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Sony und Paramount bekommen neue CEOs – hier ist alles, was man als Investor darüber wissen muss

Zwei Hollywood Studios Sony (WKN:853687) und Paramount, das zu Viacom (WKN:A0HM1Q) gehört, sind seit ein paar Monaten ohne CEO. Diese Woche konnte Paramount aber einen CEO finden und Sony konnte die Auswahl etwas weiter einengen. Beide Studios hatten in den letzten Jahren mit Problemen zu kämpfen und zu wenig in große Filme investiert im Vergleich zu Disney und Universal Studios, das zu Comcast gehört. Daher hoffen die Investoren jetzt, dass die neuen Chefs die Studios wieder auf Trapp bringen können.

Paramount befindet sich gerade mitten in einer Trendwende unter dem neuen Viacom-CEO  Bob Bakish. Nachdem der ehemalige CEO Philippe Dauman im August 2016 vor die Tür gesetzt wurde, bekam Bakish den Job im Herbst. Das Unternehmen trennte sich auch mit dem ehemaligen Präsidenten und CEO Brad Grey und hofft jetzt auf einen neuen Start. Das Studio hatte Probleme und belegte an der Kinokasse unter den großen Studios den letzten Platz seit 2012. Allein im letzten Jahr hat Paramount 445 Millionen US-Dollar verloren.

Bildquelle: Getty Images

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In der Zwischenzeit ist der CEO von Sony Entertainment, Michael Lynton zurückgetreten, um sich auf seine Rolle als Vorsitzender von Snap zu konzentrieren. Zuvor war er zwölf Jahre lang CEO von Sony gewesen. Sony hatte auch in letzter Zeit einige Probleme. Im Jahr 2014 wurde das Unternehmen von einer nordkoreanischen Hackergruppe angegriffen, während das Unternehmen den Film The Interview veröffentlichte. Dabei kamen Tausende von Unternehmens-E-Mails ans Licht, wovon viele nicht schön waren. Die Chefin der Filmabteilung, Amy Pascal, trat zurück und wurde durch Tom Rothman ersetzt. Das Studio hatte auch einige Probleme mit Filmen, die sich an der Kinokasse nicht gut entwickelt haben. Dazu gehörten zum Beispiel das Remake von Ghostbusters, Passengers und Inferno. Das Studio verlor in den sechs Monaten bis September 2016 65 Millionen US-Dollar.

Neue Gesichter, neue Hoffnung?

Am 27. März verkündete Viacom, man habe Jim Gianopulos als neuen CEO von Paramount berufen. 16 Jahre lang war Gianopulos einer der Vorsitzenden und CEO von Twenty-First Century Fox gewesen. Unter seiner Regentschaft produzierte das Studio Hits wie Avatar und die X-Men-Filme.

Diese Position wird allerdings von Bakish etwas eingeengt werden, der bessere Synergien zwischen Paramount und den Fernsehkanälen von Viacom wie Nickelodeon und Comedy Central erzeugen möchte. Das Wall Street Journal meldete, dass es Streit um die Frage gab, wie unabhängig Gianopulos bei der Entscheidungsfindung vorgehe. Am Ende wird Gianopulos Autorität über alles außer die teuersten Filme haben, über die er mit Bakish und Shari Redstone, dem Mehrheitsaktionär, entscheiden muss.

Die Situation bei Sony befindet sich aber noch in Bewegung. Die Namen, die bisher erwähnt wurden, beinhalten den ehemaligen Chef von Hulu, Jason Kilar, den ehemaligen COO von Disney, Tom Staggs, und den Chef von Sony Interactive Entertainment, Andrew House.

Vor Kurzem wurde gemeldet, dass das Unternehmen sich auch mit dem CEO von Warner Brothers Kevin Tsujihara unterhalte, aber diese Gerüchte wurde von Joe Flint vom Wall Street Journal wieder zerstreut.

Hause könnte interessant sein, da er bei den Film-Franchises sich vielleicht von Videospielen inspirieren lässt. Tom Staggs scheint auch eine interessante Wahl zu sein, da er ja schon fast der Erbe von Bob Iger bei Disney geworden wäre, bevor das Unternehmen ihm die Unterstützung versagt hatte. Vielleicht lag das daran, dass der Vorstand es Staggs nicht zugetraut habe oder vielleicht wollte Bob Iger einfach länger bleiben. Wenn er aber für Bob Iger ein guter Nachfolger gewesen wäre, dann könnte Staggs eine interessante Wahl sein.

Wir werden aber noch warten müssen, bis wir mehr davon erfahren werden. Normalerweise dauert es ein bis zwei Jahre von der Entscheidung bis zum fertigen Film. Jeder der Bosse wird aber von einem größeren Mutterkonzern kontrolliert, daher werden die Ressourcen wahrscheinlich der Unternehmensstrategie folgen müssen.

Es bleibt spannend, was die neuen CEOS betrifft, da die aktuellen Ergebnisse dieser Studios nicht viel schlimmer werden können. Wenn sie zum Erfolg zurückfinden, dann könnten diese Studios wieder zu Geldmaschinen anstatt zu Verlustmaschinen werden. Das könnte die Gewinne für Viacom und Sony in Zukunft deutlich erhöhen. Falls jemand auf die Trendwende bei einer Aktie spekulieren möchte, dann sollte er sich die Filme dieser Studios in den nächsten Jahren genauer ansehen. Aktuell ist es aber noch viel zu früh, um irgendetwas zu sagen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Walt Disney.

Dieser Artikel wurde von Bill Duberstein auf Englisch verfasst und wurde am 05.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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