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Wie viele Model 3 kann Tesla 2017 ausliefern?

Das Model 3. Bildquelle: TESLA MOTORS.

Kurz vor dem Bericht zum Q4 steht für Tesla (WKN:A1CX3T) eine große Frage im Raum: Wie viele Exemplare des Model 3 erwartet man den Rest des Jahres ausliefern zu können? Immerhin wissen wir, dass Tesla schon etwa 400.000 Vorbestellungen für den Wagen kassiert hat, dessen Endpreis bei 35.000 US-Dollar liegt. Die Frage bleibt aber, wie effektiv Tesla die Produktion hochfahren und damit Fahrzeuge ausliefern kann.

Auch wenn Anleger vielleicht nicht eine genaue Zahl bekommen werden, können die Schätzungen vom Vorstand doch einen wertvollen Hinweis darauf geben, was für das groß erwartete Model 3 bevorsteht.

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Große Erwartungen

Sollte Tesla den üblichen Gepflogenheiten folgen, wird man beim Q4-Meeting am 22.2. eine Prognose abgeben, was die auszuliefernden Stückzahlen angeht. Allerdings eben nur eine Gesamtzahl, nicht für jedes einzelne Modell. Dennoch kann man als Anleger eine ungefähre Zahl für das Model 3 daraus ableiten.

Teslas CEO Elon Musk hat schon vor langer Zeit vorhergesehen, dass das Ende 2015 erschienene Model X mit dem Model S mithalten kann, was für beide Modelle etwa Stückzahlen von etwa 100.000 Fahrzeugen bedeutet. In diesem Kontext könnte eine Prognose von unter 100.000 Stück die zu erwartenden Model 3 betreffen.

Was also darf zu erwarten sein? Teslas Management wird sicherlich eine Antwort geben, die äußerst breit angelegt ist, um alle Unwägbarkeiten abzudecken. Es ist natürlich alles andere als einfach, einen sehr großen Schritt in der Produktion genau einzuschätzen.

Musk selber sagte neulich dazu:

Ich muss noch einmal darauf hinweisen, dass so ein Produktionsanstieg exponentiell verlaufen kann. Letztlich handelt es sich um eine S-Kurve. Und es ist sehr schwierig vorauszusehen, wann genau im Jahr das Wachstum von flach nach exponentiell ansteigend passieren wird.

Nur ein paar Wochen können einen riesigen Unterschied für die Einnahmen im Quartal machen. Aber das sollte nicht für die Zukunft entscheidend sein. Wir geben also so gut Auskunft wie möglich.

Musk ließ sich ein bisschen zu Spekulationen hinsichtlich des Model 3 hinreißen, aber nicht allzu waghalsig, versteht sich. Genaugenommen sagte er, dass 2017 “exciting” werden wird, weiterhin, dass die Produktion für das Model 3 im Q3 noch recht unklar, im Q4 aber “sehr viel klarer” sein wird.

Warum die Prognose so wichtig ist

Sollte man als Anleger die Prognose von Tesla überhaupt ernst nehmen? Ja. Finde ich schon.

Es ist wichtig zu wissen, dass Tesla einerseits meist die eigenen Ziele verfehlt, andererseits aber in Relation zu den sehr ehrgeizigen Zielen aber nicht mehr um allzu viel. Darüber hinaus wächst klafft man in den letzten Jahren prozentual nicht mehr so heftig bei Anspruch und Wirklichkeit auseinander wie noch zuvor.

Jahr

Vorgabe

Tatsächlich ausgelieferte Fahrzeuge

Differenz

2013

20.000

22.442

12,2 %

2014

35.000

31.655

(9,6 %)

2015

55.000

50.658

(7,9 %)

2016

80.000-90.000*

76.230

(10,3 %*)

Total

195.000

180.985

(7,2 %)

*basierend auf einem Mittelwert. Tabelle vom Autor

Gut, bei der Prognose für 2017 wird noch mehr Unsicherheit mitschwingen, muss doch sogar der Vorstand selber auf grobe Schätzungen zurückgreifen. Aber da man als Anleger mittlerweile gewohnt ist, dass Tesla seine ehrgeizigen Ziele recht minimal verfehlt, kann man davon ausgehen, dass die Prognose für Auslieferungszahlen 2017 zumindest in die richtige Richtung führt.

Aaaaaber was ist mit den Verzögerungen beim Model X?

Als Anleger hat man wahrscheinlich noch im Hinterkopf, dass es beim Model X alles andere als glatt lief – kein Wunder, wenn man dann erwartet, dass es beim Model 3 genauso laufen könnte. Allerdings gibt es gute Gründe, dass dem nicht so sein muss.

Erstens ist das Model 3 von Anfang an auf Massenstückzahlen ausgelegt, das war beim Model X nicht so. Zweitens ist das Model X ein irrsinnig komplexes Fahrzeug, in dem noch nie zuvor verbaute Elemente wie Schwingtüren, Monopost-Sitze sowie die größte bei einem Fahrzeug eingesetzte Windschutzscheibe zum Einsatz kamen.

Weiterhin ist das Model X natürlich der erste vollelektrische SUV der Welt. Ehrlich gesagt, ist es wohl mehr als ein kleines Wunder, dass es Tesla überhaupt gelungen ist, bis Ende 2016 etwa 40.000 Stück davon auf die Straße gebracht zu haben.

Musk hat deutlich darauf hingewiesen, dass man beim Model 3 nicht auf das Model X zurückblicken soll:

Es ist verlockend, in Analogien zu denken. Aber das wäre ein Fehler: Man darf nicht davon ausgehen, dass sich die Geschichte wiederholt.Die beiden Einheiten sind völlig verschiedene Programme mit anderen Ansätzen. Das Model X und seine Produktion können keinen Aufschluss über das Model 3 geben.Das Model S hatte nichts mit dem Roadster zu tun, der dem Model S vorausging. Deswegen würde ich nicht vom Model X auf das Model 3 schließen wollen.

Interessanterweise hat Tesla seine ursprüngliche Prognose von 20.000 Exemplaren für das Model S übertroffen, und zwar um 2.500 Stück. Auch wenn es alles andere als leicht werden wird, so einen Coup noch einmal zu landen, ist das Management wohl doch guter Dinge, dass die Produktion des Model 3 rund laufen wird.

Nochmal 50 % Wachstum?

Ich gehe davon aus, dass die Prognose von Tesla im Bereich von 110.000 bis 130.000 Fahrzeugen liegen wird. Das wären 50 % Wachstum gegenüber den Auslieferungen im Vorjahr, etwa 10.000 bis 30.000 Fahrzeuge wären dann wohl das Model 3. Da aber Tesla die unfassbare Vorgabe gemacht hat, dass man bis 2018 500.000 Fahrzeuge jährlich produzieren will, würde das bedeuten, dass Q1 und Q2 2018 das exponentielle Wachstum abbekommen werden.

Und darauf sollte man sich freuen dürfen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 17.2.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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