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Warum dem Markt die Kapitalerhöhung von Tesla gefällt

Foto: The Motley Fool.

Bei den meisten Unternehmen fallen die Aktien, nachdem eine Kapitalerhöhung vorgenommen und wurde. Bei Tesla (WKN:A1CX3T) ist es aber nicht ungewöhnlich, dass die Aktie nach einer Kapitalerhöhung steigt. Das haben wir bereits im Jahr 2015 gesehen und zu einem geringeren Grad auch schon 2016. Letzte Woche verkündete der Elektroautohersteller, dass man sowohl Wandelanleihen als auch Aktien ausgeben wolle. Die Aktie reagierte daraufhin mit einem Anstieg von 3 %.

Dieses Mal gibt es wahrscheinlich einen bestimmten Grund, warum der Markt positiv darauf reagiert. Die Verwässerung, die die Aktionäre in Kauf nehmen müssen, ist deutlich kleiner.

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Der Erlös der Kapitalerhöhung wird das Risiko des Model 3 verringern. Bildquelle: Tesla.

Der Erlös der Kapitalerhöhung wird das Risiko des Model 3 verringern. Bildquelle: Tesla.

Das Kapital

Um hier einmal etwas Kontext zu geben, wollen wir uns die letzten beiden Kapitalerhöhungen ansehen. Damals wurden nur neue Aktien ausgegeben. Letztes Jahr konnten 1,7 Milliarden US-Dollar aufgenommen werden, das sorgte für eine große Verwässerung

Jahr

vorher

nachher

Verwässerung

2016

133,9 Millionen Aktien

147,3 Millionen Aktien

10 %

2015

127,1 Millionen Aktien

130,2 Millionen Aktien

2 %

Datenquelle: Tesla-Prospekt.

Die Kapitalerhöhung von 250 Millionen US-Dollar ist in Bezug auf die Verwässerung daher sehr konservativ. Die Aktionäre mussten im letzten Jahr schon eine große Verwässerung hinnehmen, als man SolarCity nur in Aktien bezahlt hat. Jetzt sind nämlich 161,6 Millionen Aktien im Umlauf. Tesla verkauft 969.000 bis 1,1 Millionen Aktien, das stellt eine Verwässerung von 0,6-0,7 % dar. Das hängt allerdings davon ab, wie viele der Optionen gezogen werden. Bei den letzten beiden Kapitalerhöhungen wurden diese in vollem Umfang gezogen, daher scheint es möglich, dass dies noch einmal geschieht. Aber auch das ist abhängig von der Nachfrage der Investoren.

Die Schulden

Der Großteil des Kapitals, das aufgenommen wird, kommt von 750 Millionen US-Dollar in Wandelanleihen, die 2022 fällig werden. In der folgenden Tabelle siehst du, wie das genau aussieht.

Fälligkeit

Betrag

2018

205 Millionen USD

2019

920 Millionen USD

2021

1,4 Milliarden USD

Gesamt

2,5 Milliarden USD

Datenquelle: Formular 10-K.

Hier sind die 909 Millionen US-Dollar an Wandelanleihen noch nicht beinhaltet, die Tesla von SolarCity bekommen hat und die höher verzinst werden.

Tesla hat im letzten Sommer schon erfahren, dass 422 Millionen US-Dollar der Wandelanleihen, die 2018 fällig werden, umgewandelt werden. Das Unternehmen musste diese daher bei Fälligkeit in bar bezahlen. Man könnte fast glauben, dass Tesla seine Wandelanleihen aus dem letzten Sommer refinanzieren möchte, mit Ausnahme der wenigen, die wahrscheinlich höhere Umwandlungspreise haben.

Die neuen Wandelanleihen sind noch nicht bepreist, aber Tesla möchte entsprechende Transaktionen zur Absicherung durchführen, um jede mögliche Verwässerung des Aktienkapitals abzumildern. Das Unternehmen hat das jedes Mal bei Ausgabe von Wandelanleihen getan (allerdings nicht bei den Wandelanleihen von SolarCity).

Schuldenkapital ist generell weniger teuer als der Verkauf von Eigenkapital, daher sind die Kapitalkosten dieses Mal geringer, als wenn es sich nur um reine Kapitalerhöhung gehandelt hätte. Wenn wir dann noch bedenken, dass die Verwässerung dieses Mal minimal sein wird und es ein geringeres Risiko für die Bilanz darstellt, dann wissen wir, warum das dem Markt zu gefallen scheint.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und am 16.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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