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Boeing und Lockheed könnten in diesem Jahr Milliarden von Dollar verlieren

Foto: Pixabay, NASA-Imagery

Letzte Woche hat SpaceX die United Launch Alliance (ULA) im Rennen um einen 96,5 Millionen US-Dollar schweren Satelliten-Start-Vertrag geschlagen.

DieserVertrag war der dritten in einer Reihe von zehn geplanten Missionen, die ab 2018 globale Positionierungssatelliten GPSIII für die US-Luftwaffe in die Umlaufbahn setzen sollen. Davor hatte die Air Force einen solchen GPSIII-Vertrag an die ULA vergeben, SpaceX fehlte es nämlich an einer „Zertifizierung“ und es war ihnen somit nicht erlaubt, mit zu bieten. Einen zweiten Vertrag vergab die Air Force dann allerdings doch an SpaceX, da die ULA wegen eines Motoren-Engpasses nicht in der Lage war, zu bieten.

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Aber das war der erste Vertrag, in dem SpaceX in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen das Joint Venture von Boeing (WKN:850471) und Lockheed Martin (WKN:894648) antrat – und gewann. Es wird nicht das letzte sein.

Voller Zeitplan

Unsere Freunde bei SpaceFlightNow.com legten die Fakten, die uns zu dieser Schlussfolgerung geführt haben, nur ein paar Tage zuvor in einem Artikel offen. Wie SFN erklärt, plant die Air Force, „15 Aufträge auszuschreiben … im nächsten Jahr [abzüglich der beiden, die bereits stattgefunden haben] um Satelliten für das Militär und die Spionage die Umlaufbahn zu befördern.“ Dazu gehören:

  • Mindestens vier weitere GPS-III-Starts
  • Ein SBIRS GEO 5 Raketenwarnsatellit
  • Eine „AFSPC 9 Mission“
  • Ein Multi-Payload-Start namens STP-3
  • Sechs „klassifizierte Missionen für das nationale Aufklärungsbüro“
Die derzeit stärkste Raumrakete Amerikas, die Delta IV der ULA, ist auch die teuerste. Bildquelle: United Launch Alliance.

Die derzeit stärkste Raumrakete Amerikas, die Delta IV der ULA, ist auch die teuerste. Bildquelle: United Launch Alliance.

Die zuständige Ressortchefin bei der Air Force Claire Leon erklärte SFN, dass die „technische“ Fähigkeit, Satelliten „planmäßig“ und mit akzeptablen „Risikokriterien“ zu starten, eine Rolle bei der Vergabe dieser Verträge spielen würden. Zudem sind Boeing und Lockheed immer noch unter Vertrag, um drei Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – die Chancen stehen also gut, dass die ULA mindestens drei der 13 Missionen starten kann.

Und für den Rest? Nun, genau wie in der jüngsten Auftragsvergabe könnte der Preis „der entscheidende Faktor“ bei der Entscheidung sein, wer die meisten dieser Verträge gewinnt oder verliert, sagt SFN.

Wenn es auf den Preis ankommt

Die ULA gewann ihren ersten Vertrag im Zuge des oben genannten 11 Milliarden US-Dollar Vertrags. Diese decken 36 Starts ab, bei durchschnittlichen Kosten pro Start von 305,6 Millionen US-Dollar für die ULA. Das war fast das Vierfache der 82,7 Millionen US-Dollar, die SpaceX für seinen ersten GPS-III-Vertrag verlangte. Auch wenn man davon ausgeht, dass SpaceX das Gebot unterboten hat, um seinen Fuß in die Tür des Air-Force-Geschäftes zu bekommen, waren 305,6 Millionen US-Dollar immer noch mehr als dreimal so viel wie SpaceXs jüngstes Gebot in Höhe von 96,5 Millionen US-Dollar.

Um die Preise von SpaceX bei den zehn Missionen der oben genannten 13 zu schlagen, bei denen wir annehmen, dass SpaceX und ULA Kopf-an-Kopf liegen werden, wird die ULA möglicherweise ihre Preise um mehr als 200 Millionen US-Dollar pro Start verringern müssen – das sind mögliche Einbußen von 2 Milliarden US-Dollar.

Oder mehr.

SFN schätzt, dass die Air Force SpaceX noch nicht zertifiziert hat, um ihre militärischen Satelliten an Bord des wiederverwendbaren Falcon 9s oder an Bord des neuen Falcon Heavy zu tragen, der seinen Jungfernflug noch vor sich hat. Aber wenn diese Optionen umsetzbar werden, könnten SpaceXs eigene Kosten für das Starten von Satelliten sinken. Dies würde es ermöglichen, dass SpaceX der Air Force noch günstigere Preise anbietet und die Kluft zwischen ihren Preisen und den Angeboten von Boeing und Lockheed erweitert.

Wenn die Dinge wirklich schlecht stehen

SpaceX plant, seine erste „gebrauchte“ Rakete zu starten und auch seine erste Falcon-Heavy-Mission in diesem Jahr durchzuführen. Wenn diese gut gehen, meint Leon, dass dann die Luftwaffe „[diese Raketen] in der Zukunft nutzen könnte.“ Zugegeben, USAF wird wahrscheinlich für eine Weile abwarten, ob die neuen Raketen von SpaceX explodieren. Aber wenn es ihnen nicht gelingt, tja, die Air Force erkennt eindeutig ein gutes Geschäft, wenn sie eins sieht – deshalb kaufte sie bereits zweimal die GPS-Missionen von SpaceX.

Wenn SpaceX seine Leistungsfähigkeit weiter ausbaut, seine Preise senken wird, und die ULA nicht zum Wettkampf antreten kann, dann könnten sich Boeing und Lockheed für immer aus dem Weltraummarkt ausgesperrt wiederfinden.

Unterm Strich

Gibt es also noch Hoffnung für Boeing und Lockheed? Vielleicht nicht bei Satelliten-Starts, nicht in der Art und Weise, wie die Dinge gerade stehen. Zu den Preisen, die SpaceX anführt, sehe ich für Lockheed Martin und Boeing einfach keinen Weg, um mithalten zu können.

Aber auch wenn sie keine Satelliten mehr starten können, können Lockheed und Boeing sie dennoch bauen. Schon jetzt steht Lockheed bei der Air Force unter Vertrag, die ersten zehn GPS-III-Satelliten zu bauen. Die Vergabe der Satellitenbauverträge wird bald in die zweite Runde gehen, und Lockheed, Boeing und Northrop Grumman werden um sie kämpfen.

Lockheed und Boeing sollten alles dafür tun, um zu gewinnen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 26.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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