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Waymo von Alphabet ist im Bereich selbstfahrende Autos führend

Foto: Google.

Alphabet (WKN:A14Y6H) ist laut den neusten Daten der kalifornischen Kraftfahrzeugbehörde seinen Konkurrenten im Bereich selbstfahrende Autos weit voraus. Das Tochterunternehmen Waymo meldete von allen Unternehmen, die selbstfahrende Autos auf kalifornischen Straßen testen, die besten Daten. Das bedeutet, dass das Unternehmen die autonomen Systeme am seltensten abschalten musste.

Wie die Dinge aktuell aussehen

Die Kraftfahrzeugbehörde definiert einen Ausfall als Scheitern der autonomen Technologie oder das Nötigwerden von menschlicher Intervention, um den Selbstfahrmodus auszuschalten. Je geringer dieser Anteil ist, desto besser. Das bedeutet auch, dass die selbstfahrenden Autos von Waymo besser geworden sind.

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Laut diesen Daten ist Waymo aber nicht einfach nur besser als die anderen, das Unternehmen ist sogar deutlich besser, denn die Ausfallrate betrug nur 0,20 pro 1.000 Meilen. Das ist im Vergleich zu einer Rate von 0,8 im Jahr 2015 ein deutlicher Fortschritt. Das scheint sogar noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Waymo eine viel weitere Strecke zurückgelegt hat als die Konkurrenten. Das Online-Nachrichtenportal TechCrunch meldet, dass die autonomen Fahrzeuge von Waymo und seine Ingenieure zusätzlich sehr vorsichtig vorgehen, und eher dazu tendieren, abzuschalten.

Hersteller

Gefahrene Meilen 2016

Ausfälle

Ausfälle pro 1.000 Meilen

BMW

638

1

1,6

Waymo

635.868

124

0,2

Ford

590

3

5,1

Nissan

4.099

28

6,8

Mercedes-Benz

673

183

271,9

Tesla

550

183

332,7

Datenquelle: DMV Kalifornien.

Eine niedrige Ausfallrate und mehr gefahrene Meilen deuten an, dass die Technologie von Alphabet die erfolgreichste auf den Straßen von Kalifornien ist. Es ist wichtig anzumerken, dass die niedrige Ausfallrate aber in Städten und Vororten erreicht werden konnte. Waymo scheint also, verglichen mit anderen Unternehmen, sehr nahe dran zu sein, dieses Projekt massentauglich zu machen.

Es ist keine Überraschung, dass Alphabet hierbei einen derartigen Vorteil hat, immerhin begann das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Google, bereits im Jahr 2009 mit der Forschung. Seither sind die selbstfahrenden Autos von Alphabet über 2 Millionen Meilen gefahren, den Großteil davon auf Straßen in Städten. Im letzten Jahr konnte Waymo zusätzlich noch 1 Milliarde Meilen im Simulator absolvieren.

Die Zeit und Mühe, die in dieses Projekt geflossen sind, haben dazu geführt, dass Alphabet hier einen großen Vorteil genießt. Das könnte dazu führen, dass die Konkurrenten von Waymo deren Kunden werden – sollten diese den Erfolg nicht selbst reproduzieren können.

Bildquelle: Waymo.

Bildquelle: Waymo.

Die Konkurrenten könnten die Technologie von Waymo benutzen

Waymo sieht sich selbst als ein Unternehmen im Bereich selbstfahrende Technologie und nicht als Autounternehmen. Das Unternehmen benutzt aktuell Fahrzeuge von Lexus sowie einen eigenen Prototypen, um diese Technologie zu testen. Geplant ist auch 100 Chrysler Pacifica Hybrid Minivans der Flotte hinzuzufügen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Alphabet selbst Autos bauen wird. Das Unternehmen verfolgt eine andere Markteinstiegsstrategie. Im Januar verkündete Waymo, man werde mit der Herstellung von Sensoren beginnen, um die Hardware und die Software besser miteinander zu verbinden. Diese Integration könnte Waymo einen Kostenvorteil verschaffen und zu mehr Kunden bei dieser Technologie führen.

