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Goldman Sachs wendet sich gegen Tesla: Was man als Investor wissen sollte

Tesla Model 3. Bildquelle: Tesla Motors.

Jeden Tag stufen die Analysten der Wall Street Aktien hoch, stufen andere herunter und beginnen über einige Bericht zu erstatten. Aber wissen diese Analyse überhaupt, wovon sie eigentlich sprechen? Heute möchten wir uns eine Analyse der Wall Street ansehen und sie einmal genau unter die Lupe nehmen…

Die große Nachricht der letzten Woche war der langersehnte Quartalsbericht von Tesla (WKN:A1CX3T).

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Die große Nachricht diese Woche könnte sein, dass die Aktie danach heruntergestuft wurde.

Hier sind drei Dinge, die du wissen solltest.

Vom Model 3 hängt jede Menge Geld ab. Bildquelle: Tesla.

Vom Model 3 hängt jede Menge Geld ab. Bildquelle: Tesla.

1. Die Gewinne

Tesla meldete Mittwoch letzte Woche die Ergebnisse des 4. Quartals und des Gesamtjahres, und der Bericht war vollgestopft mit Zahlen, die die Investoren interessieren. Die Umsätze erhöhten sich um 88 % im Jahresvergleich auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der produzierten Fahrzeuge stieg um 77 % auf 24.882. Und was ist mit den Gewinnen? Die Gewinne machten negative 0,78 US-Dollar pro Aktie aus. Das ist ein schlechter Wert, aber nicht so schlecht wie der Verlust von 2,44 US-Dollar im 4. Quartal 2015.

Es ist auch bemerkenswert, dass die Produktion in Q4 niedriger war, als das Unternehmen versprochen hatte. Das Unternehmen produzierte in Q4 sogar weniger als in Q3. Andererseits merkte das Management an, dass wenn die Produktion des Model 3 im Sommer beginnt, das Unternehmen bis Q4 2017 5.000 Fahrzeuge pro Woche produzieren möchte. Danach möchte man im Jahr 2018 auf 10.000 Fahrzeuge pro Woche erhöhen. Wenn Tesla dieses Ziel erreichen kann, dann wird das Unternehmen schon bald so viele Autos pro Monat besitzen wie zuvor pro Quartal.

2. Herabstufung

Klingt das beeindruckend? Unglücklicherweise war der Markt hier anderer Meinung. Am Tag nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts fiel die Aktie um 6,4 %. Aktuell fiel sie aufgrund einer großen Herabstufung von Goldman Sachs noch einmal um 5 %. Wie im StreetInsider gemeldet, hatte Goldman zuerst eine neutrale Position eingenommen, es sich dann aber anders überlegt.

Goldman sagt, man hätte in Bezug auf die operative Ausführung des Model 3 so seine Bedenken und ebenso würden man man den Versprechungen des CEO Elon Musk wenig Glauben schenken. Laut Goldman versucht Tesla die Produktion auf biegen und brechen zu erhöhen. Man ist der Meinung, dass sogar weniger Fahrzeuge produziert würden und dass es länger dauern würde, um diese wirklich zu produzieren. Zusätzlich machen sich die Analysten über das vor Kurzem aufgekaufte Unternehmen SolarCity als ein „unbewiesenes Solarunternehmen“ lustig.

Musk argumentiert, dass der Erwerb von SolarCity notwendig gewesen wäre, um Tesla von einem Auto-Unternehmen zu einem Unternehmen im Bereich Energielösungen zu machen. Goldman glaubt aber, dass das neue Solargeschäft nur begrenzte Synergien liefert und dass es das Unternehmen von seiner eigentliche Aufgabe abhält: sicherzustellen, dass das Model 3 erfolgreich ist.

3. Die Verwässerung

SolarCity wird das Unternehmen jede Menge kosten, behauptet Goldman. Damit hätte sich das Risikoprofil von Tesla erhöht. Gleichzeitig wären auch die Schulden von Tesla gestiegen. Es war aber vielleicht kein Zufall, dass Tesla nach der Telefonkonferenz am Mittwoch darüber sprach, dass Kapital für das Model 3 nötig sein würde, um das Unternehmen nicht zu nah an den Abgrund zu treiben. Daher wird das Unternehmen Kapital aufnehmen, um das Risiko zu reduzieren.

Das Wichtigste: Was bedeutet das für die Aktionäre?

Die Entscheidung von Goldman Sachs, Tesla herabzustufen, ist nur eine Meinung von vielen. Laut S&P Global Market Intelligence empfehlen 22 Analysten Tesla zu kaufen. Sieben weitere empfehlen, die Aktien zu halten und acht raten zu einem Verkauf.

Aber es gibt da eine Sache, die sicher ist. Sowohl Goldman Sachs als auch der CEO von Tesla sprechen von der Wahrscheinlichkeit, dass Tesla mehr Aktien verkaufen und mehr Kapital aufnehmen muss, um die Entwicklung des Model 3 über die Bühne zu bringen. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, ein vernünftiges Geschäftsmodell im Bereich Solar auf die Beine zu stellen. Da die Aktie seit dem Quartalsbericht etwa 11,5 % verloren hat, wird jede weitere Aktie, die jetzt auf den Markt kommt, bedeutend weniger Geld bringen als noch vor ein paar Tagen.

Jede zusätzliche Aktie im Umlauf verwässert den Anteil der treuen Investoren etwas mehr und vermindert die Gewinne, die sie irgendwann einmal erzielen werden (sollte Tesla jemals profitabel werden).

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und wurde am 27.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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