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3 zu wenig beachtete Wachstums-Raketen aus Österreich: FACC, AMS und S&T

Foto: Pixabay, WikiImages

Die österreichische Unternehmenslandschaft ist auf den ersten Blick ein ziemlicher Langweiler. In der zweiten Reihen finden sich jedoch einige spannende Technologiewerte, die wir nicht ignorieren sollten. Drei davon, die jetzt besonders interessant sind, habe ich für dich herausgesucht: FACC (WKN:A1147K), S&T AG (WKN:A0X9EJ) und ams (WKN:A118Z8).

FACC: nach „Triebwerksschaden“ wieder Höhenluft?

Kaum ein Zulieferer der Luftfahrtindustrie ist an mehr Flugzeugen beteiligt wie FACC. Mit seinen Leichtbaukomponenten für Tragflächen, Turbinen und die Kabine setzt das Unternehmen den Standard. Da die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen ständig steigt und Gewichtsreduzierung immer wichtiger wird, wächst der Spezialist aus Ried im Innkreis rasant: In 10 Jahren verdreifachte sich der Umsatz. Für das im März endende Geschäftsjahr werden etwa 700 Mio. Euro erwartet.

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Seit 2009 ist FACC zu 55 % im Eigentum der staatlichen chinesischen Luftfahrtindustrie (AVIC), was der Geschäftsentwicklung zunächst weiteren Schub verlieh. Zwei Dinge haben den Zulieferer allerdings in letzter Zeit zurückgeworfen: 2015 musste wegen Verzögerungen bei zwei wichtigen Kundenprogrammen eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben werden. 2016 zog das Geschäft zwar wieder an, aber dann wurde FACC Opfer einer Betrügermasche. Ein falscher Vorstand drängte offenbar die Finanzabteilung über eine trickreiche Nachricht zur unverzüglichen Überweisung von über 50 Mio. Euro — auf Nimmerwiedersehen.

Ein immenser Schaden für ein mittelständisches Unternehmen, der ohne die Details zu kennen zu Kopfschütteln führt. Sowohl die zumindest zum Teil verantwortliche chinesische Finanzvorständin Minfen Gu, als auch der damalige Chef Walter Stephan wurden gefeuert. Das Vertrauen der Anleger war natürlich erst mal erschüttert. Kein Wunder, so notiert der Aktienkurs aktuell noch immer unter Buchwert, was für wachstumsstarke Technologiewerte absolut ungewöhnlich ist.

S&T AG: entsteht hier ein magisches Dreieck?

Während FACC weltweit präsent ist, von Sao Paulo bis Shanghai, ist S&T ein echter regionaler Champion. Mit Dienstleistungen und eigener Technologie rund um den digitalen Arbeitsplatz, industrielle IT, Datennetzwerke und Rechenzentren ist das Systemhaus vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee erfolgreich unterwegs. 2006 war S&T mit knapp 60 Mio. Euro Umsatz noch eine recht kleine Nummer. Die für nächstes Jahr angepeilte Milliarde würde eine Versiebzehnfachung bedeuten.

Dazu trägt auch die Übernahme der Kontrolle über Kontron, den strauchelnden ehemaligen Neue-Markt-Star und Spezialist für eingebettete IT, bei, die Ende 2016 in einem Dreiecks-Deal verkündet wurde. Denn gleichzeitig beteiligte sich die taiwanische Foxxconn-Tochter Ennoconn — strategischer Partner und seit Anfang 2016 Investor von Kontron — an S&T. Zusammen sehen sich die drei Partner in der Lage, bei den Themen „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“ ein gutes Stück vom Kuchen abzubekommen, denn jeder bringt entscheidendes Know-how ein.

Die Allianz will bereits im kommenden Jahr auf Umsätze im Bereich von insgesamt 2 Mrd. US-Dollar kommen und mit gezielten Maßnahmen die Profitabilität steigern. Als Teil des gewaltigen Foxxconn-Universums können sie von dessen Kostenvorteilen bei Einkauf und Fertigung profitieren.

