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Dank der geglückten Integration von Visa Europe kann Visa ein weiteres starkes Quartal verbuchen

Bildquelle: Pixabay, multifacetedgirl

Visa (WKN:A0NC7B) hat seinen Aktionären bei der Verkündung der Quartalsergebnisse mal wieder einen Grund zum Feiern beschert. Die operativen Nettoumsätze erreichten fast 4,5 Milliarden US-Dollar, das bedeutet einen Anstieg um 25 % im Jahresvergleich. Der bereinigte Nettogewinn und der Gewinn pro Aktie erhöhten sich verglichen mit dem Vorjahr jeweils um 23 %. Andere Kennzahlen stiegen auch in die Höhe. Das gesamte Zahlungsvolumen erhöhte sich auf 1,8 Billionen US-Dollar, und stellt damit einen Anstieg um 39 % dar.

Wenn es so scheint, als wären diese Zahlen eines derart großen und bereits gereiften Unternehmens zu gut um wahr zu sein, dann dürfen wir nicht vergessen, dass Visa Europe ja immer noch integriert wird und dafür gesorgt hat, dass die Zahlen nun größer aussehen als sie sonst ausgesehen hätten. Sobald die Zahlen von Visa Europe bereinigt sind, sehen die Daten aber immer noch sehr robust aus. Zum Beispiel erhöhte sich das gesamte Zahlungsvolumen in den Vereinigten Staaten um gesunde 12,5 % auf 803 Milliarden US-Dollar – eine Statistik, die von der Integration nicht betroffen war. Das Transaktionswachstum von Visa Europe schaffte auf bereinigter Basis immer noch 13 %.

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Wenn wir einmal die Zahlen beiseite lassen, dann ist die Integration von Visa Europe aktuell der wichtigste Faktor. Das letzte Quartal enthielt jede Menge gute Neuigkeiten für die Aktionäre, alles andere ist aktuell aber nicht so wichtig.

Immer am Ball bleiben

In der Presseerklärung zu den Quartalszahlen sagte CEO Kelly, man bleibe auf die Integration von Visa Europe fokussiert, die sich gerade positiv entwickelt. Wenn man sich die Zahlen und den Ausblick des Managements ansieht, dann scheint alles im Plan zu liegen. Für das gesamte Steuerjahr 2017 erwartet das Unternehmen beim Gewinn pro Aktie immer noch ein Wachstum von 2 % bis 3 %, da das stärkere Geschäft von Visa Europe die negativen Währungseffekte ausgleicht.

Bildquelle: Visa Q1 2017 Quartalsbericht.

Bildquelle: Visa Q1 2017 Quartalsbericht.

Ursprünglich hatte Visa mit Gesamt-Integrationskosten von 450-500 Millionen US-Dollar für drei Jahre gerechnet. Auf die Frage, ob sich das geändert hätte, antwortete CFO Vasant Prabhu, dass das Unternehmen nicht nur erwarte, dieses Jahr nur 80 Millionen US-Dollar auszugeben, sondern dass man auch noch nicht bereit wäre, diesen Dreijahresausblick anzupassen.

Eine deutlich wichtigere Frage ist, ob Visa seine Bankkunden in Europa, die sehr viele Karten ausgeben, behalten kann, sobald Integration über die Bühne gegangen ist. In dieser Beziehung schien Kelly keine Probleme zu haben und konnten die Zweifel der Investoren während der Telefonkonferenz zerstreuen.

Kelly begann damit, dass er während der ersten paar Tage seines Jobs über 50 Kunden, Regierungsbeamte in neun Ländern und zwölf Zweigstellen von Visa besucht hatte. Während der Telefonkonferenz sprach er immer wieder davon, wie sehr man sich darauf konzentriere, sich mit den Kunden zu treffen, um sicherzustellen, dass Visa deren Bedürfnisse und Erwartungen erfülle.

Das scheint besonders dann zuzutreffen, wenn es sich um die Kunden von Visa Europe handelt. Mister Kelly drückte das wie folgt aus:

Wir haben Visa Europe zu einem Zeitpunkt gekauft, an dem es gerade gut für uns lief. Wie schon zu Anfangs erwähnt, konzentriere ich mich sehr auf die Kunden. Wir werden sehr hart mit jedem einzelnen unserer Kunden in Europa und auch auf der ganzen Welt arbeiten, aber wir haben auch sehr viele gute langfristige Geschäftsbeziehungen, auf die wir jetzt schon bauen können.

Es läuft gut

In einer seiner letzten Telefonkonferenzen gab der damalige Visa-CEO Charlie Scharf an, er würde sich sehr darüber freuen, wie viele Vertragsverlängerungen Visa in Europa gerade bekomme. In derselben Telefonkonferenz sprach er über Verträge mit mehrjähriger Laufzeit, die Visa zu dem Zeitpunkt mit Barclays PLC, Lloyd’s Banking Group PLC und Royal Bank of Scotland Group PLC unterzeichnet hatte. Die Tatsache, dass Kelly es hier Scharf gleich tut und die europäischen Kunden behalten möchte, ist eine sehr gute Entscheidung für die Zukunft von Visa.

Die Aktionäre konnten unter dem ehemaligen CEO Charlie Scharf jede Menge Kursgewinne genießen. Während seiner vierjährigen Amtszeit stieg die Aktie um etwa 115 %. Ein einziges Quartal hat natürlich nicht soviel Aussagekraft, aber der neue CEO Alfred Kelly Jr. hatte in den Ergebnissen des ersten Quartals jede Menge zu vermelden. Es ist nur natürlich, in Frage zu stellen, ob Visa auch unter Kelly sich weiterhin so gut entwickeln wird, aber wenn die soeben gemeldeten Quartalszahlen einen Anhaltspunkt dafür liefern sollen, dann ist das Unternehmen in guten Händen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Visa.

Dieser Artikel wurde von Matthew Cochrane auf Englisch verfasst und wurde am 11.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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