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Aktien im Rückblick: Siemens auf Höhenflug, Gegenwind für Nordex, Rocket Internet stürzt ab

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„Von Gewinnmitnahmen ist noch keiner arm geworden.“ Das dachten sich am Freitag wohl zahlreiche Marktteilnehmer, nachdem der DAX zuvor zweimal vergeblich die 12.000er-Marke zu überschreiten versucht hatte. Der darauffolgende Absturz machte das Indexplus der Vortage wieder wett.

Besonders schlimm erwischte es mit Nordex und Rocket Internet Werte aus der zweiten und dritten Reihe. Doch es gab auch Gewinner: Eine DAX-Aktie erreichte in dieser Woche den höchsten Kurs seit der Jahrtausendwende …

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Was war an der Börse los?

Die US-Börsianer durften am Montag zu Hause bleiben, weil die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen blieb. In Frankfurt wurde allerdings fleißig gehandelt: Trotz fehlender Impulse von der Weltleitbörse legte der DAX (WKN:846900) 0,6 % auf 11.828 Punkte zu.

An die Spitze des deutschen Leitindex setzte sich die Aktie der Telekom (WKN:555750), deren Kurs um 2,5 % anzog. Marktbeobachter begründeten das Plus mit neuen Übernahmegerüchten bei der amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile US. Deren Titel hatten am Freitag im New Yorker Handel ein neues Rekordhoch markiert.

Ans untere Ende der DAX-Tabelle schickten die Marktteilnehmer zwei Konsumwerte: Die Anteilscheine von Beiersdorf (WKN:520000) verbilligten sich um 1,7 % und die Vorzüge von Henkel (WKN:604843) gaben 0,8 % ab. Die Kurse des Nivea-Produzenten und des Persil-Herstellers litten unter der gescheiterten Übernahme von Unilever durch den US-Konzern Kraft Heinz.

Kauflaune herrschte auch am Dienstag. Ein schwächelnder Euro und positive Signale aus New York ließen das Kursbarometer um 1,2 % auf 11.967 Zähler ansteigen. Den höchsten Kurs seit 17 Jahren erreichte die Aktie von Siemens (WKN:723610), die sich um 2,9 % verbesserte und damit auch die Standardwerte-Liste anführte. Den größten Verlust im DAX verbuchten die Anteilscheine von ProSiebenSat.1 (WKN:PSM777), die 0,8 % abgaben.

Im TecDAX (WKN:720327) fielen die Papiere von Dialog Semiconductor (WKN:927200) mit einem Kursplus von 3,3 % auf. Ein US-Analyst hatte zuvor orakelt, dass der Halbleiterproduzent zu den größten Profiteuren der Einführung des neuen iPhone 8 durch den Hipster-Ausrüster Apple werden könne.

Am Mittwoch übersprang der DAX die 12.000er-Marke, konnte seine Gewinne allerdings nicht halten, da ein erstarkender Euro und vorsichtig agierende US-Markteilnehmer am Nachmittag die Stimmung drückten. Beim XETRA-Schluss blieb beim Stand von 11.999 Punkten ein Plus von 0,3 Prozentpünktchen.

Die Gewinner des Tages waren die Aktionäre von thyssenkrupp (WKN:750000), die sich über einen Aufschlag von 4,6 % freuen konnten. Der Grund für den starken Kursanstieg: Der Essener Konzern hatte den Verkauf seines verlustbringenden brasilianischen Stahlwerks CSA gemeldet.

Am Donnerstag versuchte der DAX erneut im frühen Handel, sich oberhalb der 12.000er-Schwelle zu etablieren. Aber auch diesmal sorgte ein steigender Euro-Kurs für miese Stimmung. Der Blue-Chip-Index wechselte im Handelsverlauf in den roten Bereich und ging mit 11.948 Zählern und einem Abschlag von 0,4 % in den Feierabend.

Stark gefragt war wieder die Aktie von Dialog Semiconductor, die um weitere 6,9 % anzog. Mit dem Druck auf die Verkaufstasten reagierten die Anleger auf die Reduzierung der Umsatzprognose des ebenfalls im TecDAX gelisteten Windkraftanlagenbauers Nordex (WKN:A0D655) dessen Aktienkurs um 15,8 % einbrach. Marktbeobachter sprachen von einem enormen Vertrauensverlust, da das Management vor einigen Monaten die nun über Bord geworfenen Jahresziele noch vehement bekräftigt hatte.

Drastisch abwärts ging es auch mit dem Kurs des Internet-Inkubators Rocket Internet (WKN:A12UKK), dessen Management anscheinend das Vertrauen eines Großinvestors verloren hat. Die Anteilscheine der Samwer’schen Start-up-Bude verloren satte 13,8 %, nachdem bekannt geworden war, dass die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik sich von der Hälfte ihrer Rocket-Anteile getrennt hatte.

Am Freitag kippte die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett endgültig. Nach dem zweimaligen Scheitern an der 12.000er-Marke entschied sich die Mehrheit der Marktteilnehmer für Gewinnmitnahmen. Bis 16:00 Uhr verlor der DAX 1,8 %.

Die Nordex-Aktie brach um weitere 17 % ein.

Wie geht es weiter?

Am Montag (27.02.) äußern sich Marktforscher zum aktuellen Verbraucher- und Wirtschaftsvertrauen in der Euro-Zone. In den USA berichten die Statistiker über den Auftragseingang für langlebige Güter im Januar.

Am Dienstag (28.02.) legen der Baukonzern Hochtief (WKN:607000) und der Stahlproduzent Salzgitter (WKN:620200) Jahreszahlen vor. In den USA werden der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Februar und Zahlen zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US und Unilever.

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