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Intel hört auf, Moores Gesetz zu befolgen

Foto: Pixabay, blickpixel

Ganz gleich, wie es der Mikroprozessor-Riese Intel (WKN:855681) auch dreht, Moores Gesetz ist Geschichte.

Für all diejenigen, denen Moores Gesetz unbekannt ist, hier die Quintessenz: Dem Gesetz nach würde das Unternehmen ca. alle zwei Jahre neue Chipherstellungstechnologien entwickeln, mit der die Anzahl der Transistoren in einem Chip deutlich erhöht werden kann (und somit auch die Features), während die Kosten im Vergleich zu früheren Generationen unverändert bleiben (was bedeutet, dass die Kosten je Transistor sinken).

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Geht man von dieser Definition des Mooreschen Gesetzes aus, so scheint Intel nun damit gebrochen zu haben – selbst, wenn Intel Investoren etwas anderes weißmachen will.

In der Tat sind bereits die Übergänge zu neueren Herstellungstechnologien für Intel länger geworden (und das bricht schon das „Gesetz“), aber selbst dann, wenn Intel zu einer neuen Technologie übergeht, ist der zusätzliche Nutzen des neuen Produktionsprozesses so niedrig, dass Produktkosten zu Beginn eines neuen Technologie-Zyklus von Generation zu Generation zunehmen.

Der „Tod“ von Moores Gesetz ist für die Computerindustrie jedoch kein Grund, in Panik zu verfallen. Es gibt sicherlich immer noch Wege, funktionsreiche und leistungsstarke Computerchips zu entwickeln, ohne sich darauf verlassen zu müssen, dass es immer mehr Transistoren zu geringeren Kosten geben muss. Sie erfordern aber eine Unternehmensmentalität, die sich von Intels vergangener Denkweise grundlegend unterscheidet.

Bildquelle: INTEL.

Bildquelle: INTEL.

Jüngsten Aussagen des Intel-Managers Murthy Renduchintala zufolge sieht es danach aus, als würde das Unternehmen endlich lernen, den Tod von Moores Gesetz zu akzeptieren.

Den Fokus auf bessere Produkte und nicht auf kleinere Transistoren legen

„Wir werden uns mehr darauf fokussieren, welche Leistungssteigerung uns eine neue Generation bringt“, sagte Renduchintala PC World gegenüber. „Ich glaube nicht, dass in Zukunft neue Generationen als „Herstellungsübergänge“ betitelt werden.

Tatsächlich gibt es viele Wege für Chip-Unternehmen, Performance und Features zu erhöhen, ohne kleinere Transistoren zu produzieren.

Beispielsweise werden Core-Prozessoren der aktuellen siebten Generation auf Grundlage einer leistungserhöhten Version der ursprünglichen 14-Nanometer-Technologie des Unternehmens gebaut. Diese Verbesserung erlaubt Intel, bessere Performance- und Energieeffizienzwerte zu erzielen als bei den Core-Prozessoren der sechsten Generation, die ebenfalls auf die gleiche 14-Nanometer-Technologie stützen.

Vorausblickend scheint es, dass Intel sich weiterhin darauf konzentrieren wird, die zugrunde liegende Performance und Energieeffizienz seiner vorhandenen Herstellungstechnologien zu verbessern. Solche Verbesserungen sollten dem Unternehmen erlauben, zunehmend bessere Produkte zu bauen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, Transistoren kleiner machen zu müssen (obwohl es sich schon darüber Gedanken machen muss, wie es Transistoren besser machen kann).

Außerdem dreht sich auch nicht nur alles um die Herstellungstechnologie. Selbst ohne Übergänge zu neueren Herstellungstechnologien könnten Intels Chip-Design-Teams Verbesserungen bei den zugrunde liegenden Designs und Chip-Bauweisen vornehmen.

Intel hat das Potenzial der Core-Prozessoren der siebten Generation noch nicht völlig ausgeschöpft (die Änderungen zur Vorgeneration lagen hauptsächlich in der Herstellungstechnologie und in der Überarbeitung des Schaltungsdesigns, die notwendig ist, um die neue Technologie zu nutzen). Und es sieht nicht danach aus, als würde sich bei den kommenden Core-Prozessoren der achten Generation etwas ändern (zuverlässige Quellen behaupten, dass Intel sich hauptsächlich auf die Erhöhung der Prozessorkernanzahl konzentrieren wird, anstatt Änderungen an den eigentlichen Kernen vorzunehmen.)

Jedoch könnte Intel bei zukünftigen Generationen – nun, wo das Unternehmen damit pant, die gleiche grundlegende Chipherstellungstechnologie erneut zu verwenden (jedoch mit erhöhter Leistung) – genug Zeit haben, jährlich substantielle Änderungen bei Design und Baustruktur vorzunehmen.

Wenn Intel es schafft, sowohl die Baustruktur als auch die Leistungsdaten seiner Herstellungstechnologien Jahr für Jahr zu verbessern, sollte das Unternehmen gut positioniert sein, um seinen Kunden in regelmäßigen Abständen deutlich bessere Produkte anzubieten – etwas, das jeder Investor gerne sieht.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 7.3.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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