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6 Wege, an der Börse alles zu verlieren

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Niemand investiert an der Börse, um Geld zu verlieren. Jedoch scheint es häufig, als gäbe es mehr Anleger, die ihr letztes Hemd verlieren als Anleger, die wirklich reich werden. Auch wenn es keinen sicheren Weg gibt, wie man es vermeidet, an den Aktienmärkten Geld zu verlieren, kannst du dir viel Schmerz ersparen, wenn du diese sechs geläufigen Fehler vermeidest.

1. Du weißt nicht, was du kaufst

Der legendäre Investor Peter Lynch machte die Idee bekannt, nur das zu kaufen, „was du kennst“. Allerdings bedeutet dies nicht, dass du Apple (WKN:865985) Aktien kaufen solltest, weil dir das iPhone so gefällt. Es gehört mehr dazu.

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Leider kaufen viele Investoren Aktien von Unternehmen in Branchen, von denen sie gar keine Ahnung haben – sie kaufen sie nur deswegen, weil Finanzexperten ihnen dazu raten. Dies ist eine leichtsinnige Strategie, die zu Impulskäufen und –verkäufen führt, da Investoren oft langfristige Schwierigkeiten oder Chancen nicht erfassen können.

2. Du liest keine Quartalsberichte

Warren Buffett wurde einst danach gefragt, wie Investoren klügere Entscheidungen treffen können. Angeblich soll er dann einen Stapel von Akten hochgehalten und gesagt haben: „Lies jeden Tag 500 Seiten wie diese.“

Bildquelle: GETTY IMAGES.

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Leider befassen sich Investoren manchmal nicht mit den neusten Quartalsberichten und Pressekonferenzen von Unternehmen. Infolgedessen verstehen sie nicht, warum ein Unternehmen während eines Quartals Erwartungen übertrifft oder verfehlt und erkennen künftige Katalysatoren oder Gegenwinde nicht. Darum glaube ich, dass ein ideales Portfolio weniger als 20 Aktien enthält. Wenn es mehr sind, finde ich es sehr schwer, meinen Recherche-Sorgfaltspflichten für jedes Unternehmen nachzukommen.

3. Du ignorierst Prognosen und Bewertungen

Viele kurzfristig agierende Trader vertrauen auf das Prinzip „Der Trend ist dein Freund“. Dies bedeutet im Wesentlichen, dass man sich auf Kennzahlen wie Handelsvolumen und Kursschwankungen konzentriert, während fundamentale Wachstums- und Bewertungskennzahlen ignoriert werden. Wenn du so vorgehst, verletzt du die zentralen Grundsätze des Langzeitinvestierens – nämlich zu verstehen, wie schnell ein Unternehmen wächst und auf Grundlage dieses Wachstums zu bestimmen, ob die Aktie günstig bewertet ist.

Wenn wir auf Apple blicken, sehen wir, dass Analysten für dieses Jahr mit einem Anstieg des Umsatzes und Gewinns von 6 % bzw. 8 % rechnen. Für ein ausgereiftes Tech-Unternehmen ist dies nicht schlecht, aber sein derzeitiges Trailling-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 entspricht dem Branchendurchschnitt – und dies sagt uns, dass die Aktie beim derzeitigen Kurs nicht wirklich „günstig“ ist. Kurzsichtige Trader würden die Aktie vielleicht dennoch kaufen, da sie glauben, dass historische Höchststände auf eine mögliche Rally hindeuten.

4. Du benutzt Trading-Strategien beim Langzeitinvestieren

Investoren verwechseln oft kurzsichtige Trading-Strategien mit Langzeitstrategien. Ein klassisches Beispiel ist ein Trailing Stop, der eine Aktie automatisch verkauft, wenn sie um einen vorher festgelegten (Prozent-)Betrag fällt. Es klingt nach einer guten Idee – der Trailing Stop begleitet die Aktie nach oben und „fängt sie auf“, wenn sie abstürzt. Er nimmt dem Trade jegliche Emotionen.

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Aber in Wirklichkeit können Trailing Stops bei Langzeitinvestitionen zu voreiligen Verkäufen führen. Wenn wir noch einmal das Beispiel Apple betrachten, sehen wir, dass die Aktie während der Finanzkrise 2008-2009 von Mitte 20 auf unter 12 US-Dollar gefallen ist. Ein Trailing Stop hätte diesen Absturz verhindert, aber dann hättest du auch den darauffolgenden Aufstieg auf über 140 US-Dollar verpasst. Als echter Langzeitinvestor hättest du während der Krise weitere Aktien gekauft, anstatt zu verkaufen.

5. Du verkaufst Gewinner und behältst Verlierer

Investoren neigen naturgemäß dazu, ihre Gewinner zu verkaufen und an ihren Verlieren festzuhalten. Das liegt daran, dass sie permanent mit der Angst Leben, dass ihre Gewinne wieder ausradiert werden könnten und immer weiter hoffen, dass ihre Verlierer sich wieder aufrappeln.

Die Geschichte zeigt uns, wie verheerend der Verkauf von Gewinnern sein kann. Hättest du im Jahr 1997 bei Amazons (WKN:906866) Börsengang 10.000 US-Dollar in die Aktie investiert, hättest du dir damit 555 Aktien leisten können. Nach drei Aktiensplits in den Jahren 1998 und 1999 wäre die Anzahl deiner Aktien auf 6.660 angestiegen. Diese Beteiligung wäre heute 5,8 Mio. US-Dollar wert. Stell dir vor, wie du dich fühlen würdest, wenn du die Aktie verkauft hättest, nachdem sie ihren Wert verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervierfacht hat.

Bezüglich der Verlierer lohnt sich ein Blick auf BlackBerry (WKN:A1W2YK), das im vergangenen Jahrzehnt 95 % seines Markwerts verloren hat. Investoren, die glaubten, dass dem ehemaligen Smartphone-Marktführer ein Comeback gelingen würde (mit Handys, Tablets oder Software), wurden immer wieder von leeren Versprechungen enttäuscht.

6. Du diversifizierst nicht

Zu guter Letzt ist einer der einfachsten Wege, an der Börse alles zu verlieren, nicht zu diversifizieren. Eine einzelne Aktie in deinem Portfolio zu halten, mag eine gute Idee sein, wenn es mit der Aktie aufwärts geht. Fällt sie aber, kriegst du große Probleme.

Genauso wenig gelten mehrere Aktien aus einer Branche als gute Diversifikation, da schlechte Nachrichten für ein Unternehmen oftmals auch seine Branchenmitstreiter herunterziehen. Deshalb verteile ich meine Aktien in der Regel auf mehrere Branchen und lasse nicht zu, dass eine Aktie mehr als 10 % meines Portfolios ausmacht.

Fazit

Unvorbereitete Investoren können am Aktienmarkt gewaltig auf die Schnauze fallen. Aber wenn du diese sechs gängigen Gefahren meidest, glaube ich, dass deine Chancen gut stehen, dein hartverdientes Geld zu vermehren.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Amazon und Apple. The Motley Fool hält folgende Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 7.4.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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