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Das erste autonome Rennauto ist mehr als nur Spaß

Foto: Roborace

Das in Großbritannien ansässige Start-up Roborace stellte auf dem Mobile World Congress 2017 das erste vollständig autonome Rennauto vor. Obwohl das Unternehmen hofft, seine neue Technologie eines Tages auf der Rennstrecke unter Beweis zu stellen, sind seine Bestrebungen mehr als nur die Entwicklung von Motorsportausrüstung. Das neue Auto könnte helfen, die nächste Innovationsrunde in der Automobilbranche einzuläuten.

Innovationen auf der Rennstrecke werden zu Alltagsinnovationen

Fotoquelle: Roborace.

Fotoquelle: Roborace.

Die Idee, die Forschungsergebnisse für die Rennstrecke auch in Alltagsfahrzeugen einzusetzen, ist nicht neu. Viele Features in neuen Autos, die wir jeden Tag fahren, hatten ihren Ursprung in der Welt des Motorsports.

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Spektakuläre Unfälle werden von den Fans häufig als besonders sehenswert beschrieben. Ein Fahrzeugwrack am Streckenrand aber nicht so sehr. Sicherheitsinnovationen wie Überrollkäfige schützen die Fahrer, sodass sie unversehrt aus den Rennautowracks klettern können. Und diese Sicherheitstechnologie wurde Teil der Alltagsfahrzeuge.

Reifen sind ein weiteres Sicherheitsmerkmal. Sie sind der „Leim“, der das Auto auf der Straße hält. Deine Reifen sehen höchstwahrscheinlich kaum wie die typischen Rennreifen aus. Allerdings haben die Rillen ihren Ursprung irgendwo auf einer Rennstrecke. Rennteams haben verschiedene Stollenmuster entwickelt, um unterschiedlichen Bedingungen wie Regen, Schnee und Gelände gerecht zu werden. Unterschiedliche Gummimischungen sollen das Leben des Reifens verlängern und sind auch in die Entwicklung normaler Reifen eingeflossen.

Es gibt noch zahllose weitere Dinge, die ihren Weg von der Rennstrecke in normale Autos gefunden haben. Darunter sind so alltägliche Dinge wie Scheibenbremsen oder die Zündung per Knopfdruck oder Automatikgetriebe mit manuellem Schaltmodus. Aber eine neue Rennart hilft, die Branche grundlegender zu verändern.

Das Rennen um das 21. Jahrhundert

2014 startete die FIA (Federation Internationale de l’Automobile) die Formel E. Dies ist eine neue Rennserie, die neue Renntechnologie und vollständig elektrische Fahrzeuge zulässt. Während der ersten Saison nutzten alle Teams das gleiche Fahrzeug und Aggregat. Aber danach wurden die Regeln für Verbesserungen und Tests geöffnet.

Viele bekannte Hersteller haben damit begonnen, Elektromotoren zu produzieren und zu testen. Unter den Teams sind Audi, Jaguar und Renault. Und auch hier hat Roborace seine Wurzeln, indem es seine Entwicklungsfahrzeuge, genannt DevBots, vorstellte. Die Fahrzeuge fahren autonom, haben aber noch ein Cockpit, sodass ein Ingenieur das Steuer übernehmen und während der Fahrt Diagnosen durchführen kann.

In den letzten Jahren hat Roborace seine DevBots auf den Formel-E-Rennstrecken vorgestellt. Dabei lieferten sich auch zwei fahrerlose DevBots ein Rennen. Das Rennen endete damit, dass ein Auto an die Wand fuhr. Trotzdem wurde das Rennen als Erfolg angesehen. Warum? Einer der DevBots schaffte es, einen Hund auf der Strecke zu erkennen und um ihn herumzufahren. Außerdem reagierten die Fahrzeuge auf die Bewegungen des jeweils anderen Fahrzeugs, anstatt so zu fahren, als ob sie allein wären.

Das ist ein Gewinn für die Welt der autonomen Autos, da die Technologie der künstlichen Intelligenz in den DevBots die Grenzen weiter verschiebt. Diese Technologie wurde in das neuste und fortschrittlichste Projekt von Roborace, dem Robocar übernommen.

Der DevBot von Roborace. Bildquelle: Roborace

Was ist das Robocar?

Das Robocar ist ein vollständig autonom fahrendes Rennauto. Es gibt weder ein Cockpit noch irgendwelche anderen Steuerelemente für Menschen. Stattdessen übernehmen zahlreiche Radaranlagen und Kameras die Kontrolle. Das Aggregat ist vollkommen elektrisch und kann auf Geschwindigkeiten von mehr als 320 km/h beschleunigen. Das Robocar wird von verschiedenen Unternehmen gesponsort. Darunter ist der Reifenhersteller Michelin, das Technologieunternehmen Charge und der Chiphersteller Nvidia (WKN:918422).

Der wahre Held in der Maschine ist jedoch der Drive PX2-Chip. Die Fähigkeit des Autos, die Daten der Sensoren zu verarbeiten, und die künstliche Intelligenz an Bord machen einen Fahrer überflüssig. Stattdessen soll das Monteursteam aus Technikern bestehen, die die Diagnose und Auswertung über die von Nvidia bereitgestellte Software des Robocars laufen lassen.

Das neue Robocar. Fotoquelle: Nvidia

Langfristig ist das Ziel, dass fahrerlose Rennen in die Formel E aufgenommen werden. Dies wird noch ein paar Jahre dauern, aber Roborace wird seine DevBots auf drei oder vier Autos erweitern. So wird es den Weg für ein komplettes Event ebnen. Die Stars in dieser zukünftigen Rennserie wären dann der Chip von Nvidia und die Programmierer.

Eine Zukunft, in der vollkommen autonome Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sind, könnte näher sein, als du denkst. Die Technologie verschiebt die Grenzen immer weiter und die Entwickler lernen mit jeder neuen Runde mehr dazu. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis diese Erkenntnisse in Alltagsfahrzeugen zu finden sind. Das sind aufregende Neuigkeiten für Fans des autonomen Fahrens und Investoren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia.

Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 26.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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