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Ist das die nächste große Gelegenheit für Qualcomm?

Foto: Qualcom

Smartphones und Tablets sind in der Vergangenheit eine wichtige Einnahmequelle für Qualcomm (WKN:883121) gewesen. Das Auftauchen der chinesischen Rivalen auf dem Markt hat sich in der Zwischenzeit zu einem Problem entwickelt. Wegen des taiwanesischen Chipherstellers MediaTek sinkt Qualcomms Marktanteil an Smartphone-Prozessoren.

Aber es kommt noch schlimmer. Der Wettbewerb bei den Smartphone-Chips wird immer intensiver, da Xiaomi sich dazu entschieden hat, seine eigenen Chips herzustellen. Das wird Qualcomm sehr wehtun, da das Unternehmen einer der Zulieferer des chinesischen Smartphone-Unternehmens war. Aber es könnte sogar noch schlimmer werden. China kauft pro Jahr Smartphone-Chips im Wert von schätzungsweise 200 Milliarden US-Dollar. Jetzt möchten die Chinesen, dass diese Chips im eigenen Land hergestellt werden und stellen dafür 100 Milliarden US-Dollar zur Verfügung.

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Das birgt natürlich die Gefahr, dass das Smartphone-Geschäft von Qualcomm behindert wird, daher versucht das Unternehmen jetzt aggressiv, einen neue Wachstumsquelle auszumachen: die virtuelle Realität.

Ist das der nächste große Wachstumstreiber?

Die virtuelle Realität (VR) ist ein beliebtes Konzept unter den Tech-Fans. Aber dank mehrerer Anwendungen in Bereichen wie Videospiele, Gesundheit und dem Militär wird es nicht mehr lange dauern, bis diese Technologie den Mainstream erreicht hat. Das Forschungsunternehmen Markets and Markets erwartet, dass der VR-Markt bis zum Jahr 2022 mit einer Geschwindigkeit von fast 58 % pro Jahr wachsen wird. Dann soll er eine Größe von 34 Milliarden US-Dollar erreichen.

Das Forschungsunternehmen Statista hat bezüglich Hardware Daten gesammelt. Basierend darauf schätzt das Unternehmen, das die Gelegenheit für Qualcomm bis 2020 16 Milliarden US-Dollar schwer sein könnte. Grund dafür sind der Verkauf von VR-Geräten wie Displays, die man wie ein Headset anlegen kann. Daten von IDC legen nahe, dass die Umsätze aus VR-Headsets bis 2020 auf den sechsfachen Wert steigen können. Bis dahin sollen 61 Millionen Stück verkauft werden, im letzten Jahr waren es nur 10 Millionen.

Bildquelle: Qualcomm.

Bildquelle: Qualcomm.

Qualcomm wird eine große Gelegenheit haben, um seine Umsätze zu erhöhen, da die Kosten für die Komponenten eines VR-Headsets relativ gering sind. Im Juli letzten Jahres hat sich IHS Markit die Mühe gemacht, das Oculus Rift auseinanderzunehmen. Die Kosten, um eines dieser Headsets zu bauen, liegen bei etwa 140 US-Dollar. Darin beinhaltete Komponenten sind etwa das Display-Paneel, Prozessoren, Memory, Sensoren und alle Schaltkreise.

Das vor Kurzem angekündigte VR-Entwickler-Kit von Qualcomm besteht aus einem Headset samt Display, das den Snapdragon 835 enthält. Zusätzlich dazu gibt es die Konnektivität-Chips, Memory-Chips, Audio-Chips etc. Wenn wir uns an den Daten von IHS Markit orientieren, dann könnte so ein Headset also mindestens 140 US-Dollar kosten. Da der Chiphersteller eine bessere Konfiguration verglichen mit dem Rift bietet, um eine bessere Erfahrung zu liefern, könnten die Kosten bei Qualcomm aber höher sein.

Wenn wir annehmen, dass Qualcomm ein hochwertiges VR-Headset für 200 US-Dollar baut, dann könnte das Unternehmen das Gerät für 475 US-Dollar verkaufen, um eine Marge von 58 % zu erhalten. Wenn wir diesen Preis dann mit 61 Millionen verkaufen Headsets multiplizieren, die laut Schätzungen von IDC verkauft werden sollen, dann hätten wir im Jahr 2020 einen Umsatz von 29 Milliarden US-Dollar. Das wäre sogar höher als die 24 Milliarden US-Dollar, die Qualcomm im letzten Jahr generiert hat.

Der Schritt in die virtuelle Realität

Qualcomm wird das Snapdragon-835-VR-Entwicklerkit im zweiten Quartal veröffentlichen, um die Entwicklung der Displays voranzutreiben. Das Unternehmen zielt darauf ab, den Entwicklern zu helfen, damit die Performance und Effizienz der VR-Headsets besser wird.

Der Snapdragon 835 sollte mit seinem Referenzdesign mit dem HMD-Programm gut zusammen funktionieren. Das Programm zielt darauf ab, das Headset schneller auf den Markt zu bringen und gleichzeitig die Kosten für die Konstruktion niedrig zu halten.

Das deutet schon an, dass Qualcomm eine Schlüsselrolle in der VR-Technologie einnehmen möchte, in dem das Know-how bei der Hardware schon beim Bau der Headsets eingebracht wird. Das Unternehmen hat zusätzlich noch zwei andere Unternehmen an Bord gebracht. Darüber hinaus plant Qualcomm, mehr Partnerschaften zu schließen.

Qualcomm ist bereits an der Spitze der VR-Technologie und versucht den Kunden eine gute Erfahrung über das Entwicklerkit zu bringen. Das Snapdragon-835-Entwicklerkit bietet sechs Abstufungen beim Motion Tracking, die einen PC unnötig machen, um das Display des Headsets mit Rechnerpower zu versorgen.

Die Partnerschaft mit Leap Motion könnte weitere Innovationen bei der VR-Technologie zur Folge haben, indem der Bedarf nach Controllern eliminiert wird. Die Software-Technologie von Leap Motion kann schon jetzt Bewegungen der Handgelenke nachverfolgen, die es den Nutzern ermöglicht, digital Objekte zu heben und zu werfen. Da das Unternehmen schon einer von Qualcomms Partnern ist, wird der Chip-Hersteller den Headset-Herstellern wahrscheinlich Zugang zu dieser Technologie geben.

Die VR-Headsets, die mit dem Snapdragon 835 laufen, könnten schon im nächsten Quartal produziert werden, und die ersten könnten bereits in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden. Qualcomm bewegt sich im aufkeimenden VR-Markt also schnell und aggressiv. Das Ziel besteht darin, im Zentrum der Hardware-Entwicklung zu stehen. Das könnte die Umsätze langfristig deutlich erhöhen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Qualcom.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 17.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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