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Intel verkündet offiziell die Übernahme eines Chip-Start-ups

Bildquelle: Intel.

Im September letzten Jahres hörte man die ersten Berichte darüber, dass der Mikroprozessor-Riese Intel (WKN:855681) ein kleines Chip-Start-up mit dem Namen Soft Machines für etwa 250 Millionen US-Dollar gekauft hätte.

Soft Machines behauptete, man würde an Mikroprozessoren arbeiten, die eine deutlich höhere Performance liefern würden und dabei gleichzeitig auch noch stromsparender wären.

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Das Marketing von Soft Machines behauptet, die Performance seiner Chips wäre besser und effizienter als die normaler Prozessor-Designs. Bildquelle: Soft Machines.

Das Marketing von Soft Machines behauptet, die Performance seiner Chips wäre besser und effizienter als die normaler Prozessor-Designs. Bildquelle: Soft Machines.

Die Publikation The Register meldete zuerst, dass es inzwischen zu einer Übernahme gekommen wäre. Darin konnte man auch lesen, dass die Chip-Designs des Unternehmens „nicht so gut sind wie versprochen“.

Intel kündigte seine Übernahme zum damaligen Zeitpunkt nicht an, im Laufe der Zeit wurde es aber offensichtlich, dass eine Transaktion stattgefunden hatte. Ich habe z. B. die LinkedIn-Profile mehrerer Mitarbeiter von Soft Machines überprüft und gesehen, dass viele von ihnen angegeben hatten, nun für Intel zu arbeiten.

Bei der Investorkonferenz am 9. Februar verkündete Intel schließlich öffentlich, dass man das Unternehmen gekauft hätte und erläuterte die Beweggründe.

Fortschritte im Bereich CPU

CFO Bob Swan gab an, das Unternehmen hätte 2016 mehrere relativ kleine Unternehmen übernommen, darunter auch Soft Machines. Laut Swan wollte man die technologischen Fortschritte von Intel beschleunigen und die Produkte wichtiger Bereiche früh auf den Markt bringen. Dies sei ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für eines – wenn nicht sogar für alle – Geschäftszweige von Intel.

Swan erklärte auch, dass diese Transaktion Intel ein Team von talentierten Ingenieuren bereitstelle, die die CPU-orientierten Produkte des Unternehmens verbessern könnten.

Da praktisch all die Umsätze von Intel aus CPU-orientierten Produkten stammen, ist das durchaus eine große Sache und verdient vielleicht zusätzlichen Hintergrund bzw. Kontext.

Ich möchte im Folgenden gerne eine Hypothese anbieten, warum Intel Soft Machines gekauft hat.

Intel möchte vielleicht den Grundstein für ein neues Prozessor-Team bilden

Es ist wohlbekannt, dass Intel über zwei große Prozessor-Entwicklungsteams verfügt: eines in Hillsboro, Oregon, und eines in Haifa, Israel.

In der Vergangenheit ging Intel nach einem einfachen Schema vor: man nahm eine alte Prozessorarchitektur, verbesserte sie und implementierte darauf dann eine ganz neue Chip-Technologie.

Bildquelle: Intel.

Der zweite Schritt bestand dann darin, dass Intel einen bedeutend verbesserten oder brandneuen Prozessor mit einer bewährten Herstellungstechnologie auf den Markt brachte.

Gemäß der aktuellen Methodik des Unternehmens wird Intel grundlegende Technologien benutzen, diese verbessern und dann durch drei oder vier Generationen führen.

Das Interessante daran ist, dass Intel dieselbe Architektur mit dem Namen Skylake bereits zwei Generationen lang benutzt hat, die Core-Prozessoren manchmal sogar sechs oder sieben Generationen lang. Daher erwartet man, dass das Unternehmen die Skylake-Architektur noch einmal benutzen wird.

In Zukunft könnte sich Intel dafür interessieren, seine Architektur jedes Jahr zu adaptieren, um interessante Produkte auf den Markt zu bringen und um seine Wettbewerbsposition zu stärken. Um der Innovationen auf die Sprünge zu helfen, könnte das Unternehmen Soft Machines gekauft haben, um eine drittes Entwicklungsteam zur Verfügung zu haben.

Die indische Publikation The Economic Times zitierte einen Insider, demnach der Plan darin bestünde, die Teamgrößen in den nächsten zwei bis drei Jahren auf mehr als das Zehnfache und somit fast 2.000 Mitarbeiter auszuweiten.

Das hört sich für mich keineswegs nach einer kleinen Technologie an, die man in die eigenen Produkte einbaut, um eine Verbesserung zu erzielen. Für mich sieht es so aus, als hätte Intel geplant, ein drittes Entwicklungsteam zu gründen. Dabei ist man vielleicht auf die Idee gekommen, dass die Ingenieure von Soft Machines eine gute Möglichkeit wären, um das zu beschleunigen.

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The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 21.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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