Das Unternehmen konnte bereits die Kosten reduzieren, um einen Lidar-Sensor zu bauen. Dieser ist der wichtigste Teil des selbstfahrenden Autos, denn er benutzt Laser, um Karten von der Umgebung des Autos zu generieren. Diese Kosten konnten um 90 % reduziert werden. Im Jahr 2009 kostete ein Lidar-Sensors noch 75.000 US-Dollar, inzwischen sind die Kosten auf 7.500 US-Dollar gesunken. Die Integration von Hardware und Software unter einem Dach wird es Waymo ermöglichen, seinen potentiellen Kunden nahtlose selbstfahrende Performance zu bieten. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen die Sensoren zusammen mit Experten aus dem Bereich maschinelles Lernen.

Da die Autobauer damit eine funktionierende Technologie von einem einzigen Anbieter bekommen können, werden sie sich an Waymo wenden, um ihre selbstfahrenden Autos zum Laufen zu bringen. Fiat Chrysler Automobiles (WKN:A12CBU) ist das erste Beispiel dafür.

Im Mai letzten Jahres schlossen Fiat Chrysler und Waymo einen Vertrag, demnach 100 selbstfahrende Autos basierend auf dem Pacifica Hybrid Minivan produziert werden sollen. Das war puncto selbstfahrende Technologie der erste Vertrag von Waymo mit einem Autobauer. Im letzten Monat wurde gemeldet, dass beide Unternehmen ihre Bemühungen verdoppeln möchten. Alphabet könnte weitere 100 Pacifica Minivans seiner Flotte hinzufügen.

Bildquelle: Waymo.

Laut eines Berichts von Bloomberg führen Alphabet und Fiat Chrysler weitere Gespräche, um mit den Minivans einen Taxidienst aus der Taufe zu heben. Sollte das wahr sein, dann würde das andeuten, dass Waymo endlich die ersten Schritte ergreift, um diese Technologie zu monetarisieren. Honda (WKN:853226) könnte der nächste Partner sein.

Beide Unternehmen befanden sich im letzten Dezember in Verhandlungen, um die Technologie in die Fahrzeuge von Honda zu integrieren. Eine Partnerschaft könnte die Herangehensweise von Honda verändern, das seine selbstfahrenden Autos zuvor selbst entwickeln wollte. Der japanische Autobauer wollte diese bis 2020 auf den Autobahnen wissen, doch Waymo könnte dem Unternehmen helfen, hier ein paar Schritte weiter zu gehen, da auf diese Weise selbstständiges Fahren auch in einem städtischen Umfeld möglich wird. Eine Presseerklärung von Honda besagt Folgendes:

Honda hat zuvor schon seine Absichten erklärt, Fahrzeuge mit selbstfahrenden technologischen Möglichkeiten bis 2020 auf die Autobahnen zu bringen und damit einen Schritt in Richtung einer kollisionsfreien Gesellschaft zu machen. Zusätzlich zu diesen anhaltenden Bemühungen geht das Unternehmen eine technische Zusammenarbeit mit Waymo ein, die es der Abteilung Forschung und Entwicklung von Honda ermöglichen könnte, eine andere technologische Herangehensweise zu nutzen, um vollständig selbstfahrende Technologie auf den Markt zu bringen. Diese Gespräche sind ein erster Schritt und werden es Waymo und Honda erlauben, das Potenzial dieser Technologie weiter zu erschließen.

Foolishes Fazit

Die neusten Daten aus Kalifornien deuten an, dass Waymo über eine deutlich bessere Technologie verfügt als seine Rivalen. Waymo nutzt das zu seinem Voreil und geht Partnerschaften mit Autobauern ein. Diesen werden dabei die Stärken der selbstfahrenden Technologie vorgeführt. Diese Strategie, bei der die eigene Überlegenheit demonstriert wird, ist sehr klug. Sie kann Waymo helfen, potenzielle Kunden von sich zu überzeugen, und damit könnte das Unternehmen zu einem wichtigen Player in der Lieferkette für selbstfahrende Autos werden.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C shares), Ford und Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und wurde am 28.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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