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Amazon wuchs im letzten Monat in den USA stärker als alle Konkurrenten zusammen

Amazon ist überall. Quelle: Pixabay-Nutzer geralt

Gut, jeder weiß mittlerweile, dass Amazon.com (WKN:906866) im Online-Handel eine Macht ist. Aber es ist nach wie vor erstaunlich, wie groß die Überlegenheit letztlich doch ist. Neue Daten von Slice Intelligence zeigen, dass Amazon im vergangenen Monat 53 % vom gesamten Wachstum der Branche für sich beanspruchen konnte.

Amazons Absätze in Nordamerika wuchsen 2016 25,2 %. Währenddessen hat das US Census Bureau festgestellt, dass in der Branche in den ersten drei Quartalen insgesamt 15,5 % zugelegt worden konnte.

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Anders gesagt: Trotz seiner schieren Größe konnte Amazon noch weiter im E-Commerce zulegen, und Wettbewerber wie Wal Mart (WKN:860853) haben Schwierigkeiten, das Tempo mitzugehen.

Es geht um 53 Milliarden Dollar

Zwar hat das US Census Bureau noch keine Schätzung für das Q4 2016 vorgelegt, doch kann man anhand der steten Wachstumszahlen der ersten drei Quartale sehen, dass es sich am Ende wohl um 53 Milliarden US-Dollar für Gesamt-2016 handeln dürfte. Da kommt der Großteil des Zuwachs im Handel in den USA vom E-Commerce. Im Jahr 2015 stammten 62 % des Gesamtwachstums aus den Online-Handel.

Vielleicht sind die Zahlen von Slice nicht ganz exakt, weil Amazon in Nordamerika „nur“ 16 Milliarden Dollar Wachstum geschafft hat. Dennoch greift sich das Unternehmen ohne Zweifel im großen Stil Marktanteile, lässt dabei die ganze Branche hinter sich.

Da der Online-Handel beim Wachstum in den USA so eine wichtige Rolle spielt, tut Amazons ständige Dominanz der Konkurrenz richtig weh. Im letzten Jahr konnten Amazons Absätze in den USA 25,2 % wachsen, Wal-Mart hingegen in den ersten drei Quartalen nur 3,3, %.

Im E-Commerce sah es bei Wal-Mart etwas besser aus, man konnte in den ersten drei Quartalen 7 %, 11,8 % und 20,6 % wachsen. Im dritten Quartal profitierte man von der Akquise von Jet.com. Trotzdem scheint es, als wäre Wal-Marts organischer Online-Handel vergleichsweise träge.

Wie genau schafft Amazon diese Dominanz?

Auch wenn man den Zahlen von Slice gegenüber ein bisschen skeptisch sein sollte, scheint doch klar, dass Amazon einen Großteil des Wachstums in den USA für sich beanspruchen konnte. Und zwar nicht nur im Online-Handel, sondern ganz allgemein.

Slice hat dafür ein paar Erklärungen:

Schnelle Lieferungen: Im Verlauf der letzten beiden Jahre fiel die Lieferdauer durchschnittlich 1,5 Tage – man bleibt Slice zufolge 2 Tage schneller als der durchschnittliche Konkurrent. Wal-Mart fing jüngst an, für 2 Millionen Artikel einen gratis Versand binnen 2 Tagen anzubieten – allerdings sind es bei Amazon immerhin ganze 50 Millionen Artikel, die im Prime-Sortiment sind.

Abonnements: Die Abo-Funktion erlaubt es Kunden, gewisse Produkte automatisch zu bestellen, und das ohne Versandgebühr und meistens noch billiger. Das ist schon ein triftiger Grund für viele.

Einfache Bestellung: Es ist kinderleicht, über den Dash-Button oder Amazon Echo Produkte zu bestellen. Einfache als sich eine Hose anzuziehen – die Hose, die ich bei Amazon bestellt habe.

Klar: Der größte Wachstumstreiber für Amazon ist in den USA das Prime-Programm. Prime führt zu extremer Loyalität seitens der Kunden. Wegen Prime gehen 55 % der Online-Kunden zuerst auf die Seite von Amazon – meist kommen sie erst gar nicht weiter. Und Prime sorgt auch dafür, dass Prime-Kunden meist mehr ausgeben.

Im letzten Jahr konnte Amazon „viele zehn Millionen“ Neu-Abonnenten dazugewinnen, hieß es im Q4-Bericht. Im Gegensatz aber zu den vergangenen beiden Jahren, wo man jeweils etwa 50 % Prime-Kunden zulegen konnte, verzichtete das Unternehmen diesmal auf eine genaue Wachstumsrate.

Grund: Vielleicht weil man in den USA mittlerweile an Wachstumsgrenzen stößt. Manchen Berichten zufolge ist wohl schon die Hälfte aller US-Haushalte Prime-Mitglieder. Auch bei sich verlangsamendem Wachstum dürfte Amazon weiter den Großteil des Handels in den USA für sich entscheiden.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Amazon.com.

Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 10.2.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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