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Was man als Investor von Amazon über FedEx und UPS wissen muss.

Was plant Amazon (WKN:906866) mit seinem Liefer- und Logistik Netzwerk? Es ist überall bekannt, dass das Unternehmen seinen Lieferdienst ausbaut. Aber macht es das nur, um die bereits bestehenden Dienste von FedEx (WKN:912029) und United Parcel Service (WKN:929198) zu vervollständigen? Oder möchte Amazon mit diesen Logistik-Riesen in Konkurrenz treten? Die Frage, ob Amazon eine Bedrohung darstellt, stellt sich bei fast jeder Präsentation für die Investoren von FedEx und UPS.

Weniger häufig wird aber besprochen, welchen Herausforderungen dieses Wachstum für beide Unternehmen darstellt. Wenn Jeff Bezos glaubt, Amazon könnte mit FedEx und UPS konkurrieren, dann werden die letzten Quartalszahlen bei ihm wohl zu einem unsanften Erwachen führen. Hier die Gründe.

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Das Wachstum im elektronischen Handel kostet

Es ist bekannt, dass man erst einmal Geld ausgeben muss, bevor man die Logistik für einen E-Commerce-Händler abwickeln kann, aber diese großen Investitionen haben UPS und FedEx in den letzten Jahren kalt erwischt. Beide Unternehmen, deren Management jeweils jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich haben, mussten die Investitionsausgaben erhöhen, um bei diesem Wachstum noch mithalten zu können.

Auf der Investorenkonferenz im Januar 2014 sagte UPS voraus, dass die Investitionsausgaben im Zeitraum 2015 bis 2019 nur 4,5 bis 5 % betragen würden. Mehr als zwei Jahre später sieht die Realität aber deutlich anders aus. Die Investitionsausgaben von UPS betrugen 2,965 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016 und machten 4,8 % der gemeldeten Umsätze in Höhe von 60,9 Mrd. US-Dollar aus. Das soll sich auf mehr als 6 % im Jahr 2017 erhöhen. Und das nur aufgrund des elektronischen Handels. Zusätzlich wurden die Ergebnisse im 3. und 4. Quartal davon negativ beeinflusst, dass der elektronische Handel in diesem Zeitraum die meisten Pakete verschickt.

Bei FedEx sieht die Sache ähnlich aus. Auch hier im haben erhöhte Investitionsausgaben die Gewinne nach unten gezogen. FedEx konnte dieses Wachstum aber besser managen als UPS. Das liegt vielleicht daran, dass es separate Netzwerke für sowohl Luft- als auch Bodentransport hat, während das integrierte Netzwerk von UPS Probleme hat, in Spitzenzeiten mitzuhalten. Die Investitionsausgaben tendieren bei FedEx daher dazu etwas höher zu sein, die Rendite auf das investierte Kapital ist aber niedriger als bei UPS.

FedEx´s Investitionsausgaben im Verhältnis zu den Umsätzen pro Jahr. Daten von YCHARTS

FedEx´s Investitionsausgaben im Verhältnis zu den Umsätzen pro Jahr. Daten von YCHARTS

Eines ist klar. Wenn Amazon wirklich plant in diesem Bereich anzutreten, dann wird das Unternehmen auch bedeutend höhere Ausgaben haben, als das Management jetzt vielleicht gerade tätigen möchte.

Nicht alle Lieferungen sind gleich

UPS und FedEx stehen vor dem Problem, dass sich die Margen zusammenziehen, da die Kunden des elektronischen Handels die Lieferung von weniger profitablen und ineffizient verpackten Artikeln wollen. Ein Trampolin zum Beispiel ist vielleicht ein ideales Weihnachtsgeschenk, aber es ist für die Lieferfirmen nicht besonders profitabel. Zusätzlich sind auch übermäßig große und leichte Pakete schlecht für die Gewinne. Daher haben UPS und FedEx die Preise erhöht und mehrere Maßnahmen ergriffen, um das Kundenverhalten zu steuern.

Das Wichtige dabei ist, dass es hier nicht nur um das Wachstum bei den Lieferungen geht. Es geht darum dabei profitabel zu bleiben. Es wird Amazon vielleicht schwer fallen, das zu schaffen. UPS und FedEx machen Geld mit ihren Lieferungen, während Amazon das Ziel hat, seine Kunden „bei der Stange“ zu halten. Wenn die Lieferungen weniger profitabel wären, dann wäre das vielleicht sinnvoll für Amazon. Daher wird Jeff Bezos sein Unternehmen vielleicht immer weniger profitable Lieferungen in der Zukunft selbst abwickeln lassen, besonders da UPS und FedEx in Zukunft dafür mehr verlangen.

Andere Einzelhändler möchten das Netzwerk von Amazon vielleicht nicht benutzen.

Amazon ist damit in direktem Wettbewerb mit anderen Unternehmen im elektronischen Handel und diese werden vielleicht den Dienst von Amazon nicht nutzen wollen. Wenn Bezos sein Unternehmen zu einem Logistik-Unternehmen machen möchte, wird das Unternehmen schnell sehr groß werden müssen, und um das zu erreichen, müsste Amazon auch die Lieferungen der Konkurrenten abwickeln.

Damit sind auch Konkurrenten in Märkten gemeint, in die Amazon erst noch eintreten wird.

Amazon wird wahrscheinlich keine Bedrohung sein.

Alles in allem legen diese Zahlen von UPS und FedEx nahe, dass neue Marktteilnehmer es problematisch finden werden, hier mitzumischen.

Die Expansionspläne von Amazon sind wahrscheinlich mehr darauf ausgelegt, die Lieferkosten zu senken und das Inventar effizienter auszuliefern. Das bedeutet nicht, dass das Unternehmen in der Zukunft eine existenzielle Gefahr für die bestehenden Unternehmen ist, sondern eher, dass es sich dabei um ein komplementäres Liefersystem handelt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. Motley Fool empfiehlt FedEx und United Parcel Service.

Dieser Artikel wurde von Lee Samaha auf Englisch verfasst und wurde am 21.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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