Der Aktienkurs hat sich 2016 von Februar bis Anfang Oktober in etwa verdoppelt. Seither kam er ein gutes Stück von über 11 in den Bereich von 9 Euro zurück. Offenbar trauen die Anleger dem Braten noch nicht so ganz. Analysten von Kepler Cheuvreux haben jedoch im Januar gerade wegen des Einstiegs bei Kontron eine Kaufempfehlung herausgegeben. Die im TecDAX notierte S&T wird aktuell mit 437 Mio. Euro bewertet. Wenn die Wachstumsstrategie einigermaßen aufgeht, sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf dieser Basis bereits 2019 unter den Wert von 10 rutschen.

ams AG: mehr als ein Apple-Zulieferer?

Foxxconn ist ja bekanntlich auch ein wichtiger Partner von Apple (WKN:865985) und eben diese Apple ist ein Hauptkunde von ams (früher austriamicrosystems). Der Halbleiterhersteller aus Premstätten in der Steiermark liefert wichtige Komponenten für iPhones, darunter vor allem optische Sensoren.

Im Januar wurde die Übernahme von Heptagon abgeschlossen, wodurch sich ams die weltweite Marktführerschaft im Bereich optischer Sensorik absichert. Im Dezember wurde Incus Laboratories akquiriert. Damit ergänzen Audio-Chips zur Verbesserung der Tonqualität das Produktportfolio. Chips für den Nahfunk hat ams hingegen Mitte 2016 an STMicroelectronics verkauft, um sich ganz auf die erfolgreichsten Produktlinien fokussieren zu können.

Insgesamt sollten die Transaktionen dabei helfen, wieder neues Wachstum zu generieren. 2016 schrumpfte der Umsatz nämlich von 623 Mio. Euro im Vorjahr auf 550 Mio. Euro. Vor allem die schwache Nachfrage nach Smartphones und Tablets sowie kundenspezifische Effekte machten ams zu schaffen. Bei einer komfortablen Bruttomarge von 55 % sprang ein Nettoergebnis von immerhin noch 103 Mio. Euro heraus. Aber im laufenden Jahr scheint sich das Marktumfeld aufzuhellen.

Hinzu kommt, dass ams anstrebt, weiter in neue Anwendungsfelder vorzudringen. In industriellen, automobil- und medizintechnischen Feldern kann das Unternehmen bereits einige Erfolge vorweisen und jetzt soll auch die dritte Dimension erobert werden. Bei Themen wie der Virtuellen Realität oder dem Autonomen Fahren fühlt man sich stark genug, um auch gegen größere Gegner wie Infineon (WKN:623100) anzutreten.

Der Plan ist, zukünftig 30 % pro Jahr beim Umsatz zuzulegen. Schon 2019 würden dann 1,2 Mrd. Euro herausspringen. Gleichzeitig soll die operative Marge möglichst auf 30 % gesteigert werden. Das wären 360 Mio. Euro Gewinn. Passend dazu ist der Aktienkurs in den letzten 3 Monaten in Frankfurt von 25 auf über 40 Euro hochgeschossen, womit sich eine Marktkapitalisierung von etwa 3,5 Mrd. Euro ergibt.

Von wenig Beachtung kann man profitieren

Häufig ist es ja so, dass diejenigen Werte, die ständig im Mittelpunkt stehen, zwar hochliquide aber nicht gerade günstig sind. Liquidität ist jedoch nur für kurzfristig orientierte Anleger ein wichtiges Argument. Wir stöbern hingegen bevorzugt nach Unternehmen, die ausgezeichnete Zukunftsaussichten haben und deren Aktien uns billig erscheinen. Gerade in einem weniger beachteten Markt wie Österreich stehen die Chancen gut, auf solche Exemplare zu stoßen.

FACC, S&T und ams bedienen völlig unterschiedliche Endmärkte, aber sie eint die starke Ausrichtung nach China und interessante Wachstums-Stories. Jedes der Unternehmen hatte auch zwischenzeitlich Rücksetzer zu verkraften, die sich in den Aktienkursen ausgedrückt haben, aber mutigen Investoren auch Einstiegsgelegenheiten boten.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

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