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Daimlers Elektrostrategie in 5 Zahlen

Mercedes-Benz F 015 QUELLE: Daimler Media Relations

Immer mehr etablierte Autohersteller versuchen seit kurzer Zeit ihre Elektrostrategie massiv auszubauen. Nachdem Tesla (WKN:A1CX3T) bewiesen hat, dass Elektroautos erfolgreich und sexy sein können, sehen sich auch Premiumhersteller im Zugzwang.

So arbeitet man auch bei Daimler (WKN: 710000) mittlerweile fieberhaft an einer umfassenden Elektrostrategie, nachdem man den Elektrotrend jahrelang eher vernachlässigt hat. Wer tiefer gräbt, findet einige interessante Fakten.

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Diese fünf Zahlen solltest du kennen

2007: In diesem Jahr war zum ersten Mal ein Elektroauto von Daimler in Form eines Smarts unterwegs. Der Smart Electric Drive war seitdem zwar im Angebot, hat allerdings sicherlich keine Revolution losgelöst. Trotz Verfügbarkeit in 19 Märkten wurden bisher in all den Jahren kaum 16.500 Exemplare davon verkauft.

64 Prozent: Das ist der Anteil an CO2-Emissionen, die angeblich über einen gesamten Lebenszyklus von Daimlers elektrischer B-Klasse im Vergleich zum Benziner eingespart werden. Der B-Klasse Electric Drive wurde 2014 eingeführt und startete mit von Tesla gelieferter Batterien und Antrieb. Damals hatten Tesla und Daimler noch zusammen kooperiert.

300 Kilometer: Ist die Reichweite des DENZA. Im Jahr 2014 ist Daimler die nächste Elektropartnerschaft eingegangen und zwar mit dem chinesischen Hersteller BYD (WKN: A0M4W9). BYD ist in China führend in der Herstellung von Elektroautos und wird sogar von Warren Buffett unterstützt. Das Joint Venture BYD Daimler New Technology hat seitdem den DENZA auf den Markt gebracht, der laut eigenen Angaben mit bis zu 300 Kilometern Reichweite punkten kann und als sicherstes in China verfügbares Elektromobil gilt.

2019: Soll bei Daimler die Elektrorevolution endlich zünden. Dann plant man nämlich das erste Elektroauto der EQ-Serie auf den Markt zu bringen, mit dem man in Sachen Elektromotor endlich ernst machen will. Bis dahin wird nur der elektrische Smart und die elektrische B-Klasse verfügbar sein. Vom E-SUV unter der neuen Marke EQ erhofft man sich endlich nennenswerte Absätze mit Elektroautos erreichen zu können. Die Daimler-Tochter Accumotive wird die Batterien liefern, die eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern erreichen sollen. Schon mit der Entwicklung des EQ wird eine Bauart entwickelt, die man auf weitere Modelle übertragen kann, sodass Daimler ohne gigantische Entwicklungskosten schnell weitere Modelle auf den Markt bringen kann.

20 Prozent: So hoch ist der Anteil, den Elektroautos im Jahr 2025 bei Daimlers verkauften Modellen haben sollen. Daimler nennt dabei eine mögliche Spanne von 15 bis 25 Prozent. Um dies zu erreichen rechnet man bis dahin mit zehn verfügbaren Elektromodellen auf dem Markt präsent zu sein.

Daimler ist noch lange kein Tesla-Konkurrent

Wie man sieht, hat Daimler bereits überraschend früh mit seiner Elektrostrategie begonnen, allerdings war das mehr ein spielerischer Versuch als ein ernsthaftes Umdenken. Ein großer Teil der Elektro-Smarts ist beispielsweise in der Carsharing-Flotte von Daimler selbst gelandet.

Man hat das Gefühl, dass Daimler bisher mehr pflichtbewusst nachzieht, um nicht von der Konkurrenz überholt zu werden, als mit voller Energie die Elektro-Strategie zu unterstützen. Trotzdem scheinen die ersten Schritte gemacht zu sein, um bald attraktive Elektroautos herzustellen. Wie Daimler damit wirklich Wachstum und Gewinne erreichen kann, ist allerdings noch völlig offen.

Da elektrische Autos die Zukunft sind, sollten Anleger ein wachsames Auge darauf haben, wie sich Daimlers Ambitionen entwickeln und ob die Konkurrenz nicht bald uneinholbar ist.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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