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Opfert General Motors die Gewinne dem Umsatzwachstum?

Quelle: General Motors.

General Motors (WKN:A1C9CM) gab an, dass die Umsätze in den USA im letzten Monat um 4 % gestiegen wären. Grund dafür waren starke Absatzzahlen der profitabelsten Produkte: Crossovers, große SUV und Pickups. Die Einzelhandelsumsätze stiegen, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, um 5 %.

Dieses Umsatzplus war deutlich mehr als der Rückgang von 1,1 %, den der Gesamtmarkt erlitten hatte. General Motors´ Marktanteil in den USA stieg, verglichen mit dem Vorjahr, um 0,9 Prozentpunkte auf 17,5 %. Aber die Anreize von GM stiegen auch. Laut ersten Schätzungen könnte das ein paar unangenehme Fragen aufwerfen.

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Crossovers und Pickups

Der Gewinn von 4 % spiegelt die Erhöhungen von 3,4 % bei Chevrolet und 17 % bei GMC wieder. Bei Buick fielen die Umsätze dagegen um 9,4 % und bei Cadillac um 8,6 %.

Die Umsätze des komplett neuen 2017er GMC Arcadia stiegen um 26 %. Bildquelle: General Motors

Die Umsätze des komplett neuen 2017er GMC Arcadia stiegen um 26 %. Bildquelle: General Motors

Was hat funktioniert? Crossovers, Pickups und die großen SUVs erfreuten sich großer Beliebtheit. GM befindet sich noch im Frühstadium, das Crossover-Line-Up neu aufzustellen. Das geschieht mit einer Reihe von neu designten Modellen. Sowohl die alten als auch die neuen Modelle entwickelten sich im letzten Monat gut.

  • Der komplett neue 2080er Chevy Equinox wird schon bald bei den Händlern sein, aber die Umsätze des aktuellen Modells stiegen schon im letzten Monat um 13 %.
  • Der kleinere Chevy Trax konnte ein Plus von 37 % verbuchen, der Buick Encore ein Plus um 11 %.
  • Die größten Crossovers verzeichneten gemischte Ergebnisse. Der Chevy Trevors konnte um 14 % zulegen, aber die Umsätze des Buick Enclave fielen um 28 %. Grund dafür ist vielleicht ein Lieferengpass. Neue Versionen beider Modelle werden Ende des Jahres erwartet.
  • Der komplett neue 2017er Arcadia von GMC konnte, verglichen mit dem Vorjahr, ein Wachstum von 26 % verbuchen. Der neue Cadillac XT5-Crossover konnte seinen Vorgänger, den SRX, um 7 % übertreffen.
  • Die Pickups hatten auch einen sehr starken Monat. Hier hat aber vielleicht ein Anreizprogramm den Ausschlag gegeben. Die Umsätze des Chevy Silverado stiegen um 17 %, die Umsätze des GMC Sierra um 16 % und übertrafen damit den Markt bei Weitem.

Die Pickups von GM hatten einen sehr guten Monat. Aber ging das alles auf Kosten der Gewinne? Bildquelle: General Motors

Aber diese Umsatz-Gewinne könnten auf Kosten der Profite gegangen sein.  Laut J. D. Power stiegen die durchschnittlichen Anreize auf den Silverado um 56 % auf 6.996 US-Dollar pro Truck. Die Kaufanreize des Sierra stiegen laut diesen Daten, verglichen mit dem Vorjahr, um 82 % 5315 US-Dollar.

Schließlich hatten die meisten der großen (und sehr profitablen) SUVs auch einen starken Monat:

  • Die Umsätze des Chevy Tahoe stiegen um 18 %.
  • Die Umsätze des Chevy Suburban steigen um 9,4 %.
  • Die Umsätze des GMC Yukon stiegen um 23 % und die des Yukon XL um 15 %.
  • Nur der Cadillac Escalade musste einen Verlust von 21 % hinnehmen.

Autos waren schwerer zu verkaufen.

Abgesehen vom brandneuen CT6 fielen die Umsätze im Bereich Limousinen bei der Marke Cadillac um 25 % oder mehr. Cadillac litt mehr als die meisten Marken, da die Käufer sich eher Crossovers zuwenden und Cadillac davon nur ein Modell, den XT5, im Programm hat. Mindestens zwei komplett neue Cadillac-Crossovers sollen in den nächsten Jahren dazukommen.

Die Umsätze von Buick wurden von einem Einbruch bei dem Buick Regal um 36 % und dem Lacrosse um 49 % nach unten gezogen.

Der Lacrosse war erst im letzten Jahr auf den Markt gekommen und hatte positive Kritiken erhalten. Große Limousinen sind aktuell aber nur schwer zu verkaufen.

Dieses Problem stellt sich auch bei Chevrolet. Die Umsätze der großen Limousinen, wie dem Impala, fielen um 22 %, während die das Malibu sogar um besorgniserregende 42 % einbrachen.

Letzten Monat fanden 1.820 Chevy Volts Neubesitzer. Das ist, verglichen mit dem Vorherigen, ein Plus von 61 %. Bildquelle: General Motors.

Es gab aber auch ein paar Highlights bei den Auto-Umsätzen von GM:

Die Umsätze des komplett neuen Kompakt-Fahrzeugs Chevy Cruze stiegen um 18 %.
Der Chevy Volt, der erst im letzten Jahr neu aufgelegt worden war, findet immer mehr Käufer. Die Umsätze stiegen 62 %.
Im letzten Monat wurden 952 Chevy Volt Elektroautos ausgeliefert. GM beginnt gerade erst damit, den Bolt in ganz Amerika anzubieten. Die monatlichen Umsätze sollten sich in den nächsten Monaten deutlich erhöhen.
Was es sonst noch zu vermelden gab

GM gab an, dass die Großkunden 2 % mehr gebracht hätten als im Vorjahr. Die Auslieferungen für Autovermietungen fielen um 2 %, während die Lieferungen an Unternehmen und Regierungs-Kunden leicht angezogen hatten.

Am 28. Februar hatte GM 900.681 Fahrzeuge im Inventar, was einen 91-Tage-Bedarf deckt. Das ist etwas viel, aber deutlich weniger als der Nachschub für 108 Tage, den das Unternehmen Ende Januar noch hatte.

Es wird schwerer, in diesem Markt weiteres Umsatzwachstum zu generieren

ALG, die Analyse-Sparte von TrueCar schätzte, dass die Anreize von GM im Februar 4.550 US-Dollar pro Fahrzeug betragen hätten. Das wären 12,5 % des durchschnittlichen Verkaufspreises von 36.400 US-Dollar. Beide Zahlen sind hoch. Damit sind die Anreize auch um 13 % höher als im Vorjahr. Der Prozentsatz ist hierbei sehr wichtig. Jedes Mal, wenn ein Anreiz 10 % des durchschnittlichen Transaktionspreises übersteigt, dann sollten sich die Investoren Sorgen machen, dass der Autobauer verzweifelt versucht mehr Umsatz in einem Markt zu schaffen, der gerade nicht mehr hergibt.

Die wahre Sorge besteht darin, dass diese Anreize die Gewinnmargen senken. Die Margen von GM in Nordamerika waren in den letzten Quartalen stark und das ist ein Trend, den die Investoren gerne auch in Zukunft noch sehen würden. Der Konkurrent Ford Motor Company (WKN:502391) scheint Willens zu sein, etwas weniger Umsatz zu machen, um profitabel zu bleiben. GM wird sich vielleicht auch dazu entscheiden müssen, um die Margen aufrecht zu halten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Ford. The Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 02.03.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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