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Das Solardach von Tesla: was wir über die Bestellungen im April wissen und was wir nicht wissen

TESLA CEO ELON MUSK ZEIGT EINEN TEIL DES SOLARDACHES. BILDQUELLE: TESLA MOTORS

Als das Solardach von Tesla (WKN:A1CX3T) im November angekündigt wurde, überraschte Elon Musk damit die ganze Industrie. Das Dach ist elegant und fast versteckt oben auf einem Haus. An das Design der Schindeln hat sich bisher mindestens ein halbes Dutzend Unternehmen gewagt – und alle sind daran gescheitert. Zusätzlich meinte Musk, er könnte es für den selben Preis eines normalen Daches herstellen.

Nach einer kurzen Produkt-Präsentation ging Musk von der Bühne – seither haben wir kaum etwas über dieses Dach gehört. Jetzt sagt Musk, dass man bereits ab April Aufträge annehmen würde. Im Folgenden erfährst du, was wir wissen, was wir nicht wissen, und worauf die Investoren achten sollten, wenn die Details verkündet werden.

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Bildquelle: Tesla.

Bildquelle: Tesla.

Was wir wissen

Wir wissen, dass das Solardach aus Glasschindeln mit einer integrierten Solarzelle besteht. Die paar Bilder, die wir gesehen haben, lassen vermuten, dass das Dach wunderbar aussieht. Wir wissen auch, dass Musk gemeint hat, man würde im April anfangen, Bestellungen anzunehmen.

Und das wäre schon alles, was wir über das Produkt wissen. Im Ernst – das ist alles.

Was wir nicht wissen

Was wir nicht wissen, ist deutlich wichtiger.

  • Musk sagt, das Solardach wird in einer ähnlichen Preiskategorie wie ein normales Dach liegen, aber was meint er mit einem „normalen Dach“? Es könnte sein, dass er von die teuren Optionen auf dem Markt spricht wie Keramik- oder Betonschindeln. Daher ist schwer nachzuvollziehen, was er mit diesem Preis eigentlich meint. Vor ein paar Monaten habe ich selbst ein paar Berechnungen angestellt, und schon die Zellen allein sind deutlich teurer als die Asphaltschindeln. Daher ist es schwer zu sehen, wie so ein Dach kosteneffektiv sein könnte. Die Kosten sind also die große Unbekannte.
  • Wir wissen absolut nichts darüber, wie das Solardach installiert und mit dem Wechselrichter verbunden werden soll. Wenn wir bedenken, was wir bisher gesehen haben, dann muss jede einzelne Zelle mit der Zelle daneben verbunden werden und das alles muss dann am Ende an den Wechselrichter angeschlossen werden. Aber wie genau soll das funktionieren?
  • Wir wissen auch nicht, wer das Solardach installieren soll. Am Anfang wird es wahrscheinlich ein relativ geringes Auftragsvolumen geben, daher könnte man die Infrastruktur von SolarCity dafür benutzen. Das Produkt könnte aber auch über andere Anbieter verkauft werden. In diesem Fall könnte das Solardach als Ersatz für ein konventionelles Dach sinnvoll sein. Musk muss uns noch mehr darüber verraten, wie er das Ding vertreiben möchte.
  • Als das Solardach vorgestellt wurde, war es offensichtlich, dass die Dächer, auf denen das Produkt ausgestellt wurde, dafür komplett neu konstruiert worden waren. Wir wissen nicht, welche Beschränkungen es beim Platz und beim Winkel gibt. Daher wissen wir auch nicht, wie viele Dächer potentiell für so ein Solardach geeignet wären.
  • Es besteht immer noch Unsicherheit darüber, wann das Solardach verfügbar sein wird. Das Werk von SolarCity in Buffalo, New York, soll die Zellen und Schindeln herstellen. Bisher konnte diese Anlage aber noch keine normale verlässliche Solarzelle herstellen, ganz zu schweigen von einem revolutionären Solarprodukt.

Es gibt einen Grund, warum SunPower-CEO Tom Werner sagte, er wäre „skeptisch“ gegenüber dem Solardach. Musk und Tesla versuchen, ein Solarprodukt zu schaffen, an dem viele mit mehr Fertigungserfahrung gescheitert sind. Und es gibt noch viele Punkte, die erfüllt werden müssen, bevor die Kunden das Tesla-Solardach auf ihre Dächer montieren können.

Was die Investoren beachten und erwarten sollten

Jeder, der erwartet, dass sich das Solardach in einer ähnlichen Preiskategorie wie ein normales Dach befinden wird, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Im besten Fall sollte man erwarten, dass dieses Solardach über 15.000 US-Dollar kosten wird. Ein Komplettpreis von über 30.000 US-Dollar würde mich auch nicht überraschen. Wenn man sich das Design einmal genauer ansieht, könnte es auch sein, dass das Dach weniger Energie als traditionelle Solarpaneele erzeugen könnte.

Einige Herausforderungen bei der Installation könnten dazu führen, dass das Produkt zuerst nur einem begrenzten Kundenkreis zur Verfügung gestellt wird. Anbieten würden sich dafür Gegenden in Kalifornien. Tesla wird das Produkt wahrscheinlich auf eine Art und Weise designen, damit es auf vielen verschiedenen Arten von Dächern installiert werden kann.

Die höchsten Erwartungen der Investoren sollten darin bestehen, dass Tesla damit ein hochprofitables Nischenprodukt für den Premiumbereich im Solarmarkt und im Markt für Dächer schaffen wird. Dieses Produkt für den Massenmarkt zuzuschneiden könnte in einer Katastrophe enden, es sei denn, es ist extrem günstig. Doch das ist höchst unwahrscheinlich. Das Solardach könnte ein gutes Produkt für Tesla sein, aber das Unternehmen sollte nicht auf ein Produkt wetten, das sich noch nicht bewährt hat, wie auch dessen Herstellung. Bis wir nicht mehr wissen, sehe ich die Sache etwas skeptisch.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 27.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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