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SpaceX schießt eine seiner letzten nicht wiederverwendbaren Raketen ab

Markiert euch dieses Datum in eurem Kalender. Am 16. März 2017 endete eine Ära der Raumfahrt, und eine neue begann.

An diesem Tag, um 2 Uhr morgens, beförderte der Pionier im Bereich wiederverwendbare Raketen SpaceX den Kommunikationssatelliten EchoStar XXIII der EchoStar Corporation (WKN:A0NDYQ) in die geostationäre Transferlaufbahn (geostationary transfer orbit = GTO). Dies geschah in Vorbereitung ihres endgültigen Übergangs in eine geostationäre Umlaufbahn (geosynchronous orbit = GEO). Vor 16 Monaten wäre es noch keine Schlagzeile gewesen, dass SpaceX seine Rakete nicht auf einem Drohnenschiff landen ließ.

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Eine Ära endet

Dies geschah, weil die Falcon-9-Rakete, die EchoStar XXIII in den GTO befördert hat, nicht dafür geplant und ausgerüstet war, wieder zu landen. Es war auch die letzte Rakete von SpaceX, die nicht dafür designt war, noch einmal zu landen. Zwar ist es theoretisch möglich, dass die Firma noch mehr solcher „entbehrlicher“ Raketen in Zukunft baut, geplant ist es aber nicht. Stattdessen ist das der Plan …

Werft noch einen letzten Blick auf die Falcon-Rakete EchoStar XXIII, denn ihr werdet sie nie wieder sehen. Bildquelle: SpaceX.

Werft noch einen letzten Blick auf die Falcon-Rakete EchoStar XXIII, denn ihr werdet sie nie wieder sehen. Bildquelle: SpaceX.

Eine weitere Ära beginnt

Seit SpaceX seine erste wiederverwendbare Rakete Falcon 9R im Dezember 2015 auf einem Landeplatz auf der Erde landete, hat das Unternehmen auf das Ziel hingearbeitet, alle seine Raketen wiederverwendbar zu machen. Die Ziele sind: damit aufzuhören, teure Raketen wegzuwerfen, die Kosten für den Weltraumstart auf ein paar Prozentpunkte über die Kosten des Treibstoffs zu treiben und dadurch die Kosten für die Raumfahrt um 75 % oder mehr zu senken.

Dabei könnte das Unternehmen all seine Konkurrenten, einschließlich Airbus (WKN:938914), Boeing (WKN:850471) und Lockheed Martin (WKN:894648), komplett aus dem Raumfahrtgeschäft drängen … aber das wäre nur ein positiver Nebeneffekt. Das eigentliche Ziel ist es, die Sache billig genug für eine ganze Reihe anderer Firmen zu machen, die nicht 1 Milliarde Dollar an staatlichen Subventionen erhalten, um an der Weltraumwirtschaft teilnehmen zu können.

Warum der EchoStar XXIII Falcon die letzte Einweg-Rakete von SpaceX sein könnte

Wenn es also darum geht, alle Raketen wieder auf die Erde zu bringen, warum hat dann SpaceX nicht versucht, dies mit der oben erwähnten Falcon zu tun? Die Antwort lautet folgendermaßen:
Sogar für SpaceX hängt die Fähigkeit, eine Rakete zu landen, von drei Dingen ab: die Größe der Nutzlast, die Distanz, die sie zurücklegen muss und die Fähigkeit der Rakete, genügend Treibstoff zu tragen, um die Nutzlast in die gewünschte Umlaufbahn zu befördern und dann sicher zur Erde zurückzukehren. Diese drei Faktoren machten die Rakete von Echostar XXIII unlandbar. Einfach gesagt, (a) der Satellit war zu groß, (b) die GTO-Umlaufbahn war zu hoch, und (c) die Treibstofftanks der Falcon-9-Rakete waren zu klein, um genügend Treibstoff zu tragen, um den Satelliten in die Umlaufbahn zu befördern und um dann noch die Rakete auf ihrem Abstieg zurück zur Erde zu versorgen.

Aber das ist kein Problem, das SpaceX in der Zukunft erwartet. Der Grund dafür ist, dass SpaceX entweder eine verbesserte Falcon 9 mit mehr Treibstoffkapazität (für kleinere Nutzlasten) verwenden oder die neue Falcon Heavy des Unternehmens einsetzen wird. Das erklärte der CEO von SpaceX, Elon Musk, im Januar auf Twitter. Die Falcon Heavy wurde von Grund auf entworfen, um sehr schwere Nutzlasten in den Weltraum zu befördern und noch genug Treibstoff zu haben, um die drei Erststufen-Booster des Falcon Heavy auf die Erde zu bringen.

Es wird nicht länger nötig sein, Einweg-Raketen zu bauen.

„Sie waren entbehrlich“

Es ist schwer es zu sehr zu betonen, wie wichtig diese Entwicklung sein wird – auch in dem Ausmaß wie sich die Sprache, die wir verwenden, um Raumfahrt zu beschreiben, verändern wird. Historisch gesehen waren alle Raketen, die in den Weltraum gingen, im Grunde Eintagsfliegen. Man baut eine Rakete, man startet sie, man baut eine weitere Rakete. In der Zukunft, müssen Weltraum-Schriftsteller und Raum-Investoren zwischen Raketen unterscheiden, der mit der Absicht gestartet wurden, wieder zu landen (SpaceX wiederverwendbare Raketen), und allen anderen – weil niemand sonst in der Raumfahrt eine funktionierende Rakete hat, die in der Lage ist, Nutzlasten in die Umlaufbahn zu liefern und dann wieder auf der Erde zu landen (obwohl Blue Origin daran arbeitet).

Wenn du in der Zukunft über wiederverwendbare Raketen sprechen wirst, wirst du – notwendigerweise – über SpaceX sprechen. Alle anderen Raketen, die wir früher einfach nur „Raketen“ nannten, werden zu der Klasse gehören, die entbehrlich, wegwerfbar und irgendwie „weniger“ als die Falcons von SpaceX sind.

Was das für die Investoren bedeutet

Aber diese anderen Raketen werden auch „mehr“ sein, denn sie werden mehr kosten als die Raketen von SpaceX. Schon jetzt sind die Raketen von SpaceX günstiger als alles andere auf dem Markt – mit der möglichen Ausnahme von Indiens PSLV. Und mit SpaceX’ vielversprechenden Preissenkungen von bis zu 30 % für Kunden, die wiederverwendete Raketen fliegen, wird die Spanne zwischen den Startkosten von SpaceX und allen anderen nur noch größer werden.

Zugegeben, es wird sich noch zeigen, ob SpaceX in der Lage sein wird, einen Gewinn generieren zu können, da das Unternehmen aktuell sehr niedrige Preise verlangt und dazu beabsichtigt, die Preise noch mehr zu senken. Sicher ist allerdings, dass durch das Unterbieten der Konkurrenz und des Preiskriegs es SpaceX für Unternehmen wie Boeing, Lockheed und Airbus schwieriger als jemals zuvor macht, eigene Gewinne aus dem Weltraumbetrieb zu verdienen.

Investoren dieser Aktien sollten das bedenken. Sollten Boeing, Lockheed und Airbus nicht bald einen Weg finden, um mit SpaceX beim Preis zu konkurrieren, könnten sie schon bald aus dem Rennen sein.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 25.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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