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Facebooks WhatsApp hat mittlerweile 1,2 Milliarden Nutzer – Zeit für Monetarisierung?

Quelle: Pixabay, arivera

Als Facebook (WKN:A1JWVX) 2014 WhatsApp gekauft hat, hat sich CEO Mark Zuckerberg auf eine Zahl festgelegt, ab wann er mit dem Kurznachrichtendienst Geld verdienen will: eine Milliarde Nutzer. Damals hatte WhatsApp noch 450 Millionen monatlich aktive Nutzer („monthly active users“, MAUs). Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, seit WhatsApp die zehnstellige Nutzerzahl geknackt hat. Anleger warten allerdings noch immer auf Signale, dass es mit dem Geldverdienen was wird.

Anfang des Monats, bei der Konferenz zu den Einnahmen im Q4, ließ Zuckerberg verlauten, dass man mittlerweile 1,2 Millarden Nutzer hätte, die insgesamt täglich 50 Milliarden Nachrichten verschicken. Also: Es ist langsam echt mal an der Zeit.

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Zuckerbergs Aussagen

Auf Fragen der Analysten sagte Zuckerberg, dass der Facebook-eigene Messenger und WhatsApp unterschiedliche Wertschöpfungsmöglichkeiten darstellen. WhatsApp ersetzt eher die herkömmliche SMS, wo man noch die Telefonnummer benötigt, während der Messenger eher ein Verknüpfungsservice ist, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Zuckerberg sagte, dass WhatsApp stark auf dem Telefon und seinem ursprünglichen Gedanken basiert, während der Messenger auf Freundschaften und Kontakten basiert. Der Messenger ist dazu gedacht, mit verschiedenen Arten von Inhalten zu kommunizieren, WhatsApp sei eine „klassischere“ Nutzererfahrung.

Facebook hat schon einmal ein paar Gedanken angeführt, wie man mit WhatsApp Geld verdienen könne, namentlich damit, dass Unternehmen Service und Support geben können, dass darüber letztlich gar Geschäfte abgewickelt werden. Das denkt Zuckerberg noch immer:

Wir haben damit ein bisschen rumgespielt, mit Anzeigen im Messenger und Unternehmensplattformen. Da gibt es jede Menge Flexibilität. Ich gehe davon aus, dass wir bei diesen Strategien stärker auf den Messenger als auf WhatsApp setzen werden. Aber wenn man Unternehmen die Möglichkeit gibt, WhatsApp zu nutzen und dort Transaktionen stattfinden lässt, dann wird das diese Plattform enorm bereichern.

Facebook hat oft bewiesen, dass sie Pläne umzusetzen wissen. Also: Es sollte mit der Monetarisierung bald losgehen.

Was mag das kosten?

Die mit WhatsApp verbundenen Kosten fangen an sich zu stapeln. Beispiel: Facebook erwartet, dass die aktienbasierten Kompensationen im Jahr 2017 zwischen 3,9 und 4,1 Milliarden US-Dollar liegen werden. Damit nehmen sie zwischen 40 und 50 % der Gesamtkosten ein. Davon sind 1,3 Milliarden Dollar mit Akquisen verbunden, laut CFO Dave Wehner „vor allem zu WhatsApp.“

Erinnern wir uns: Der Deal, der 22 Milliarden US-Dollar wert war, hatte einen riesigen Anteil an Equity. Insgesamt wurden 178 Millionen Aktien ausgegeben. Direkt nachdem der Deal im Oktober 2014 durchgegangen ist, ließ Facebook verlauten: „Wir stellen 46 Millionen Aktien an Mitarbeite von WhatsApp aus.“ Diese Aktien sollten die wichtigsten Mitarbeiter im Unternehmen halten, sie legen über die Zeit an Wert zu. Auch wenn aktienbasierte Kompensationen als Nicht-Cash-Kosten gewertet werden, bleibt die Rechnung am Ende doch beim Anleger, weil die Einnahmen verwässern.

Bei der Akquise von WhatsApp lebt Facebook noch immer von der Goodwill. Facebook gibt sich selber noch mehr Zeit, um den hohen Preis zu rechtfertigen: „Mit Stand 31. Dezember 2016 ist keine Änderung der Goodwill bekannt.“

Aber noch einmal: Es ist höchste Eisenbahn, WhatsApp zu monetarisieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 10.2.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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