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2 tödliche Fehler beim Value Investing

Foto: Wikimedia Commons, Alex E. Proimos

Stell dir vor, du bist in einem Geschäft und suchst nach Socken. In einem Regal siehst du eine Packung mit zwei Paar Socken für 5 Euro. In einem anderen Regal gibt es eine Packung mit derselben Art Socken, nur hier sind es drei Paar für 6 Euro.

In diesem Fall ist es offensichtlich, welches hier das Schnäppchen ist. Obwohl die erste Packung billiger ist, ist die zweite Packung deutlich werthaltiger.

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Sehen wir uns ein anderes Beispiel an. In Regal Nummer eins sehen wir eine Packung mit zwei Paar qualitativ minderwertigen Socken für 5 Euro. In Regal Nummer zwei liegt eine Packung mit zwei Paar hochwertigen Socken, die 8 Euro kostet.

Was ist nun der bessere Kauf? Das ist jetzt ein bisschen schwieriger, oder?

Im ersten Regal bekommt man jedes Paar für nur 2,50 Euro, während man in Regal zwei 4 Euro pro Paar bezahlen muss. Was ist aber, wenn diese minderwertigen Socken nach nur sechs Monaten auf einmal Löcher bekommen, während die hochwertigen Socken ganze zwei Jahre halten? Wenn wir uns die Sache aus dieser Warte einmal ansehen, dann kommen uns die ersten Socken auf 5 Euro pro „Sockenjahr“, wohingegen die anderen Socken des zweiten Regals nur 2 Euro im „Sockenjahr“ kosten. Auf einmal sind die vermeintlich billigeren Socken deutlich teurer.

Das bringt mich zu …

Fehler Nummer #1 beim Value Investing: Glauben, dass es eh nur um das Kurs-Gewinn-Verhältnis geht

Im Lauf der Jahre habe ich wirklich viele Investoren getroffen. Eine Sache, die ich immer wieder von den sogenannten „Value“-Investoren gehört habe, war die eine oder andere Variation des Satzes „Warum sollte man in dieses Unternehmen investieren? Das KGV ist doch 25!“

Das könnte bedeuten, dass die Aktie des Unternehmens teurer ist. Es könnte aber auch bedeuten, dass die Aktie billig ist. Das KGV von 25 kann man nur im Kontext der Qualität des Unternehmens und seiner Wachstumsperspektiven verstehen. Ähnlich zu den weiter oben erwähnten Socken, können übermäßig vereinfachte Kennzahlen wie das KGV – oder der Preis pro Socke – sehr irreführend sein. Werte zu finden bedeutet, dass man ein Unternehmen vollständig verstehen sollte und man sollte dieses Verständnis benutzen, um zu bestimmen, was das Unternehmen wert ist. Lediglich dann sollte man den Unternehmenswert mit dem Kurs an der Börse vergleichen.

Nur wenn man diese drei Schritte vollständig durchlaufen hat (1. das Unternehmen verstehen, 2. den Wert des Unternehmens bestimmen, 3. den Wert des Unternehmens mit dem Marktpreis dafür vergleichen), kann man von „billig“ oder „teuer“ sprechen.

Das bringt mich zu …

Fehler Nummer #2 beim Value Investing: Sich nur auf die „Statistiken“ verlassen

Egal ob du dir die Businessnachrichten, die Wirtschaftsnachrichten, die politischen Nachrichten oder einfach nur die allgemeinen Nachrichten ansiehst, eine Sache ist klar: auf der ganzen Welt und machen sich die Arbeiter Sorgen darüber, dass ihnen Roboter die Arbeitsplätze klauen könnten.

Sie sollten aber nicht die einzigen sein, die sich über so etwas Sorgen machen. Auch die Investoren sollten sich große Sorgen über Roboter machen.

Du wirst dich nicht nur auf das KGV bei deiner Analyse verlassen, aber die Sache wird kompliziert, sobald die Roboter ins Spiel kommen. Jeder Aspekt des Investierens kann nämlich leicht mit den verfügbaren Daten berechnet werden, was uns Investoren nur wenig Nutzen bringt.

Ist das überraschend?

Das sollte es nicht sein. In den 80ern hatte ich einen Apple IIe-Computer, und jetzt gibt es beim Saturn Smartphones für weniger als 20 Euro, die über mehr Rechnerpower verfügen.

Das bedeutet, dass die Investoren mit dem vielen Geld dieses für leistungsfähige Computer ausgeben können. Jeder kleine Vorteil, den man von Datenverarbeitung haben kann, ist also höchstwahrscheinlich schon ausgereizt worden.

Aber was machen wir Einzelinvestoren jetzt ohne so ein Computerhirn?

Wenn du mich fragst, dann sind wir ohne sogar besser dran. Wir müssen einfach nur die Kreativität und die guten Einfälle nutzen, über die das menschliche Gehirn von Natur aus verfügt – und die kein Computer eingebaut hat.

Ein Computer tut sich natürlich leicht, wenn er das zukünftige Wachstum eines Unternehmens basierend auf den vergangenen Trends berechnen soll. Ein Computer wird es aber deutlich schwieriger haben, alleine herauszufinden, wie sich die Zukunft ändern könnte – aufgrund einer Veränderung beim Management, einer Verschlechterung der Wettbewerbsvorteile, einer Veränderung der Industrietrends, eines neuen Produkts …

Hier mal ein Beispiel: Ende 2001 hätte jemand die Genialität des ursprünglichen iPods sehen und erkennen können, welches kreative Denken Steve Jobs zu Apple zurück gebracht hatte. Ein Computer hätte große Probleme damit gehabt, das Potenzial dieses Produkts zu erkennen, ganz zu schweigen von dem Wachstum eines komplett neuen Genres im Bereich digitale Musikplayer, an deren Spitze der iPod stand. Stattdessen hätte sich ein computerzentrierter Investor wahrscheinlich auf den 33-prozentigen Rückgang der Umsätze und den Verlust von 25 Millionen US-Dollar konzentriert, den Apple für das Steuerjahr 2001 gemeldet hatte, das kurz vor der Einführung des ersten iPod endete.

Diese beiden Punkte sind jeweils einzigartig. Aber offensichtlich haben sie auch viel gemeinsam. Zusammenfassen könnte man das als Regel Nummer #1 für die Value Investoren nehmen. Verstehe das Unternehmen in vollem Umfang, in das du investierst.

Sobald du diesen Baustein einer jeden Investition zusammen hast, kannst du darüber sprechen, ob du „Werte“ siehst … oder nicht.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Motley Fool Newsletter “Bilanz Ziehen” vom 09.02.2017. Hier kannst du dich kostenlos für unseren Newsletter anmelden.

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Matt besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgende Options: long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

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