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Warum die Zahlungsanbieter Partnerschaften brauchen

BILDQUELLE: MASTERCARD.

Es war ein ereignisreiches Jahr für die Zahlungsanbieter. Im letzten Mai forderte der ehemalige CEO von Visa (WKN:A0NC7B) Charlie Scharf PayPal Holdings (WKN:A14R7U) heraus. Er meinte, Visa würde Volldampf geben und mit ihnen in einer Art und Weise in Wettbewerb treten, wie man es noch nie zuvor gesehen habe, da es zuvor auch noch keinen Versuch gegeben habe, PayPal seinen Platz im Markt streitig zu machen. Diese Aussage führte natürlich zu großem Interesse und großer Spekulation.

Nur ein paar Monate später riefen die beiden Unternehmen aber einen Waffenstillstand aus und gründeten sogar eine Partnerschaft. Seither wurden immer mehr solche Vereinbarungen in diesem Bereich geschlossen. PayPal allein verfügt schon über zahllose solche Verträge. Abgesehen von Visa hat das Unternehmen auch Partnerschaften mit Alibaba Group Holding Ltd, Citigroup Inc, Discover Financial Services (WKN:A0MUES) und Mastercard Inc (WKN:A0F602) und der Vodafone Group – – und das alles seit der Ausgliederung von Ebay im Sommer 2015.

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Bildquelle: Pixabay

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Aber PayPal ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das mit anderen zusammenarbeitet. Zum Beispiel eröffnete Visa Checkout im letzten Oktober seine Plattform für die Integration mit anderen digitalen Zahlungsmitteln. Android Pay von Alphabet nahm das Unternehmen gleich beim Wort und begann Visa Checkout seinen Kunden anzubieten.

Das Ziel

Der Grund für all diese Verträge ist sehr einfach. Man möchte den Kunden die Wahl lassen und es ihnen so leicht wie möglich machen. Damit digitale Zahlungsplattformen sich durchsetzen, müssen sie es ihren Kunden erleichtern, ihre bevorzugte Zahlungsmethode bei jedem Kauf zu nutzen. Die Kunden möchten sich nicht bei einem Dutzend Apps eintragen müssen und diesen Vorgang bei jeder Transaktion wiederholen. Die meisten Kunden benutzen nämlich verschiedene Zahlungsmethoden für verschiedene Transaktionen.

Zum Beispiel wird ein Kunde vielleicht mit der REDcard von Target dort einkaufen wollen, aber eine American Express-Karte bei allen Käufen an der Tankstelle nutzen wollen. Vielleicht benutzt er Mastercard für alles andere. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dieser Kunde sich drei verschiedene Apps auf das Smartphone laden möchte, um diese Käufe zu tätigen. Daher ist es im besten Interesse jeder Plattform, all diese Zahlungsmethoden zuzulassen.

Die Kunden haben daher jetzt mehr Zahlungsoptionen als jemals zuvor. Zwei vor kurzem geschlossene Partnerschaften zeigen besonders, wie man durch kreative Möglichkeiten die Erfahrung für die Kunden und die Händler verbessern kann.

Eine neue Zahlungserfahrung im Bereich Hospitality

Letzten Monat gingen Mastercard und Oracle Corporation (WKN:871460) eine Partnerschaft ein. Sinn des Ganzen ist es, es den beiden Unternehmen zu erlauben, eine nahtlose digitale Kauferfahrung für Einzelhändler, Restaurants und andere Freizeitangebote zu schaffen. Das soll durch die mobile App von Mastercard Qkr! mit Masterpass ermöglicht werden. Die mobile Erfahrung ist dazu gedacht, die Kunden vorher bestellen zu lassen, damit sie nicht Schlange stehen müssen, damit die Rechnung am Tisch dann nicht aufgeteilt werden muss und umso leichter zusätzliche Positionen während des Essens bestellen zu können.

Die Partnerschaft von Mastercard und Oracle wird es leichter für Freunde und Kollegen machen, Rechnungen in der Bar oder im Restaurant aufzuteilen. Bildquelle: Pixabay

Diese App ist interessant für Händler, weil es Restaurants und anderen Unternehmen ermöglicht, den Kunden bestimmte Positionen auf dem Menü und ihre aktuellen Angebote zu zeigen. Die App wird bei den Einzelhändlern integriert werden, die das MICROS-System von Oracle benutzen. Dabei handelt es sich um ein Hardware- und Softwaremanagementsystem für den Bereich Hospitality. MICROS wurde von Oracle im Jahr 2014 für 5,3 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Diese Partnerschaft kommt zum richtigen Zeitpunkt für Mastercard, da das Unternehmen plant, seine Qkr!-Plattform in 6 neuen Märkten im laufenden Jahr zu etablieren. Dazu gehören Brasilien, Kanada, Irland, Singapur, Südafrika und die Vereinigten Staaten.

Neue Möglichkeiten, um den Kunden Belohnungen zu geben

Ende Januar verkündeten PayPal und Discover ihre Zusammenarbeit. Auf den ersten Blick schien das genauso wie bei der Zusammenarbeit mit Mastercard und Visa abzulaufen. Dabei bekam PayPal Zugang zu den Bonuspunkten von Discover und gab damit den Nutzern die Möglichkeit, mit ihrem Discover-Account bei PayPal zu bezahlen, wenn die kontaktlosen Zahlungen von Discover dort akzeptiert werden. PayPal stimmte auch zu, die Discover-Karten in der eigenen digitalen Geldbörse prominent zu zeigen. Damit können die Kartenbesitzer leichter ihren Discover-Account als Zahlungsmittel innerhalb der App von PayPal wählen.

Besitzer von einer Kreditkarte von Discover können jetzt ihre Bonuspunkte auch auf der Plattform von PayPal nutzen. Bildquelle: PayPal Holdings

Wenn man sich diese Partnerschaft aber genauer ansieht, dann merkt man, dass die Discover-Kunden jetzt auch ihre Bonuspunkte über PayPal nutzen können. Diese Funktion wird hoffentlich in zukünftigen Partnerschaften mit anderen Kartenunternehmen wiederholt. Discover verdient hier eine besondere Erwähnung, da sie diesen Service als Erster anbieten.

Diese Partnerschaften sind gut für das Geschäft, bringen mehr Kunden dazu, diese Möglichkeiten zu wählen und gleichzeitig auch mehr Kunden auf diese Zahlungslattformen. Dabei sind die teilnehmenden Unternehmen alle die Gewinner. Aber auch die Kunden profitieren davon, da sie mehr Zahlungsoptionen bekommen, ihre Bonuspunkte einlösen können und den zusätzlichen Vorteil haben, wenn sie in ihrem Lieblingsgeschäft einkaufen, online etwas bestellen oder auswärts essen…

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands bei Motley Fools.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet, eBay, Mastercard, PayPal Holdings und Visa. The Motley Fool besitzt Oracle. The Motley Fool empfiehlt American Express. 

Dieser Artikel wurde von Matthew Cochrane auf Englisch verfasst und wurde am 24.03.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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