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Autoverkäufe im März: Ford und Fiat Chrysler gehen ihren Weg, General Motors geht einen anderen

Bildquelle: Ford.

Nach vielen Jahren des starken Wachstums, die nach der Finanzkrise folgten, begann sich der US-Automobilmarkt im vergangenen Jahr gut zu entwickeln. Dies hatte mehr Volatilität in den Ergebnissen der Autohersteller zur Folge, anstelle von stetigem Wachstum, das vor einigen Jahren noch typisch war.

Diese Volatilität zeigte sich besonders im März. General Motors (WKN:A1C9CM) gewann weiterhin Marktanteile, während sowohl Ford (WKN:502391) als auch Fiat Chrysler (WKN:A12CBU) Umsatzrückgänge verzeichneten. Doch haben Ford und Fiat Chrysler im lukrativen Full-Size-Pickup-Segment eine gute Performance hingelegt – genau in jenem Segment, in dem GM am schwächsten war.

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Die Umsätze bei GM steigen – mit einer bemerkenswerten Ausnahme

General Motors lieferte im letzten Monat in den USA 256.224 Fahrzeuge aus, also um 2 % mehr als im Vorjahr. Der Einzelhandelsumsatz stieg mit 5 % etwas schneller, was durch einen weiteren Rückgang bei weniger rentablen Verkäufen an Mietwagenfirmen ausgeglichen wurde. Der Marktanteil von GM erhöhte sich im März, basierend auf den internen Schätzungen des Unternehmens, um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 %.

Während GM insgesamt solide Umsatzzahlen verzeichnete, war es im Pickup-Markt überraschend schwach. Die Auslieferungen des Chevy Silverado sanken um 11,6 % auf 42.410 Einheiten. Sein “Schwestermodell”, der GMC Sierra, erfuhr mit 18.460 Auslieferungen einen noch größeren Rückgang um 14,3 %.

Die Verkäufe gingen beim Chevy Silverado im März weiter zurück. Bildquelle: General Motors.

Die Verkäufe gingen beim Chevy Silverado im März weiter zurück. Bildquelle: General Motors.

Diese Schwachstelle erstreckte sich auf den Markt für mittelgroße Trucks. Sowohl der Chevy Colorado als auch der GMC Canyon verzeichneten im vergangenen Monat Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich, nachdem sie in den letzten Jahren große Gewinne erzielt hatten. Insgesamt gingen die Pickup-Lieferungen von GM um mehr als 10.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

Ford und Fiat Chrysler sind unterdurchschnittlich – aber nicht im Lieferwagen-Markt

Ford und Fiat Chrysler haben im Bezug auf die Verkaufsleistung im März beide gegen GM verloren. Die Gesamtlieferungen lagen bei Ford 7 % unter dem Vorjahresniveau und bei Fiat Chrysler 5 % darunter. Auch sie reduzieren bewusst die Lieferungen an Mietwagenfirmen, die sich auf ihre Verkaufszahlen auswirken. Das heißt, Ford und Fiat Chrysler verzeichneten Rückgänge sogar auf Einzelhandelsbasis, wobei die Lieferungen für beide Unternehmen um 1 % bis 2 % im Vergleich zum Vorjahr sanken.

Die schwächeren Verkaufszahlen erstreckten sich jedoch nicht auf den Pickup-Markt. Fords Lieferungen der F-Serie-Lieferwagen stieg im vergangenen Monat um 10 % auf 81.330 Einheiten – und übertrifft damit die Umsätze aller Pickup-Modelle von General Motors zusammen.

Fiat Chrysler gewann im letzten Monat ebenfalls Boden, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß wie Ford. Die Auslieferungen der Ram-Pickups stiegen im März um 6 % auf 46.384 Einheiten. Das reichte für Ram, um den Chevy Silverado als die Nr. 2 der Pickups zu überholen. (Das heißt, einschließlich des GMC Sierra behält GM eine bequeme Führung über Fiat Chrysler im Pickup-Markt.)

Im LKW-Markt bildet sich ein Trend

Die schwache Leistung von GM im Pickup-Markt ist ein Thema, das seit dem vergangenen Jahr besteht. Im Großen und Ganzen hat GM in den USA dank einer Reihe von relativ neuen Modellen einen Marktanteil gewinnen können, aber das Unternehmen verliert langsam Anteile im Truck-Segment.

Offensichtlich ist es aus der Perspektive der Investoren nicht ideal, dass der Schwachpunkt von GM ausgerechnet eines der profitabelsten Segmente des Automobilmarktes ist. Doch das ist nur eine natürliche Konsequenz des älteren Lieferwagen-Angebots im Vergleich zur Top-Konkurrenz. Die aktuelle Generation des Chevy Silverado und GMC Sierra begannen in der ersten Hälfte des Jahres 2013 mit den Auslieferungen, während der Ford F-150 für das Modelljahr 2015 neu gestaltet wurde.

Der Ford F-150 aus dem Jahr 2015 war ein ganz neues Design. Bildquelle: Ford Motor Company.

Doch Hilfe ist in Sicht. GM bringt komplett neue Versionen der Modelle Chevy Silverado und GMC Sierra im Jahr 2018 heraus. Die neuen Lieferwägen werden mehr Aluminium verbaut haben. Damit kopiert man die Trendwende in Richtung der Verwendung von mehr leichtem Metall, mit der Ford im Jahr 2015 mit seinem F-150 begann.

Darüber hinaus hat General Motors in letzter Zeit starke Verkäufe in anderen lukrativen Segmenten des Automobilmarktes erzielt. Vor allem generierte das Unternehmen im vierten Quartal ein zweistelliges prozentuales Wachstum bei Full-Size-SUV-Lieferungen. Die Verkäufe bei den Lieferwägen sind ebenfalls um mehr als 25 % gestiegen.

Ford und Fiat Chrysler machen Gewinne im Lieferwagen-Markt, aber sie kämpfen damit, anderweitig zu wachsen. Mittlerweile profitiert GM in den meisten Marktsegmenten von seinem frischen Produktportfolio. Das Truck-Segment ist momentan eine große Ausnahme – aber mit brandneuen Pickups, die Ende 2018 kommen werden, wird das nicht mehr länger ein Problem sein.

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 The Motley Fool besitzt und empfiehlt Ford.

Dieser Artikel wurde von Adam Levine-Weinberg auf Englisch verfasst und am 04.04.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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