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Wie sich Walt Disney in den vergangenen 10 Jahren verändert hat

Bildquelle: Disney.

Walt Disney (WKN:855686) ist in diesen Tagen alles andere als eine Micky-Maus-Aktie. Der Aktienkurs des Unternehmens hat sich in den vergangenen 10 Jahren vervierfacht. Für die vergangenen fünf Jahre belief sich die Rendite der Aktie auf 160 %. Der jährliche Unternehmensumsatz stieg im vergangenen Jahrzehnt um 59 %, während der Free Cashflow 45 % zulegte.

Dies sind ohne Frage alles herausragende Werte. Disney verwandelt beständiges Wachstum in üppige Gewinne, während Investoren (und vielleicht auch du) den Lohn ernten.

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Das heutige Disney unterscheidet sich deutlich von dem Unternehmen, das es noch im Jahr 2007 war, aber schon damals hat es angefangen, den Grundstein für den heutigen Erfolg zu legen.

DIS DATA BY YCHARTS.

DIS DATA BY YCHARTS.

Disney war 2007 noch ein völlig anderes Unternehmen. Es hatte damals gerade das rivalisierende Zeichentrickfilm-Unternehmen Pixar für 7 Mrd. US-Dollar übernommen. Zwei Jahre später legte Disney 4 Mrd. US-Dollar für Marvel hin.

Die Pixar- und Marvel-Deals haben sich als wahre Erfolge herausgestellt. Marvel hat damals bereits das Fundament für die Multimilliarden-Dollar-Filmreihe Avengers gelegt. Auch Iron Man und der unglaubliche Hulk waren letzten Endes riesige Erfolge. Pixar hat den Fuß niemals vom Gas genommen und produzierte weiter Kassenschlager wie Ratatouille oder Inside Out. Unter der Obhut Disneys waren sowohl Pixar als auch Marvel zuverlässige Geld-Maschinen.

Pixar-CEO John Lasseter fungiert jetzt zusätzlich noch als Boss von Disneys Trickfilmstudios und bringt so Disney ein Stück von Pixars Kreativität. Unter der neuen Führung hat sich der nicht zu Pixar gehörige Teil von Disneys Trickfilmstudios nun wieder auf ein starkes Storytelling und auf Franchise-taugliche Filmcharaktere konzentriert – also so ähnlich wie zu Disneys Renaissance-Ära. Produktionen wie TangledFrozen und Zootopia hauchten dem Studio neues Leben ein, indem sie neue sofortige Klassiker wurden und eine Serie von enttäuschenden und bereits in Vergessenheit geratenen Titeln wie Triff die Robinsons oder Der Planet der Schätze beendet haben.

Dies wäre ohne die genialen Köpfe, die sich nach der Übernahme von Marvel und Pixar Disney angeschlossen haben, nicht möglich gewesen.

Bildquelle: DISNEY.

Dreht sich wirklich alles um die Filme?

Ich habe mich bisher lediglich auf Disneys Filmgeschäft bezogen. Es gibt aber noch andere entscheidende Geschäftsfelder für das Unternehmen.

Sie sogenannte „Studio“-Sparte machte im vergangenen Jahr nur 17 % von Disneys Umsatz und operativem Gewinn aus. Vor zehn Jahren machte das gleiche Segment noch 21 % des Gesamtumsatzes und nur 15 % seines Betriebsgewinns aus. In beiden Fällen wurde das Geschäftsfeld Filmproduktion vom Umsatz und den Gewinnen der Mediennetze und der Freizeitparks & Resorts in den Schatten gestellt. Und wenn es einen aufsteigenden Stern unter den Disney-Sparten gibt, dann sind es wohl die Verbraucherprodukte, die ihren Umsatz seit 2017 mehr als verdoppelt und ihren operativen Gewinn verdreifacht haben.

Und dennoch bleiben Leinwandgeschichten immer noch das schlagende Herz hinter all dem, was Disney tut.

Ohne ständig neue Produktionen von sowohl neuen Geschichten als auch traditionellen Klassikern wäre die Marke Disney nichts wert. Die Kreuzfahrten, T-Shirts, Brotboxen, TV-Sender, Freizeitparks wären dann nur staubige Angebote. Die Studio-Sparte gibt bei Disney also die Richtung vor, auch wenn ihre Finanzdaten mickrig aussehen.

Das Management hat sich immer zu seinen kreativen Köpfen bekannt. Die Renaissance-Ära hat Disneys Aktienkurs in die Höhe gehoben und Aktionären zwischen 1988 und 1998 sechsfache Renditen beschert. Dann hat eine Unmenge von kreativen Fehlzündungen bei Aktionären zehn Jahre lang für Unmut gesorgt. Disney hat während dieser schweren Zeit vieles richtig gemacht, wie beispielsweise erfolgreich seine eigene Kreuzfahrtgesellschaft gegründet und seine Walt Disney World Parks mit riesigen Resort-Hotels ausgebaut. Aber neue Leinwandgeschichten wurden die meiste Zeit vermisst, und genau deswegen strampelte der gesamte Unterhaltungskonzern.

Die feierliche Eröffnung des Shanghai Disney Resorts. Bildquelle: DISNEY.

Disneys Gegenwart und Zukunft

Wie die Grafik oben zeigt, läuft die Disney-Maschine also wieder. Zu Marvel und Pixar haben sich nun auch die Lucasfilm-Studios gesellt und Disney mit diesem Deal in Höhe von nur 4 Mrd. US-Dollar die Rechte über die gesamte Star Wars Saga gesichert. Das Unternehmen hat einen neuen Freizeitpark in Shanghai eröffnet, zwei neue Kreuzfahrtschiffe in Auftrag gegeben und damit begonnen, Star Wars Attraktionen in Disney World und Disneyland zu bauen.

Kurzum: Das Disney, das wir heute sehen, ähnelt dem Unternehmen vor 25 Jahren – sogar nun mit größerem Storytelling-Schwung. Die dunklen Zeiten aus der endenden Ära von Michael Eisner sind so langsam vergessen.

Der einzige Grund, weshalb ich mich um Disneys Zukunft momentan etwas sorge, ist der fehlende Nachfolger von CEO Bob Iger, der 2018 zurücktreten wird. Das Unternehmen hat mit John Lasseter von Pixar, Kathleen Kennedy von Lucasfilm und dem Marvel-Präsidenten Kevin Feige viele gute Führungskräfte an Bord. Zudem ist Disney ein multinationaler Konzern, der in der Lage ist, auch namhafte externe Talente zu sich zu locken – wenn notwendig.

Aber es wird schwierig, Igers große Fußstapfen zu füllen. Bis die Frage nach der CEO-Nachfolge geklärt ist, kann ich mich noch nicht ganz entspannen.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Walt Disney.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 15.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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