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Facebook so viel wert wie SAP, Siemens, BASF und Bayer zusammen: das stinkt!

Foto: Facebook

Die Bewertungen der Silicon-Valley-Giganten sind in unfassbare Höhen geschossen. Besonders ins Auge gefallen ist mir dabei Facebook. Wie kann es sein, dass eine simple Internetplattform mehr wert ist, als die vier größten Aushängeschilder der deutschen Industrie? Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, habe ich mir die Kontrahenten einmal genauer angeschaut. Ein Blick in die Zahlen bringt Erstaunliches ans Tageslicht.

Hier also: German Top 4 versus Facebook!

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380 Mrd. Euro auf deutscher Seite

Das sind die vier wertvollsten deutschen DAX-Konzerne:

Da haben wir zum ersten und zweiten BASF (WKN:BASF11) und Bayer (WKN:BAY001), die Kinder des großen Chemie-Lehrers Justus von Liebig, welche seit 150 Jahren an vorderster Front die chemisch-pharmazeutische Industrie prägen. Von Liebig ist einerseits der Begründer der Agrochemie, ein Teilbereich, in dem der Aspirin-Konzern nach einer erfolgreichen Übernahme von Monsanto die Nummer 1 sein wird und andererseits der organischen Strukturchemie, eine wichtige Basis des weltweit umsatzstärksten Chemie-Konglomerats aus Ludwigshafen.

Zum dritten gehört das 1847 gegründete Lebenswerk von Werner von Siemens dazu, welches das Feld der angewandten Elektrotechnik geprägt hat, wie sonst nur Edisons General Electric. Seit Jahrzehnten wird ein guter Teil der Stromnetze, Schienenverkehrssysteme, Krankenhäuser, Kraftwerke und Fabriken dieser Welt mit Technik von Siemens (WKN:723610) ausgerüstet. Das sind alles investitionsintensive Bereiche, die über viele Jahre stabiles Service-Geschäft nach sich ziehen und jetzt zusätzlich über die Digitalisierung völlig neue Geschäftspotenziale eröffnen.

Zum vierten ist da noch SAP (WKN:716460), die wohl erfolgreichste europäische Unternehmensgründung der jüngeren Zeit und derzeit wertvollstes Unternehmen im DAX. Seit 1972 mischen die Badener systematisch das weltweite Geschäft mit Standardsoftware für Unternehmen auf. Heute nutzt die Mehrzahl der größeren Unternehmen Produkte der Softwareschmiede. Zuletzt wurden riesige Erfolge mit der In-Memory-Datenbank HANA gefeiert und die versammelte IT-Prominenz von Amerika bis Japan sucht die Nähe zu SAP, um gemeinsame Lösungen anbieten zu können.

Die Top 4 aus Deutschland sind also Unternehmen, die sich in Höhen und Tiefen bewährt haben, über Jahrzehnte gewachsen sind und sich weltweit höchstes Ansehen erarbeitet haben.

386 Mrd. US-Dollar auf amerikanischer Seite

Um auf US-Seite auf eine ähnliche Größenordnung zu kommen, braucht es nicht mehrere Unternehmen, sondern lediglich eins — und zwar nicht einmal das größte. Facebook (WKN:A1JWVX) ist derzeit je nach Tagesform auf Position 4 bis 6. Aber was ist Facebook eigentlich?

Gegründet im Jahr 2004, war das soziale Netzwerk zunächst ein elitärer Club, der sich an ausgewählte Universitäten und ihre Studenten richtete. Die bis heute zentrale Grundfunktionalität wurde von Mark Zuckerberg in kurzer Zeit zusammenprogrammiert und unterschied sich zunächst nicht wesentlich von ähnlichen Plattformen wie beispielsweise StudiVZ.

Entscheidend war jedoch, dass es gelang, potente Finanziers wie Peter Thiel, Mail.ru und sogar Microsoft und Goldman Sachs von dem Produkt zu überzeugen. Diese ermöglichten es, Facebook mit Hochdruck in aller Welt zu etablieren und somit stärker von den sprichwörtlichen Netzwerkeffekten zu profitieren, als alle anderen Konkurrenten.

Während viele Wettbewerber wieder von der Bildfläche verschwanden, gelang mit der wachsenden Bedeutung des mobilen Internets nach 2010 der endgültige Siegeszug. Heute zählt Facebook 1,86 Milliarden aktive Mitglieder, das ist etwa die Hälfte der weltweiten Internetnutzer. Hinzu kommen vom Unternehmen gekaufte Dienste wie Whatsapp und Instagram, die ähnlich erfolgreich unterwegs sind.

In kürzester Zeit hat Facebook also erreicht, wozu die Deutschen Konzerne Jahrzehnte gebraucht haben: den weltweiten Standard in einem bedeutenden Marktsegment zu setzen. Aber macht diese Tatsache Facebook zu einem Unternehmen, das so viel wie alle vier zusammen wert sein muss?

German Top 4 versus Facebook: Die Zahlen

Um ein besseres Gefühl für den Wert von Facebook zu bekommen, habe ich hier einige Zahlen zusammengetragen:

Kennzahlen 2016: Facebook versus German Top 4

Chart erstellt von Ralf Anders auf Basis von Unternehmensangaben und Schätzungen

Das Erstaunliche ist, mit welcher Leichtigkeit Facebook die hohen Gewinne im Bereich von 50 % der Top 4 generiert. Wo die deutschen Konzerne mit viel Kraftaufwand Hunderttausende Mitarbeiter und kapitalintensive Produktionsnetzwerke einsetzen, da genügen den Kaliforniern ein paar Bürostandorte und Rechenzentren.

Als Goldman Sachs und mitziehende Investoren im Jahr 2011 für 1 % an Facebook Finanzmittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar bereitstellten, schüttelten viele ungläubig den Kopf. Das bedeutete ein Jahr vor dem Börsengang eine ungeheuerliche Bewertung von 50 Mrd. US-Dollar. Heute wird deutlich, dass es beim aktuellen Stand ein Schnäppchen war.

Es bleibt spannend

Man darf davon ausgehen, dass die über Jahrzehnte bewährten deutschen Top 4 auch in 20 oder 40 Jahren noch solide Unternehmen sein werden. Bei Facebook ist hingegen alles möglich. Falls ein Konkurrent auf den Plan tritt, der noch innovativer und noch agiler ist, könnte der Social-Network-König vom Thron gestoßen werden, so wie andere bereits vor ihm. Mit Themen wie der kognitiven künstlichen Intelligenz und der erweiterten bzw. virtuellen Realität werden die Karten zukünftig neu gemischt.

Auf Quora wurde kürzlich die Frage gestellt, welcher der fabelhaften 5 führenden Tech-Unternehmen als erstes fallen würde. Einiges spricht der besten Antwort zufolge für Facebook. Denkbar wäre aber auch, dass die Kalifornier das aktuelle Expansionstempo weiterhin beibehalten und so zu einer Gelddruckmaschine werden, wie es sonst nur Apple, Microsoft und Google sind.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

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