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Autonome Autos 2021: BMW, VW und Daimler läuft die Zeit davon

Foto: BMW

Das Wettrennen um selbstfahrende Autos heizt sich gerade auf und die deutsche Automobilindustrie muss aufpassen nicht abgehängt zu werden.

Der Chef des führenden Chip-Herstellers NVIDIA, Jen-Hsun Huang, hat zu dieser Entwicklung und seinem wichtigsten Kunden Tesla (WKN:A1CX3T) die folgenden Worte:

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Sie sind anderen letztendlich fünf Jahre voraus. Jeder, der über 2021 spricht, ist einfach zu spät dran.

Es wird also Zeit, die großen Autohersteller an dieser Deadline zu messen, denn nur wer bei dieser neuen Technologie vorne mitspielt, kann zuversichtlich in die Zukunft blicken.

BMW: Zusammen mit Intel die Zukunft gestalten

BMW (WKN:519000) ist nach der Meinung von NVIDIA auf den Punkt zu spät dran, denn die Münchener haben sich als Ziel für ihr erstes autonomes Auto vor einigen Monaten das Jahr 2021 gesetzt. Mit den üblichen Einschränkungen versehen, klang es allerdings so, als ob es noch später werden könnte.

Dabei hat sich BMW starke Partner gesucht und will mit Hilfe von Intel und Mobileye ein umfassendes und perfekt funktionierendes System für autonome Autos erarbeiten. Fahrer sollen dann nach deren Ansicht gar nicht mehr nötig sein. Außerdem will man seine Plattform für andere Hersteller öffnen, die keine eigene Technologie haben.

Wäre BMW allerdings seinem alten Partner, dem chinesischen Technologiekonzern Baidu, treu geblieben, könnte es nun zusammen mit ihm an dessen ambitionierten Ziel teilhaben, selbstfahrende Autos bereits 2018 auf den Straßen zu haben. So wie es derzeit aussieht muss BMW jetzt mit vielen anderen Wettbewerbern um die Führungsposition kämpfen und könnte durchaus am Ende zu spät dran sein.

Daimler: Selbsternannter Vorreiter

Vor allem Daimler (WKN:710000) sitzt BMW im Nacken. Nachdem Daimler die Bayern letztes Jahr bereits als weltweit führender Premiumhersteller abgehängt hat, könnte man auch bei der autonomen Technologie einen entscheidenden Vorsprung haben.

Das ist zumindest die Meinung von Daimler selbst. Daimler-Chef Dieter Zetsche gibt sich generell in letzter Zeit gerne als halber Silicon Valley-Entrepreneur und betont oft seine Affinität zu Technologiethemen. Dementsprechend hat er kürzlich in einem Interview zuversichtlich geäußert, dass er sein Unternehmen unter den etablierten Herstellern an der Spitze sieht. Echte Konkurrenz gibt es nur noch von der Tech-Branche.

Tatsächlich hat Daimler sogar schon 2013 erste erfolgreiche Tests mit selbstfahrenden Autos gemacht, und bereits vor zwei Jahren bezeichnete Zetsche die Technologie als weitgehend serienreif. Außerdem ist Daimler durch seine große Lastwagen-Sparte besonders im autonomen Logistik-Bereich führend, der ein gigantischer zukünftiger Markt werden dürfte.

Wann werden wir aber in unserem ersten selbstfahrenden Mercedes sitzen? Da wird es schon schwieriger konkrete Aussagen zu bekommen. In manchen Interviews gibt man sich extrem optimistisch, dann verweist man wieder auf die vielen verbleibenden Hürden und impliziert noch eine lange Wartedauer. Das konkreteste Detail scheint derzeit zu sein, dass Daimler schon relativ bald selbstfahrende Autos an Uber liefern will, welche dann Teil der Uber-Flotte sein sollen. Daimler könnte also tatsächlich bald Vorreiter sein, noch müssen aber auf Worte Taten folgen.

VW: Kalt erwischt

In Wolfsburg scheint man die neuesten Entwicklungen mit ziemlicher Verspätung wahrzunehmen, vielleicht weil der Abgas-Skandal eine zu große Ablenkung war. Zumindest aber in den letzten Wochen gab es die ersten ambitionierten Ziele von VW (WKN:766400) zu vermelden. Allerdings wird man aus ihnen nicht unbedingt schlauer, als man vorher war.

Zumindest Audi wird ein bisschen konkreter und will sich eine Scheibe von Teslas Strategie abschneiden und peilt 2020 an, ein selbstfahrendes Auto mit der Technologie von NVIDIA auf den Markt zu bringen. Die Details dazu sind allerdings noch relativ unklar.

Viel beunruhigender für Aktionäre des größten Autoherstellers der Welt ist die Tatsache, dass der Gesamtkonzern von viel längeren Entwicklungszeiten spricht. So geht man zwar davon aus, vielleicht ab 2020 erste autonome Modelle anbieten zu können, aber die Kosten dafür werden nach eigener Aussage noch bis mindestens 2025 so immens sein, dass sich nur die wenigsten Kunden dafür entscheiden werden.

Wenn allerdings andere Hersteller recht haben, dürfte kaum einer warten, bis auch VW endlich seine ersten bezahlbaren selbstfahrenden Autos auf den Markt bringt. Denn die Uhr tickt.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt Intel, BMW und Daimler. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Baidu, Nvidia und Tesla.

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