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SpaceX im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Boeing und Lockheed – und SpaceX lässt die Konkurrenz weit hinter sich

Foto: Pixabay

Vor sechs Monaten kam es zu einem Treffen von David und Goliath. Sechs Monate später wird Goliath auf seinem Schild weggetragen.

Dieser Wettbewerb begann im letzten August, als sich das winzige SpaceX mit der United Launch Alliance (ULA), einem Joint Venture von Boeing (WKN:850471) und Lockheed Martin (WKN:894648), angelegt hat. Das war ein kritischer Wettbewerb, an dem am Ende derjenige als Sieger hervorgehen würde, der den neuen GPS-III-Satelliten in den Orbit schießen würde.

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Ein bisschen Geschichte

Historisch gesehen hat die ULA ein Monopol auf die Satelliten-Dienstleistungen für die US Air Force gehabt. Doch die Air Force hat vor Kurzem auch SpaceX die nötige Zertifizierung erteilt, um sich um die entsprechenden Verträge zu bewerben. Damit kann SpaceX mit ULA in Konkurrenz treten. Im Mai 2016 gewann SpaceX den GPS-III-Vertrag, als ein legislatives Problem im Kongress die ULA vorübergehend daran hinderte, Zugang zu den Motoren zu bekommen, die notwendig waren, um die Raketen zu starten. Damit ging der Vertrag automatisch an SpaceX. Mit neuen Motoren aus Russland wird es die ULA SpaceX nicht noch einmal erlauben, ihr bei einem zweiten GPS-III-Vertrag zuvorzukommen.

Beide Unternehmen gaben ihre besten Angebote an die Air Force weiter und erfuhren diese Woche, dass SpaceX gewonnen hätte.

Am Dienstag sprach noch niemand von der Neuigkeit, da sie noch in den Akten des Pentagons vergraben war. Dann wurde ein Statement veröffentlicht, laut dem SpaceX den zweiten Air Force Vertrag bekommen habe, um den GPS-III-Satelliten in den Orbit zu bringen. Die Air Force sprach davon, dass Boeing und Lockheed lediglich „zwei Angebote waren, die eingegangen wären“.

Wie SpaceX den Vertrag gewinnen konnte

Wie hat das Unternehmen das nur gemacht? Genau wie bei der ersten Zuteilung letzten Sommer, scheint der Preis den Unterschied ausgemacht zu haben. Wenn du dich vielleicht daran erinnerst, hatte die Air Force im Mai 2016 erwartet, etwa 140 Millionen US-Dollar für den ersten GPS-III-Launch auszugeben. Sie war sehr überrascht, als SpaceX dieselbe Leistung um 40 % weniger, also 82,7 Millionen US-Dollar anbot.

Dieses Mal lag das Angebot von SpaceX etwas höher, bei 96,5 Millionen US-Dollar. Damit konnte SpaceX 14 Millionen US-Dollar an zusätzlichem Gewinn verbuchen. Es scheint aber, als wäre die Sache ohnehin klar gewesen.

Der beste Preis, den die ULA nämlich für eine Atlas-V-Mission bieten kann, liegt bei 200 Millionen US-Dollar. Das macht 164 Millionen US-Dollar für den Abschluss plus einen Teil der Standardgebühr von 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr, die dieser Mission zugesprochen wird. Selbst nach der aktuellen Preiserhöhung konnte SpaceX diesen Preis also mehr als halbieren.

Die US Air Force findet die Falcon-9-Rakete von SpaceX wunderbar – zu diesen Preisen nur zurecht. Bildquelle: SpaceX.

Die US Air Force findet die Falcon-9-Rakete von SpaceX wunderbar – zu diesen Preisen nur zurecht. Bildquelle: SpaceX.

Was das für die Investoren bedeutet

Das bedeutet theoretisch, dass SpaceX noch jede Menge Möglichkeiten hat, um die Gewinnmarge um mehr als 100 % zu erhöhen, bevor es überhaupt richtigen Wettbewerb von Boeing und Lockheed gibt. Realistischerweise könnte SpaceX seine Gebühren um weitere 45 % erhöhen, und den Preis der ULA immer noch unterbieten. Gleichzeitig könnte auch der von der Air Force erhoffte Preis von unter 140 Millionen US-Dollar erzielt werden. SpaceX könnte sogar noch mehr verdienen, wenn das Unternehmen die Kosten weiter senken kann, indem Raketen ein weiteres Mal benutzt werden. Das würde auch zeigen, wie gut diese Raketen eigentlich sind.

Diese Situation könnte sich noch ein paar Jahre hinziehen. Laut der ULA wird das Konkurrenzprodukt, das den Atlas V ersetzen soll, erst 2019 zur Verfügung stehen. Und selbst dann erwartete sich die ULA immer noch einen Mindestpreis von 100 Millionen US-Dollar pro Satelliten. Wenn wir dann noch einen entsprechenden Teil der einen Milliarde US-Dollar an Grundgebühr dazurechnen, wird der Preis wahrscheinlich sogar noch höher.

Wenn die ULA es dann schaffen sollte, ein Angebot in Höhe von 135 Millionen US-Dollar zu machen, könnte es endlich günstig genug sein, damit die Air Force auch zustimmt. Das wird aber immer noch nicht günstig genug sein, um die Preise von SpaceX zu unterbieten.

Es scheint, als hätten Boeing und Lockheed Martin hier ein Problem. Wenn sie nicht willens sind, mit einem Verlust zu arbeiten, dann können sie bei den Kosten mit SpaceX einfach nicht konkurrieren. Zumindest nicht bei Missionen für die Regierung und auch nicht in den nächsten beiden Jahren … und ihre Gewinne werden auch darunter zu leiden haben.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 19.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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