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Schock! Verliert Dialog Semiconductor wirklich den Hauptkunden Apple?

Foto: Pixabay

Nachdem der Aurelius-Schock gerade so halbwegs verdaut ist, erschüttert bereits ein neues Beben die Börsenwelt. Diesmal im Visier: Das britische Technologieunternehmen Dialog Semiconductor (WKN: 927200).

Im Vergleich zum Vortagsschlusskurs bei 47,81 Euro rutschte die Aktie in der Spitze um satte 30 % ab, erholte sich aber im weiteren gestrigen Handelsverlauf wieder etwas. Auslöser dieses schweren Sturzflugs war die Einschätzung eines Bankhauses, die gar Furchtbares prophezeite.

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Schauen wir also im Folgenden, was der Auslöser war, wie dieser zu sehen ist und welche Fragestellungen sich im Weiteren aufdrängen.

Die Schreckensmeldung

Hauptthema der Meldung war, dass Dialog Semiconductor Apple (WKN: 865985) als Kunden verlieren könnte. Auf den ersten Blick gar nicht so schlimm, oder? Aber weit gefehlt. Apple macht nämlich mehr als 70 % der Umsätze von Dialog Semiconductor aus. Ich denke, angesichts dieser Bedeutungsdimension ist das Ausmaß des Einbruchs nachvollziehbar, sofern die Bedrohung denn wirklich auf einem wahren Kern fußt.

Es ergibt sich also für uns die überaus relevante Frage, woran das besagte Bankhaus diese Bedrohung des Verlusts von Apple als Kunden schlussendlich festgemacht hat. Gesehen wurde hier als Indikator für diese hypothetisch wegweisende Entwicklung eine Maßnahme im Personalmanagement von Apple, konkret in der Einstellung von Entwicklern für Power-Management-Chips, die möglicherweise Produkte von Dialog Semiconductor in der Produktionskette von Apple überflüssig machen. Ferner wird gemunkelt, dass gegebenenfalls sogar bereits 80 Apple-Mitarbeiter unter anderem an eigenen Lösungen für die Produkte von Dialog Semiconductor arbeiten könnten.

Soweit, so gut, so nachvollziehbar.

Ein paar weiterführende Denkanstöße

Auch wenn der Wirbel überaus groß war und diese Hypothese ihre schlüssigen Ansätze hat, sollten Investoren einen kühlen Kopf bewahren und die ganze Sache zumindest etwas differenzierter betrachten. Eine Personalentscheidung von Apple, auch wenn sie tendenziell eine große Tragweite für Dialog Semiconductor haben könnte, darf letztlich nur als Indiz in diesem Kontext gesehen werden. Wofür diese Entwickler im Endeffekt eingestellt werden – und ob sie Dialog Semiconductor, beziehungsweise Teile von dessen Produkten, überflüssig machen, muss sich nicht zwingend daraus ableiten lassen.

Ebenfalls könnte der Preis als entkräftender Anknüpfungspunkt gesehen werden. So beziffern andere analytische Stellen beispielsweise den Kostenfaktor der Chips für Apple bei lediglich 3,50 US-Dollar. Vielleicht nicht gerade die erste Baustelle, bei der Apple in puncto Effizienz ansetzen dürfte, was wiederum dafür spräche, dass Apple nicht zwingend an der Partnerschaft rütteln wird.

Aber auch das sind natürlich nur Spekulationen. Wirklich entkräften können wir das ganze also selbst unter einem weiteren Bezugsrahmen nicht.

Bleibt die Frage: Was lernen wir denn nun daraus? Gegebenenfalls, dass das ganze Dilemma und die bisherige Betrachtungsweise unter der falschen Fragestellung gesehen wird. Vielleicht sollte diese eher lauten:

Willst du wirklich in so ein abhängiges Unternehmen investiert sein?

Für mich zeigt sich anhand dieses Kurzsturzes nämlich, dass bei Dialog Semiconductor nun nicht mehr die Hauptfrage ist, ob es noch Investmentqualität besitzt (durch den Kunden Apple) oder sie verliert (durch den Verlust von Apple), sondern, ob ich bei eben jener großen Abhängigkeit mein Geld riskieren will.

Egal, wie sehr sich Dialog Semiconductor auch anstrengt, dieser Kurssturz zeigt, dass eine wesentliche Erfolgsgröße immer durch das Vorhandensein des Hauptkunden Apple definiert sein wird – worauf Dialog Semiconductor letztlich keinen Einfluss hat.

Mir persönlich ist es das Risiko nicht wert. Denn ganz im Ernst: Was wird mit der Aktie des Unternehmens passieren, wenn sich die Indizien verhärten, beziehungsweise Apple wirklich irgendwann einmal wegbrechen sollte? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, der gestrige Kurssturz dürfte dann nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen sein.

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Vincent besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

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