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So sah das Portfolio von Warren Buffett vor 25 Jahren aus

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Warren Buffett ist wahrscheinlich der erfolgreichste Buy-and-Hold-Investor, aber das bedeutet nicht notwendigerweise, dass er Aktien kauft und sie dann wirklich für immer hält. Um das einmal zu illustrieren, wollen wir uns die größten Positionen von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) vor 25 Jahren ansehen und sie mit den aktuell größten Positionen vergleichen. Es wird dich wahrscheinlich überraschen, dass nur ein Drittel der Aktien aus dem Jahr 1992 immer noch Teil des Portfolios 2017 sind.

Welche Aktien hatte Warren Buffett 1992?

In seinem Brief an die Aktionäre aus dem Jahr 1992 gab Buffett eine Liste der Aktienpositionen mit einem Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar aus. Die neun größten Positionen im Portfolio waren, in absteigender Reihenfolge, die folgenden:

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Unternehmen

Marktwert

Coca-Cola

3.911.150.000 USD

GEICO

2.226.250.000 USD

Capital Cities/ABC, Inc.

1.523.500.000 USD

The Gillette Company

1.365.000.000 USD

Freddie Mac

783.515.000 USD

Wells Fargo

485.624.000 USD

General Dynamics

450.769.000 USD

Washington Post

396.954.000 USD

Guinness PLC

299.581.000 USD

Datenquelle: Berkshire Hathaway. Brief des Vorsitzenden 1992.

Das Aktienportfolio von Berkshire aus dem Jahr 2017

Seit 1992 ist der Marktwert von Berkshire um 2.300 % gestiegen und das Aktienportfolio ist entsprechend mitgewachsen. Daher enthält das Portfolio aktuell 39 Aktienpositionen, die mehr als 100 Millionen US-Dollar wert sind. Sehen wir uns einmal die neun größten Investitionen im Jahr 2017 an und wie sie sich in den letzten 25 Jahren geändert haben.

Unternehmen

Marktwert

Kraft Heinz

29.235.493.960 USD

Wells Fargo

27.213.623.237 USD

Coca-Cola

16.500.000.000 USD

IBM

14.395.176.415 USD

American Express

11.852.924.526 USD

Phillips 66

6.394.673.941 USD

U.S. Bancorp

4.554.281.961 USD

Moody’s Corporation

2.653.974.717 USD

Goldman Sachs

2.647.271.814 USD

Datenquelle: CNBC Berkshire Hathaway Portfolio Tracker. Die Positionen entsprechen dem Stand des dritten Quartals 2016 laut Formular 13-F.

Was ist mit den Aktien aus dem Jahr 1992 geworden?

Du hast sicher bemerkt, dass einige Positionen immer noch da sind, nämlich Coca-Cola und Wells Fargo. Diese gehören immer noch zu den größten Positionen von Berkshire. Zusätzlich wurde im Jahr 1996 GEICO zu einer Tochtergesellschaft, die sich im vollen Besitz von Berkshire befindet. Inzwischen ist die Versicherung zu einem der Eckpfeiler des Unternehmens geworden. Das bedeutet aber, dass zwei Drittel der größten Investitionen aus dem Jahr 1992 nicht mehr auftauchen. Was ist damit nur passiert?

Hier eine Aufstellung der sechs Aktien von der Liste und was mit ihnen passiert ist:

  • Capital Cities/ABC, Inc. wurde 1996 von der Walt Disney Company gekauft.
  • Gillette Company fusionierte mit Procter & Gamble im Jahr 2005. Berkshire besitzt noch eine kleine Position, hat den Großteil aber verkauft.
  • Die Investition in Freddie Mac wuchs bis auf 4 Milliarden US-Dollar. Berkshire besaß zum damaligen Zeitpunkt 9 % des Unternehmens, man entschied sich aber im Jahr 2000, praktisch alle Aktien davon zu verkaufen, da das Unternehmen begann, zuviel Risiko einzugehen. Das war die richtige Entscheidung, denn heute sind 9 % von Freddie Mac nur noch 230 Millionen US-Dollar wert.
  • General Dynamics ist immer noch ein öffentlich gehandeltes Unternehmen, aber Berkshire hat die Aktien im Jahr 2013 verkauft.
  • Das Zeitungsgeschäft der Washington Post wurde 2013 von Jeff Bezos, dem CEO von Amazon, gekauft. Buffett verkaufte seine letzten Aktien des Mutterunternehmens Graham Holdings im Jahr 2014.
  • Guinness PLC fusionierte 1997 mit Grand Metropolitan und bildete Diageo. Buffett entschloss sich daraufhin zu verkaufen.

Was man daraus lernen kann

Buffett hat einmal folgenden berühmten Ausspruch getätigt: „Unsere bevorzugte Halteperiode ist für immer.“ In anderen Worten: Buffett und alle, die ihm bei der Auswahl der Aktien helfen, tun das mit der Absicht, diese auch für immer zu halten. Es sind also keine kurzfristigen Trades.

Ein Blick auf das Portfolio zeigt aber, dass das nicht immer so funktioniert, wie es eigentlich sollte. Es gibt nämlich auch sehr viele gute Gründe, warum man eine Aktie verkaufen sollte.

Bildquelle: Getty Images.

Bildquelle: Getty Images.

Ein sehr guter Grund ist, wenn die ursprünglichen Gründe, warum man investiert hat, nicht mehr gültig sind. Das kann der Fall sein, wenn das Unternehmen von einem anderen aufgekauft wird. Es kann auch sein, wenn das Management auf einmal anders arbeitet, wie z. B. im Fall von Freddie Mac. Buffett bemerkte, dass das Management immer mehr Risiken einging, um die Gewinne zu erhöhen und um die Investoren zufriedenzustellen. Dann verkaufte Buffett plötzlich und sagte, er wär besorgt über die Dinge, die sie machen würden und über die er vielleicht nichts wüsste. Es stellte sich heraus, dass Buffett zu 100 % richtig lag.

Andererseits, wenn ein Unternehmen gute Arbeit leistet und starke Renditen auf verantwortliche Art und Weise liefert, dann kann man die Aktien auch für immer halten. Das ist auch der Grund, warum Wells Fargo und Coca-Cola zwei der größten Positionen von Berkshire bleiben.

Unterm Strich sollte man nicht vergessen, dass man eine Aktie kauft, um sie jahrzehntelang zu halten. Die Situation kann und wird sich aber vielleicht ändern, daher ist es wichtig, immer darüber informiert zu bleiben, was mit dem Unternehmen gerade passiert. Das gehört laut Warren Buffett ebenso zum Investieren dazu.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Berkshire Hathaway (B shares), Moody's und Walt Disney.
The Motley Fool empfiehlt American Express, Coca-Cola, Diageo und Graham Holdings.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und wurde am 15.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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