dass der menschliche Fahrer nicht intervenieren muss, wenn das System aktiviert ist. Der Fahrer oder die Fahrerin muss aber trotzdem stets aufmerksam sein, falls das System menschliche Hilfe benötigen sollte.
  • Level 4 stellt einen hohen Grad der Automatisierung dar. Generell nutzen wir diese Klassifizierung, um selbstfahrende Autos zu bezeichnen, die prinzipiell keiner menschlichen Intervention bedürfen – jedoch nur unter bestimmten Umständen. Als Level 4 bezeichnet man jenes autonomes Fahrsystem, das sich auf besondere Karten verlässt. Das System fährt also komplett alleine, ohne weitere menschliche Hilfe, wenn es eine detaillierte Karte zur Verfügung hat. Es kann aber dennoch nicht überall alleine fahren.
  • Level 5 steht für die volle Automatisierung. Das System kann das Fahrzeug unter allen Umständen wie ein Mensch fahren. Es kann überall dahin fahren, wo es Straßen gibt, ohne dass ein menschlicher Fahrer nötig wäre.
Das neue Super-Cruise-System von GM ist ein Beispiel für einen automatisiertes Fahrsystem, das unter bestimmten Bedingungen funktioniert. Bildquelle: General Motors.

Das neue Super-Cruise-System von GM ist ein Beispiel für einen automatisiertes Fahrsystem, das unter bestimmten Bedingungen funktioniert. Bildquelle: General Motors.

Wie die Industrie diese Stufen sieht

Level 2 und Level 3 werden von einigen Experten als riskant eingestuft. Die Herausforderung dieser Systemen werden dann sichtbar, wenn das System plötzlich menschliche Hilfe benötigt. Aber wenn dieser Mensch zuvor abgelenkt war, dann dauert es mehrere Sekunden, bis er oder sie die Situation erfasst hat und die Kontrolle übernehmen kann. Das hat dazu geführt, dass einige Autobauer, darunter Ford Motor Company (WKN:502391), Level 3 übersprungen haben und stattdessen gleich auf ein Level-4-System hinarbeiten.

Wenn wir von den autonomen Fahrsystemen sprechen, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden, dann handelt es sich größtenteils um Level-4-Systeme. Diese Systeme werden von alleine fahren können, doch sie werden durch die Karten beschränkt sein und werden auch unter extremen Wetterbedingungen wie Eis und Schnee nicht funktionieren.

Die meisten Experten glauben, dass ein komplettes Level-5-System noch viele Jahre an Entwicklungszeit benötigen wird. Doch in der Technologie findet man immer eine Möglichkeit, mit der sie schneller fortschreiten kann, als die Experten glauben.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

 The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford und Tesla.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 11.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!