The Motley Fool

Sorry, liebe Analysten der Wallstreet, aber ihr seid nicht sehr gut darin, was ihr macht

Am 17. Februar 2017 meldete FactSet Research, dass 82 % der Unternehmen des S&P 500 ihre Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet hatten. Doch die Reaktion des S&P 500 legte nahe, dass die Gewinne deutlich besser gewesen wären als erwartet.

Sind Aktien deutlich überbewertet?

Die Daten aus Q4 2016 könnten etwas anderes vermitteln. 66 % der bereits gemeldeten Unternehmen des S&P 500 haben die Gewinnerwartungen der Wall Street übertreffen können. 53 % haben die Umsatzschätzungen getroffen. Historisch gesehen haben 71 % der Unternehmen die Gewinnschätzungen übertroffen. Da es im letzten Jahr nur 66 % waren, haben wir es mit einem unterdurchschnittlichen Jahr zu tun. Das liegt übrigens auch 1 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 67 %. In Bezug auf die Umsätze liegen die 53 % bei den Umsätzen auf einer Linie mit dem Fünfjahresdurchschnitt und sind um 1 % höher als der Jahresdurchschnitt.

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Bildquelle: Getty Images.

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Die Daten zeigen auch, dass das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 mit 17,6 den höchsten Stand seit dem 23. Juni 2004 darstellt. Dieser Wert ist höher als der Fünfjahresdurchschnitt von 15,2, der Zehnjahresdurchschnitt von 14,4 und der Zwanzigjahresdurchschnitt von 17,2.

Die Daten könnten nahelegen, dass Aktien gerade deutlich überbewertet sind und dass es für die Investoren vielleicht klüger handeln würden, wenn sie verkaufen und ihr Geld in Sicherheit bringen.

Aber was wäre, wenn es eine deutlich einfachere Antwort gäbe?

Es geht dabei nicht um die Aktien, sondern um unseren Glauben an die Wall Street

Was wäre, wenn die Analysten an der Wall Street gar nicht so gut sind, wie wir vielleicht glauben, besonders wenn es um die Schätzungen geht, wie viel die Unternehmen des S&P 500 an Umsatz und Gewinn erzielen werden?

Denke kurz einen Moment darüber nach. In den letzten fünf Jahren haben nur 53 % der Unternehmen im S&P 500 die vierteljährlichen Umsatzschätzungen der Wall Street übertreffen können. Das ist kaum besser als wenn man eine Münze wirft. Trotzdem konnte der S&P 500 in einem Zeitraum von fünf Jahren in etwa 65 % der Fälle die Erwartungen der Wall Street übertreffen.

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Warum? Weil die Unternehmen weiter gewachsen sind. Im vierten Quartal 2016 lag die Wachstumsrate laut FactSet bei 5 %. Das ist das zweite aufeinanderfolgende Quartal mit positivem Umsatzwachstum. Mit Ausnahme des Telekommunikationssektors konnten alle anderen zehn Sektoren in Q4 Umsatzerhöhungen melden. In anderen Worten, die Investoren bezahlen mehr für Aktien mit einer höheren Bewertung, weil es wirkliches Umsatzwachstum gibt.

Zwei Drittel der S&P 500-Unternehmen übertreffen regelmäßig die konservativen Schätzungen der Wall Street. Das könnte andeuten, dass das aktuell erwartete KGV von 17,6 sinken könnte, wenn die Unternehmensgewinne die Erwartungen übertreffen. Das scheinen sie nämlich in jedem Quartal zu tun.

Obwohl das aktuell erwartete KGV des Index bei 17,6 % liegt, sind die Aktien nicht überbewertet, wir haben nur verlernt darauf zu achten, was wirklich wichtig ist: das tatsächliche Wachstum eines Unternehmens.

Weitere Gründe, warum man bei der Wall Street vorsichtig sein sollte

Es geht mehr als nur um die Schätzungen.

Die Analysten sind den Einzelinvestoren z. B. nicht verpflichtet. Wenn sie eine Aktie als einen Kauf einstufen und eine Gewinnschätzung herausgeben, dieses Unternehmen dann aber komplett daneben liegt und um 20 %, 50 % oder mehr einbricht, dann leiden nur die Investoren daran und nicht die Wall Street. Wenn sich ein Analyst irrt, wird er sich vielleicht etwas von seinem Chef anhören müssen, muss darüber hinaus aber keine Verantwortung übernehmen.

Viele der Schätzungen tendieren dazu, eher reaktiv als proaktiv zu sein. Wenn ein Unternehmen den Ausblick der Wall Street verpasst, das praktisch bei jedem zweiten Quartalsbericht passiert, dann reagiert der Analyst einfach auf die neuen Daten und passt seinen Ausblick an. Die Analysten konzentrieren sich oft so sehr auf kurzfristige Ereignisse, dass sie dabei die langfristigen Trends, die Werte schaffen, komplett vergessen.

Die Analysten müssen sich auch nach den Meinungen ihrer Firmen richten. In anderen Worten, wenn ein Unternehmen eine Aktie als einen Kauf einstuft, dann kann kein anderer Analyst dem öffentlich widersprechen. Das hilft den Einzelinvestoren nicht wirklich dabei, diese Aktie zu verstehen und einschätzen zu können, welche Risiken sie mit sich bringt. Darüber hinaus ist es auch nicht besonders intelligent.

Alles in allem hat die Wallstreet kein wirkliches Interesse an deinen Investitionen, warum solltest du also auf ihre Analysen vertrauen? Nutze diese Daten als einen Grund, tiefer zu graben als die oberflächlichen Schlagzeilen der Wall Street. So kannst du die wirklichen Wachstumstreiber eines Unternehmens ausfindig machen. Wenn du das machst, dann wirst du wahrscheinlich ein deutlich besserer Investor sein als jemand, der sein Portfolio den kurzfristigen Schätzungen der Wall Street überlässt.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 22.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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