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Werden General Motors und Lyft ihre Konkurrenten im Bereich selbstfahrende Autos pulverisieren?

Quelle: General Motors.

General Motors (WKN:A1C9CM) plant im nächsten Jahr tausende von selbstfahrenden Elektroautos für die Testflotten von Lyft zu bauen. (Laut einem Bericht von Reuters.)

Wenn das stimmen sollte, dann wäre das bei weitem die größte Flotte von selbstfahrenden Testfahrzeugen. Das ist eine große Sache, denn es hat auch große Konsequenzen für GM, Lyft und deren Konkurrenten.

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Was in dem Bericht steht

Laut dem Artikel von Reuters wird GM tausende von Chevy Bolts bauen und diese mit den Prototyp des autonomen Fahrsystems ausstatten, das GM mit seinem Tochterunternehmen Cruise Automation entwickelt hat. Die meisten dieser selbstfahrenden Autos werden bei Taxidiensten wie Lyft in mehreren Staaten ab 2018 eingesetzt werden.

GM hat keine Pläne, diese selbstfahrenden Bolts der allgemeinen Öffentlichkeit zu verkaufen.

CEO MARY BARRA VERKÜNDETE IM DEZEMBER, DASS GM AB ANFANG 2017 DAMIT BEGINNEN WÜRDE SELBSTFAHRENDE TESTFAHRZEUGE ZU BAUEN. BILDQUELLE: GENERAL MOTORS

CEO MARY BARRA VERKÜNDETE IM DEZEMBER, DASS GM AB ANFANG 2017 DAMIT BEGINNEN WÜRDE SELBSTFAHRENDE TESTFAHRZEUGE ZU BAUEN. BILDQUELLE: GENERAL MOTORS

Was würde das für GM bedeuten?

GM arbeitet schon seit Jahren an dieser Technologie. Diese Arbeit scheint jetzt mit der Übernahme des Start-Ups Cruise Automation aus San Francisco einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Es scheint, dass Cruise jetzt im Mittelpunkt der Forschungsbemühungen von GM steht. Die selbstfahrenden Testfahrzeuge sieht man immer wieder auf den Straßen von San Francisco und aktuelle Videos, die in den Autos gemacht wurden, legen nahe, dass diese Technologie schon auf einem ziemlich fortgeschrittenem Niveau ist. GM verkündete im Dezember, man würde schon bald damit beginnen selbstfahrende Testfahrzeuge zu produzieren. Damals dachten wir aber noch, dass diese in kleinen Quantitäten produziert würden.

Die Massenproduktion dieser Fahrzeuge würde zwei Dinge bedeuten. Erstens ist die Technologie anscheinend schon auf einem derart hohen Niveau und zweitens sind GM und die Zulieferer schon fertig und imstande selbstfahrende Autos in Masse zu produzieren.

Beide Punkte sind sehr wichtig. Aber zusammen wäre das ein starkes Argument, dass GM in diesem Bereich eine Führungsposition einnehmen wird. Unternehmen wie Alphabet (WKN:A14Y6H) und Tesla (WKN:A1CX3T) haben mit ihren Prototypen für selbstfahrende Autos die Aufmerksamkeit von vielen Investoren auf sich gelenkt. Im Moment sieht es aber so aus, als hätte GM sie alle hinter sich gelassen.

Was würde das für Lyft bedeuten?

Lyft weiß genau wie sein Konkurrent Uber Technologies, dass die selbstfahrende Technologie in Zukunft noch sehr wichtig werden wird. Selbstfahrende Autos werden es den Anbietern erlauben, die Preise zu senken und dabei (hoffentlich) starke Gewinne zu erzielen.

Uber arbeitet schon seit einigen Jahren an seiner selbstfahrenden Technologie und benutzt auch schon einige Testfahrzeuge. Bei Lyft wissen wir nicht, ob das Unternehmen so etwas schon gemacht hat, aber das muss es auch nicht. GM besitzt immerhin einen Anteil von 9 % an Lyft und GM scheint die Sache schon geregelt zu haben.

Wenn Lyft es schaffen sollte, größer zu werden als Uber, dann steht Uber vor einer großen Herausforderung.

DER PRÄSIDENT VON GM DAN AMMANN (MITTE) MIT DEN GRÜNDERN VON LYFT LOGAN GREEN (LINKS) UND JOHN ZIMMER. GM BESITZT 9 % DES UNTERNEHMENS UND AMANN IST MITGLIED DES VORSTANDES. BILDQUELLE: GENERAL MOTORS

Könnte das wirklich funktionieren?

Der Report von Reuters kommt von einem Veteranen des Bereiches, dem Journalisten Paul Lienert . Dieser zitierte zwei ungenannte Quellen, die in die Pläne des Autobauers eingeweiht sind. Im allgemeinen sollten die Investoren (und auch alle anderen) Berichte, die auf Informationen von nicht genannten Quellen basieren, mit einer gesunden Portion Skepsis sehen. Aber ein paar Dinge legen nahe, dass das vielleicht wirklich stimmen könnte.

Erstens ist Lienert ein Veteran mit guten Quellen. Zweitens herrschen bei Reuters hohe Standards. Drittens passt dieser Bericht zu den Fakten, die wir schon kennen. GM und Lyft haben beide gesagt, dass sie schon bald einen Test mit selbstfahrenden Autos durchführen möchten. Viertens hat die Orion-Fabrik in Michigan, wo auch der Bolt produziert wird, jede Menge Kapazitäten, um tausende weitere Fahrzeuge zu produzieren.

Schließlich haben weder Lyft noch GM irgendetwas aus diesem Bericht dementiert. Im Gegenteil, GM hat folgendes dazu von sich gegeben.

Wir geben keine spezifischen Details über potenzielle künftige Produkte oder Technologien. Wir haben gesagt, dass unsere autonome Technologie schon früher, als sie vielleicht glauben, bei Taxidiensten erscheinen könnte.

Übersetzung: Das wird wahrscheinlich passieren und es könnte schon früher als 2018 soweit sein.

Wie wichtig ist das für die Investoren von GM?

Wenn es soweit kommt, dann wird das eine große Sache. Der Gedanke, sich die Entwicklung der selbstfahrenden Technologie als “Rennen” vorzustellen ist für die Investoren nicht besonders nützlich. Ein großer Test wie dieses Jahr (oder vielleicht sogar noch früher) wird zeigen, dass sich GM von den Unternehmen im Silicon Valley ihn nicht in die Parade fahren lassen wird. Das wird auch vielen Leuten die Möglichkeit geben, diese Technologie am eigenen Leibe zu erfahren und wird höchstwahrscheinlich auch dafür sorgen, dass sich die Technologie bei den Kunden schneller durchsetzen wird.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C) und Tesla. Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 19.02.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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