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Renditechampion mit einer Eigenkapitalrendite von 80 %

Foto: Pixabay, Taken

Je höher die Eigenkapitalrendite, desto besser! Ja, diese einfache Aussage ist grundsätzlich richtig, daher findest du in diesem Artikel ein Unternehmen mit besonders hoher Eigenkapitalrendite. Besonders hoch heißt dabei 80 %. Aber Achtung: Es gibt noch einige andere Dinge, die man dabei beachten sollte. Auch das zeigen die Zahlen des besprochenen Unternehmens.

Was ist die Eigenkapitalrendite?

Als Aktionäre sind wir Unternehmenseigentümer und uns gehört ein Teil des Eigenkapitals der Gesellschaft. Ausgehend vom Vermögen des Unternehmens erhält man das Eigenkapital durch Abzug aller Schulden.

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Zu den Vermögenswerten zählen materielle Vermögenswerte wie Fertigungsanlagen oder Bankguthaben aber auch immaterielle Vermögenswerte wie Markenrechte und Patente. Zu den Schulden zählen Bankkredite, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten, aber auch Rückstellungen. Kurz, alle Posten, die zu Zahlungsverpflichtungen in der Zukunft führen.

Gewinne, die nicht in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden, erhöhen das Eigenkapital eines Unternehmens. Teilt man den Gewinn durch das Eigenkapital erhält man die Eigenkapitalrendite. Behält ein Unternehmen seine Gewinne komplett ein, zeigt die Eigenkapitalrendite, um wie viel Prozent sich das Eigenkapital jährlich erhöht. Je höher die Eigenkapitalrendite, desto besser also.

Weltweit gibt es eine Menge Unternehmen mit Eigenkapitalrenditen unterhalb von 50 % oder gar 20 %. Einige Unternehmen haben allerdings unglaublich hohe Eigenkapitalrenditen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Renditechampion Novo Nordisk

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk (WKN:A1XA8R) hatte zu Beginn des Jahres 2016 ein Eigenkapital von 47 Milliarden dänischer Kronen. Zum Jahresende betrug das Eigenkapital allerdings lediglich 45,3 Milliarden dänische Kronen. Bei einem Jahresgewinn von 37 Milliarden dänischen Kronen ergibt sich eine Eigenkapitalrendite von 80 %.

Wunderst du dich, wieso sich das Eigenkapital trotz riesiger Gewinne nicht erhöhte? Dafür gibt es viele Gründe, die wir uns später noch genauer anschauen werden.

Besonders bei derart hohen Eigenkapitalrenditen wie bei Novo Nordisk sollte man nämlich ganz genau hinschauen, um zu verstehen, wieso die Rendite so hoch ist.

Auf was man trotz hoher Eigenkapitalrendite dringend achten sollte

Eine hohe Eigenkapitalrendite kann grundsätzlich zweierlei Ursachen haben: Hohe Gewinne oder wenig Eigenkapital. Ersteres wäre gut, der zweite Punkt wäre in den meisten Fällen eher schlecht.

Letztlich kann jedes Unternehmen selbst entscheiden, ob es sich vermehrt mit Eigen- oder Fremdkapital finanziert. Manche Unternehmen nehmen bewusst viel Fremdkapital auf, um ihre Gewinne mit wenig Eigenkapital zu erwirtschaften und entsprechend hohe Eigenkapitalrenditen vorzuweisen. Willst du beim Small Talk zu diesem Thema Punkte sammeln, dann lass einfach mal den Begriff Leverage-Effekt fallen.

Bei Novo Nordisk, mit einer Eigenkapitalquote knapp unter 50 %, scheint das aber nicht der Fall zu sein.

Dennoch bleibt eine Frage ungeklärt: Wieso verringert sich trotz hoher Gewinne das Eigenkapital von Novo Nordisk?

Aktienrückkäufe und Dividenden lassen das Eigenkapital nicht steigen

Wie bereits erwähnt ist das Eigenkapital bei Novo Nordisk trotz eines hohen Gewinnes im Jahr 2016 gesunken. Ein wichtiger Grund hierfür ist die Dividendenausschüttung an die Aktionäre. Diese betrug im Jahr 2016 ganze 23,8 Milliarden dänische Kronen und damit rund 64 % des gesamten Gewinns.

Neben der Dividendenausschüttung hat Novo Nordisk im vergangenen Jahr auch noch eigene Aktien im Wert von 15 Milliarden dänische Kronen zurückgekauft. Diese Aktienrückkäufe reduzieren ebenfalls den Anteil des Unternehmensgewinns, welcher zu einer Erhöhung des Eigenkapitals führt.

Zählt man beide Beträge zusammen, wird klar, wofür Novo Nordisk derzeit seine Gewinne verwendet: für Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Ob Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen gut oder schlecht sind, darüber lässt sich trefflich streiten. Zunächst kommt es darauf an, ob sich das Unternehmen die Ausschüttungen und Aktienkäufe überhaupt leisten kann.

Novo Nordisk hatte trotz der hohen Auszahlungen für Dividenden und Rückkäufe zum Ende des Jahres 2016 mehr Geld in der Kasse als zu Beginn des Jahres 2016. Leisten konnte sich Novo Nordisk die Dividende und die Rückkäufe also ohne Frage.

Vergleicht man Aktienrückkäufe und Dividenden aus Sicht der Aktionäre, dann haben Dividendenausschüttungen den Nachteil, dass sie in der Regel versteuert werden müssen. Aktienrückkäufe sind hingegen indirekte Gewinnausschüttungen, die die Aktionäre nicht versteuern müssen.

Aktienrückkäufe machen aus Sicht der Aktionäre aber nur dann Sinn, wenn der aktuelle Aktienkurs unter dem eigentlichen Wert der Aktie liegt. Ansonsten werden die Unternehmensgewinne, die den Aktionären zustehen, für überteuerte Aktien verschleudert und das Geld wäre an anderer Stelle besser eingesetzt.

Um zu entscheiden, ob Novo Nordisk mit seinen Aktienrückkäufen nun das Richtige tut oder nicht, muss man zunächst bewerten, ob der aktuelle Aktienkurs nun günstig oder teuer ist. Sollte die Aktie derzeit zu teuer sein, dann sollte Novo Nordisk im Sinne der Aktionäre die Gewinne besser komplett als Dividenden ausschütten.

Natürlich könnte Novo Nordisk auch einen Teil der Gewinne einbehalten. Das würde zu einem Anstieg des Eigenkapitals führen. Bei gleichbleibenden Gewinnen würde sich dann aber natürlich die Eigenkapitalrendite verringern.

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Sven besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.

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