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Fords neueste Rückrufe machen eine Delle von 295 Millionen USD in die Gewinne

Foto: Pixabay, Mahal

Die Ford Motor Company (WKN:502391) gab am Mittwoch zwei neue Rückrufe bekannt, von denen über 440.000 Fahrzeuge in Nordamerika betroffen sind.

Rückrufe von Autoherstellern sind oft keine große Sache für Investoren. Aber dieser wird weh tun: Ford sagte, dass die neuesten Rückrufe die Ergebnisse des ersten Quartals um 295 Millionen US-Dollar nach unten ziehen werden.

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Ford meldete Probleme mit der Türverriegelung und Motorkühlung

In den Nachrichten erschienen zwei separate Rückrufe:

  • Zuerst werden 211.000 Fahrzeuge wegen potenzieller Türverriegelungsfehler zurückgerufen. Betroffen sind der Ford Fiesta Baujahr 2014 sowie der Ford Fusion und der Lincoln MKZ der Baujahre 2013 und 2014. Ford hat fast 11.000 Gewährleistungsansprüche im Zusammenhang mit Türverriegelungsausfällen auf diese Modelle erhalten, aber das Unternehmen sagte, dass keine Unfälle oder Verletzungen in Verbindung mit dem Defekt bekannt wären.
  • Zum anderen werden 230.000 Fahrzeuge wegen eines Defekts im Motorkühlmittelsystem zurückgerufen, der möglicherweise zu einem Feuer im Motorraum führen könnte. Die betroffenen Fahrzeuge sind folgende Modelle der Baujahre 2013 bis 2015: Ford Escape, Ford Fiesta ST, Ford Fusion und Ford Transit Connect Modelle mit 1.6 Liter „GTDi“ Motor. Ford sagte, dass es Berichte von 29 Bränden erhalten habe, die möglicherweise mit dem Problem zusammenhängen, doch gab es keine Berichte über Verletzungen.

Die Rückrufaktion ist bereits die siebte, die Ford seit 2014 wegen Türverriegelungsdefekte durchgeführt hat. Bisher wurden deswegen etwa 4 Millionen Fahrzeuge in Nordamerika zurückgerufen.

Der Ford Fusion Baujahr 2014 gehört zu der neuesten Charge von Ford-Produkten, die wegen Problemen bei der Türverriegelung zurückgerufen werden. Bildquelle: Ford Motor Company.

Der Ford Fusion Baujahr 2014 gehört zu der neuesten Charge von Ford-Produkten, die wegen Problemen bei der Türverriegelung zurückgerufen werden. Bildquelle: Ford Motor Company.

Was das für die Investoren bedeutet

In erster Linie sind Rückrufe ein normaler Teil des Geschäfts der Autohersteller. Jeder Autobauer führt von Zeit zu Zeit Rückrufe durch. Alle Autohersteller, die in den USA tätig sind, arbeiten mit der National Highway Traffic Safety Administration, um festzustellen, wann die Sicherheitsbedenken einen Rückruf notwendig machen. Die meisten Autohersteller, darunter Ford, legen jedoch Reserven in ihren Bilanzen beiseite, um die Kosten der Gewährleistungsansprüche und Rückrufe zu decken.

In diesem Fall ist der aktuelle Türverriegelungsrückruf die Fortsetzung einer Reihe von Rückrufen, die Ford bereits eine beträchtliche Menge an Geld gekostet hat: 591 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2016. Die Details der Rückrufe, die am Donnerstag angekündigt wurden, sind neu, aber die Kosten sind nicht gerade eine Überraschung: Ford hat es schon offenbart, wenn auch indirekt.

In einer Präsentation für Analysten letzte Woche gab Ford CFO Bob Shanks einen Ausblick mit einem deutlich niedrigeren Gewinn im ersten Quartal. Ford erwartet, dass das erste Quartal einen Gewinn zwischen 0,30 und 0,35 US-Dollar Cents pro Aktie bringen wird. Im ersten Quartal 2016 waren es noch 0,68 US-Dollar.

Shanks sagte letzte Woche, dass der Gewinnrückgang im Jahresvergleich auf vier Faktoren zurückzuführen wäre:

  • Höhere Produktkosten, vor allem im Zusammenhang mit der letztjährigen Einführung von Fords brandneuem Super Duty Pickup.
  • Höhere Kosten, vor allem im Zusammenhang mit „neuen Chancen“ wie Elektroautos und selbst fahrenden Autos.
  • Höhere Kosten für bestimmte Rohstoffe im Jahresvergleich.
  • Höhere „Garantiekosten“.

Der CFO sagte, dass man weitere Details über die „Gewährleistungskosten“ im ersten Quartalsbericht von Ford zur Verfügung stellen würde. Doch er hat wahrscheinlich die 295 Millionen US-Dollar der Rückrufe, die am Mittwoch angekündigt wurden, gemeint.

Was können die Investoren als nächstes erwarten?

Ford wird seine U.S.-Verkaufsergebnisse für März am kommenden Montag, den 3. April, und seine Ergebnisse des ersten Quartals am 27. April melden.

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Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 29.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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