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Warren Buffetts geheime Methode, Banken-Aktien zu bewerten

Foto: Matt Koppenheffer

Wenn man Bank-Aktien kaufen will, muss man sich natürlich mit der Bewertung beschäftigen. Steigt man bei einem zu hohen Stand ein, schadet das langfristig der Rendite. Wer aber zu einem günstigen Preis kauft, dürfte sich in den folgenden Jahren über schöne Plusbeträge freuen.

Das aber stellt einen vor die Frage: wie bewertet man Bank-Aktien? Die Antwort laut Warren Buffett dürfte den einen oder anderen alten Hasen im Business vor den Kopf stoßen.

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Wie man Bank-Aktien bewertet

Analysten und Investoren mit Spezialgebiet Bank-Aktien wenden normalerweise leicht abgeänderte Regeln an, als wenn sie bspw. Aktien aus dem Konsumgüter-Sektor bewerten wollten.

Normalerweise gilt: Will man herausfinden, ob eine Bank-Aktie günstig oder teuer ist, nutzt man das Verhältnis von Aktienpreis zu Buchwert pro Aktie. In anderen Branchen konzentriert man sich stattdessen oft auf den Preis einer Aktie im Verhältnis zu den Einnahmen des Unternehmens – das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Nehmen wir einmal JPMorgan Chase (WKN:850628). Der Aktienpreis liegt 42 % über dem Buchwert. Damit ist man in der Branche im Mittelfeld angesiedelt, vielleicht sogar ein kleines bisschen günstiger, werden andere große Banken doch durchschnittlich bei 51 % über dem Buchwert gehandelt.

Ähnlich sieht es aus, wenn man das Kurs-Gewinn-Verhältnis von JPMorgan Chase betrachtet. Die Aussichten für die kommenden zwölf Monate besagen, dass die Aktie 13,7-fach über den Einnahmen gehandelt wird. Für die Banken-Branche ist das eher gering, denn durchschnittlich liegt der Faktor bei 15,9.

Buffetts bevorzugte Methode

Welche Methode sollte man selber also anwenden? Buffett zufolge sollte man Aktien von Banken genauso beleuchten, als wären es ganz herkömmliche Aktien. In einem Interview bei CNBC sagte er:

Eine Bank ist ein ganz normales Unternehmen. Es geht darum, wie viel Geld man ab jetzt bis Quartalsende reinholt und wie das ganze gegenüber den Wettbewerbern und anderen Investments abschneidet.

Es gibt also keinen besonderen Trick. Es kann schwierig werden, wenn man herausfinden will, was in der Bank geschieht, vor allem bei Banken außerhalb der USA. Aber sonst behandele ich die Aktien nicht anders als die von Coca-Cola oder American Express.

Buffetts Methode klingt schon ein bisschen anders als die, die ich weiter oben beschrieben habe.

Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass der Zweck dieser Kalkulation darin besteht, wie viel man für Anteile an den zukünftigen Einnahmen eines Unternehmens zahlen würde. Und das ist letztlich genau das, was das Kurs-Gewinn-Verhältnis leistet.

Eine Art, das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu nutzen, ist dass es einem sagt, wie viel man für einen einzigen Euro der Einnahmen eines Unternehmens zahlen müsste. Im Fall von JPMorgan Chase hieße das Stand jetzt, dass man 13,70 US-Dollar hinlegen müsste für jeden Dollar, den die Bank Gewinn macht. Wenn man die Zahl mit anderen Investments vergleicht, dann kann man abschätzen, ob sich ein Investment lohnt oder nicht.

Gut, das ist eine recht simple Version von Buffetts Methode. Die nämlich erfordert, dass man zukünftige Einnahmen schätzt, indem man die derzeitigen Einnahmen in Betracht zieht. Trotzdem ist das KGV eine solide Annäherung an Buffetts Methode, die sich an den Einnahmen orientiert. Als einfacher Investor kann man also quasi ganz normal beim Kauf von Bank-Aktien vorgehen, ganz so, als würde man jede andere Art von Aktie kaufen.

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The Motley Fool empfiehlt American Express und Coca-Cola. Dieser Artikel von John Maxfield erschien am 28.2.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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