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Aktien im Rückblick: Daimler verdoppelt Quartalsgewinn, Dialog Semiconductor stürzt ab, Borussia Dortmund unter Druck

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In der verkürzten Handelswoche vor Ostern gab es nur wenige Impulse durch Unternehmens- und Konjunkturnachrichten. Da bereits viele Marktteilnehmer in den Ferien waren, verlief das Handelsgeschehen eher lustlos. Die Folge: Der DAX verbuchte einen Wochenverlust von knapp 1 %.

Die größte Kursbewegung in der deutschen Börsenindizesfamilie war im TecDAX zu beobachten: Die Aktie eines Halbleiterherstellers brach nach einem negativen Analystenkommentar zeitweise um mehr als ein Drittel ein …

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Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) ging mit leichten Verlusten in die Karwoche und gab am Montag 0,2 % auf 12.201 Punkte ab. Am unteren Ende der Standardwerte-Tabelle landete die Deutsche Post (WKN:555200), deren Aktie unter einem negativen Analystenkommentar litt und sich um 0,8 % verbilligte.

Um 0,8 % aufwärts ging es bei Fresenius (WKN:578560). Die Anteilscheine des Medizinkonzerns profitierten von der Nachricht, dass eine seiner Tochtergesellschaften den US-amerikanischen Generikahersteller Akorn übernehmen wolle.

Einen Kurssprung von 10,6 % machte die im MDAX (WKN:846741) gelistete Aktie von STADA (WKN:725180). Zuvor war bekannt geworden, dass zwei Finanzinvestoren beim Bieterwettkampf um den Hersteller von Generika und rezeptfreien Medikamenten mit einem erhöhten Angebot zum Zuge gekommen waren.

Am Dienstag verlief der Handel ähnlich lustlos wie am Vortag. Diesmal übte allerdings eine schwächelnde Wall Street zusätzlichen Druck auf die Frankfurter Kurse aus. Der deutsche Leitindex ging beim Stand von 12.139 Zählern mit einem Minus von 0,5 % in den Feierabend.

Den größten Kursgewinn im DAX verbuchte die Lufthansa (WKN:823212), deren Dividendenpapiere 3,7 % fester notierten. Die Kranich-Airline hatte am Morgen gute Verkehrszahlen vorgelegt. Für weiteren Auftrieb sorgte eine Analystenempfehlung durch ein französisches Bankhaus. Im MDAX zog der Aktienkurs des Flughafenbetreibers Fraport (WKN:577330) nach den positiven Nachrichten über seinen größten Kunden um 4,7 % an.

Ein negativer Analystenkommentar versetzte die Aktionäre der im TecDAX (WKN:720327) notierten Dialog Semiconductor (WKN:927200) in miese Stimmung. Ein Augur eines deutschen Bankhauses hatte geunkt, dass der Halbleiterhersteller einen Großkunden verlieren könne: Der Hipster-Ausrüster Apple werde möglicherweise bisher von Dialog bezogene Schaltkreise durch eine Eigenentwicklung ersetzen, hieß es. Der Kurs der Dialog-Aktie brach zeitweise bis zu 36% ein. Bei Handelsschluss betrug der Abschlag noch 14,4 %.

Am Mittwoch startete der DAX einen Erholungsversuch, musste am Nachmittag aber einen großen Teil seines Gewinns wieder abgeben. Beim XETRA-Schluss verblieb beim Stand von 12.155 Punkten noch ein kleiner Aufschlag von 0,1 %. An die Spitze der Blue-Chip-Liste setzte sich Henkel (WKN:604840) mit einem Aufschlag von 1,3 %. Im Börsenkeller landete thyssenkrupp (WKN:750000) mit einem Verlust von 1,9 %.

Für den zeitweisen DAX-Aufschwung war vor allem das Index-Schwergewicht Daimler (WKN:710000) verantwortlich. Der Automobilkonzern hatte am frühen Morgen Zahlen vorgelegt und einen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten Quartalsgewinn ausgewiesen. Der Kurs der Daimler-Papiere zog um bis zu 3 % an, aber das Plus schmolz bis zur Schlussglocke auf 0,3 % ab. Eine bessere Performance zeigten die Anteilscheine des Konkurrenten BMW (WKN:519000), die sich nach Berichten über ein anziehendes Absatzwachstum um 0,9 % verbesserten.

Am letzten Handelstag der Karwoche ging es weiter abwärts: Der DAX verlor am Donnerstag 0,4 % auf 12.109 Punkte. Besonders hart traf es die Lufthansa, deren Börsenwert um 3,1 % sank. Mit diesem Abschlag quittierten die Markteilnehmer die Nachricht, dass sich ein Finanzinvestor von seiner Beteiligung an der Airline getrennt hatte.

Donald Trump sorgte in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ mit Bemerkungen zum Dollar-Kurs für Unsicherheit: Der US-Präsident warnte vor einer zu starken US-Währung. Dies wiederum rief die Befürchtung hervor, dass die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten nicht im bisher erwarteten Tempo steigen würden. Darunter litten vor allem Banktitel: Trotz guter Quartalszahlen von US-Konkurrenten gaben die Anteilscheine der Commerzbank (WKN:CBK100) und der Deutschen Bank (WKN: 514000) jeweils 1,1 % ab.

Schlusslicht im SDAX (WKN:965338) war die Aktie von Borussia Dortmund (WKN:549309), deren Kurs um 3,8 % fiel. Trotz guter Leistung hatte der BVB, auf dessen Mannschaft am Dienstag ein Terroranschlag verübt worden war, am Vorabend mit 2:3 gegen den AS Monaco verloren und steht damit kurz vor dem Champions-League-Aus.

Wie geht es weiter?

Am Karfreitag (14.04.) bleiben in Europa und den USA die Börsen geschlossen. In den Vereinigten Staaten äußern sich die Statistiker zur Entwicklung der Verbraucherpreise, der Realeinkommen und der Einzelhandelsumsätze im März sowie zu den Lagerbeständen im Februar.

Auch am Ostermontag (17.04.) wird an den großen europäischen Börsen nicht gehandelt. An der New Yorker Wall Street sind die Marktteilnehmer wieder aktiv. Die Federal Reserve Bank of New York gibt den April-Wert des Empire State Index bekannt. Dieser Index gilt wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der US-Konjunktur. Der Streaming-Anbieter Netflix legt sein Quartalsergebnis vor.

Am Dienstag (18.04.) berichten zahlreiche US-Unternehmen über ihre Geschäftsentwicklung. Quartalszahlen kommen u.a. von Johnson & Johnson, IBM, Harley Davidson, Goldman Sachs und Bank of America. Die US-Statistiker berichten über die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung im März.

Am Mittwoch geht in den Vereinigten Staaten die Quartalszahlensaison weiter. Es berichten u.a. Morgan Stanley, American Express, Blackrock und Abbott Laboratories. In Europa legen die Schluckspecht-Ausrüster Heineken und Remy Cointrau Zahlen vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Osterfest.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt American Express, Fresenius, Daimler und BMW. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Johnson & Johnson und Netflix.

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