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3 Dividendenaktien aus dem MDAX, die Warren Buffett gefallen würden: Pfandbriefbank, RTL und TAG

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Der legendäre Investor Warren Buffett ist dafür bekannt, an die Aktionäre seiner Investmentholding Berkshire Hathaway keine Dividenden zu zahlen. Auf der anderen Seite kassiert er selbst aber gerne Ausschüttungen von seinen Aktienanlagen – Geld, das er neu investieren kann. Wäre Berkshire nicht so groß, könnten für Buffett vielleicht die drei MDAX-Unternehmen Deutsche Pfandbriefbank AG (WKN: 801900), RTL Group S.A. (WKN: 861149) und TAG Immobilien AG (WKN: 830350) interessant sein: wegen des Geschäftsmodells und wegen der Dividende.

Deutsche Pfandbriefbank AG

Sortiert man die Liste der MDAX-Aktien nach der Dividendenrendite, steht die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb) mit Abstand ganz oben. Die geplante Ausschüttung von 1,05 Euro bedeutet bei einem Aktienkurs von 11,675 Euro (5. April) eine Rendite von 9 %.

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Die pbb entstand 2009 durch die Verschmelzung der Skandalbank Hypo Real Estate und der DEPFA Deutsche Pfandbriefbank AG. Seit Juli 2015 notiert sie an der Börse. Ihr Geschäftsschwerpunkt liegt in der Finanzierung gewerblicher Immobilien und öffentlicher Investitionen. Darüber hinaus ist sie der größte Pfandbriefemittent Europas.

Das Jahr 2016 war das bislang erfolgreichste in der Geschichte der pbb. Grund dafür waren neben einem guten Neugeschäft eine geringe Risikovorsorge sowie gesunkene Verwaltungskosten. Und noch etwas half dem Ergebnis auf die Sprünge: Die Abwicklung der österreichischen Pleitebank Heta Asset Resolution AG brachte einen Sonderertrag von 132 Millonen Euro.

Dieser außerordentliche Erlös wird komplett an die Aktionäre ausgeschüttet. Von daher ist die Dividendenhöhe als Ausnahme anzusehen. Im nächsten Jahr dürfte es wieder eine „normale“ Zahlung von etwa 45 bis 50 Cent pro Aktie geben.

Der Buchwert der pbb-Aktie betrug zum 31.12.2016 20,82 Euro. Zum aktuellen Kurs ergibt sich ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 0,56, was für ein Finanzinstitut nicht teuer ist und Banken-Fan Buffett gefallen könnte.

RTL Group S.A.

Wer den Werdegang von Warren Buffett verfolgt hat, der weiß: Das Orakel von Omaha liebt Medienaktien. Er betrachtet sie als Mautbrücken – Firmen, die Käufer für ihre Produkte suchen, müssen für die Werbung „Maut“ an die Medien zahlen. In Zeiten des Internets läuft das Geschäft zwar nicht mehr so gut wie früher, aber quotenträchtige Programme sind für die Werbeindustrie immer interessant.

Die in Luxemburg beheimatete RTL Group ist Europas größte Senderkette und mit Sendungen wie dem Dschungelcamp, Deutschland sucht den Superstar oder den Pflichtspielen der Fußball-Nationalmannschaft so erfolgreich, dass 2016 ein Rekordjahr für RTL wurde.

Der Umsatz stieg um 3,4 % auf 6,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis EBIT legte um 1,9 % auf 1,2 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben mit 816 Millionen Euro 5,4 % weniger übrig, was auf höhere Steueraufwendungen zurückzuführen ist.

Pro Aktie betrug der Gewinn 2016 4,69 Euro, von denen 4 Euro als Dividende gezahlt werden. Bei einem Aktienkurs von 75,61 Euro ergibt sich somit eine Rendite von 5,3 %.

Zu beachten ist, dass RTL einen hohen Anteil des Gewinns auszahlt. Sollte es zu Rückgängen beim Ergebnis kommen, könnte das eine niedrigere Ausschüttung zur Folge haben. Danach sieht es aber in diesem Jahr nicht aus. 2017 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 2,5 bis 5 %, das operative Ergebnis soll in etwa gleich bleiben. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 16 sieht die Aktie nicht sehr teuer aus.

TAG Immobilien AG

Der Immobilienkonzern hat vieles, was Buffett sich von einem Investment wünscht. Die Hamburger konzentrieren sich auf Wohnimmobilien in Nord- und Ostdeutschland und sind mit fast 80.000 Einheiten in ihren Gebieten Marktführer. Diese Wohnungen sind als langfristiger Besitz gedacht. Zwar kann mal zur Optimierung das eine oder andere Objekt verkauft werden, aber wildes Hin- und Hergezocke ist nicht das Ding der TAG.

Bei Neuanlagen achtet die TAG zudem auf die Rendite und hält sich in Phasen hoher Preise mit Käufen zurück. Hinzu kommt etwas, was wir schon von Berkshire kennen: Die Konzernzentrale ist sehr schlank aufgestellt, die Verantwortung für die Immobilien liegt jeweils dezentral vor Ort. Somit ist die Gesellschaft auch nahe an ihren Kunden.

2016 nahm TAG 275 Millionen Euro an Mieten ein, der Wert FFO („Funds From Operations“, eine spezielle Erfolgskennzahl bei Immobilienunternehmen) konnte um ein Viertel auf 97 Millionen Euro gesteigert werden. Der Leerstand im Wohnungsbestand wurde von 7,5 auf 6,1 % verringert.

Die Aktionäre profitieren durch eine Dividende von 0,57 Euro, woraus sich eine Dividendenrendite von 4,5 % errechnet.

Der Net Asset Value (NAV), also der Innere Wert der Aktie, lag zum 31.12.2016 bei 11,53 Euro. Der aktuelle Kurs von 12,765 Euro liegt um rund 11 % darüber. Sollte der Kurs etwas zurückgehen und unter den NAV fallen, gäbe es die Aktie für weniger als sie eigentlich wert ist.

Das könnte die TAG für Buffett interessant machen. Der hat sogar mittlerweile seine langjährige Scheue gegenüber Immobilienaktien abgelegt und 2015 ein seltenes privates Investment in ein amerikanisches Immobilienunternehmen getätigt. Das Geschäftsmodell scheint dem legendären Investor also zu gefallen.

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Peter Roegner besitzt B-Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt B-Aktien von Berkshire Hathaway.

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