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Im Banksektor bahnt sich Großes an

Foto: Pixabay

Einer der Hauptgründe, weswegen die Aktien von JPMorgan Chase (WKN:JPM39E), Bank of America (WKN:858388), Citigroup (WKN:A1H92V) und anderen Banken seit der Trump-Wahl einen Höhenflug hingelegt haben, ist die Hoffnung der Investoren auf eine Lockerung der regulatorischen Belastungen.

Sowohl während seiner Wahlkampftour als auch jetzt im Weißen Haus – vor kurzem per Executive Order – macht sich der Präsident für eine Abschaffung des Dodd-Frank Act stark. Trump will die „Regulierungen um 75% verringern“. Dies sind kühne Aussagen und sicherlich gute Nachrichten für Banker, die seit der Finanzkrise vor mehr als acht Jahren unter besonders straffen Regulierungen gelitten haben.

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Das Problem ist jedoch Folgendes: Um grundlegende Reformen umzusetzen, die zur Abschaffung des Dodd-Frank-Acts durch den Kongress notwendig sind, bräuchten die Republikaner 60 Stimmen im Senat. Bei einer derzeitigen Mehrheit von 52 zu 48 scheint dies jedoch unwahrscheinlich.

Deshalb hat Gary Cohn, Trumps Top-Wirtschaftsberater und ehemaliger Manager von Goldman Sachs, gesagt, dass die Regierung die gewünschten Änderungen durchführen wird, indem sie das oberste Personal der Regulierungsbehörden austauschen wird. Mit neuen Regulatoren, die weniger daran interessiert sind, striktere Regulierungen umzusetzen oder neue Gesetze zu verabschieden, kann diese Strategie dazu verwendet werden, gewünschte Ergebnisse ohne die Zustimmung des Kongresses zu erzielen.

Bildquelle: ISTOCK/THINKSTOCK.

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Jedoch können die obersten Aufseher der Regulierungsbehörden in der Regel nur bei groben Verstößen entlassen werden. Diese Regelung wird vor allem bei der Federal Reserve und dem Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) interessant. Die Vorsitzende der Federal Reserve Janet Yellen hat ihr Amt noch bis 2018 inne, während ihre 14-jährige Amtszeit im Rat der Gouverneure der Federal Reserve noch bis Ende 2024 andauert. Unterdessen ist auch Richard Cordray, Chef der CFPB, noch bis 2018 im Amt.

Es gibt jedoch auch andere Positionen, die Trump unbedingt neubesetzen muss, um seine Pläne umzusetzen – vor allem den stellvertretenden Vorsitzenden der Bankenaufsicht der Federal Reserve. Im Grunde genommen spielt diese Position für die Regulierung des Banksektors die wichtigste Rolle. Derzeit ist sie unbesetzt.

Darüberhinaus hat der Fed-Gouverneur Daniel Tarullo am Freitag seinen Rücktritt vermeldet. Seit der Finanzkrise gilt Tarullo als einer der schärfsten Banken-Kritiker. Er war in der Lage seine Einstellung politisch auszuleben, indem er Aufgaben des unbesetzten Vize-Vorsitzes der Bankenaufsicht übernahm.

Sein Rücktritt ist eine bedeutende Entwicklung, da dies Trump nicht nur erlaubt, jemanden zu ernennen, der eher im Interesse des Banksektors handelt, aber auch deswegen, weil Tarullo im Gouverneursrat der Federal Reserve drei leere Sitze hinterlässt.

Wenn Trump nun einige Widersacher von Regulierungen einsetzt, könnte dies einige Vorzüge für die größten Banken des Landes haben — insbesondere würden dann JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup profitieren.

Es könnte schon sehr bald niedrigere Kapitalauflagen geben, was die Rentabilität des Bank-Sektors deutlich anheben würde. Die oben genannten Banken könnten zu alter Stärke zurückfinden und Dividenden erhöhen und Aktien ohne regulatorische Hürden zurückkaufen. In den vergangenen Jahren haben Auflagen Bank of America und Citigroup mehr als jede andere Bank daran gehindert, Kapital an Aktionäre zurückzuführen. JP Morgan Chase ist es zwar erlaubt, seine Ausschüttungen jährlich zu erhöhen, aber vermutlich würde auch Chase ohne den ihr auferlegten Beschränkungen mehr Kapital ausschütten.

Genau aus diesen Gründen könnte Tarullos anstehender Abgang, der für April angesetzt ist, so entscheidend für den Banksektor werden.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Maxfield auf Englisch verfasst und am 11.2.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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