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Was Amazon für die Läden in der realen Welt plant

Amazon (WKN:906866) hat beim Bau physischer Läden in der realen Welt bereits erste Erfahrungen gesammelt. Die Gerüchte von weiteren Plänen beinhalten alle möglichen Dinge, die das Unternehmen aber noch nicht verwirklicht hat. Wenn eine Einzelhandelskette gerade Probleme hat, dann tauchen jede Menge spekulative Geschichten darüber auf, dass Amazon die Kette kaufen könnte. Zusätzlich gab es aktuell in der New York Post eine Geschichte, in der behauptet wurde, Amazon würde Pläne für einen automatisierten, zweistöckigen Supermarkt schmieden, in dem nur drei Leute arbeiten würden.

Amazons CEO Jeff Bezos dementierte auf Twitter vehement, dass solche Pläne existieren würden: „Wer auch immer ihre anonymen Quellen dieser Geschichte sind … sie haben die falschen Medikamente genommen!“ Der CEO verfasste dann sogleich einen weiteren Tweet und widersprach damit der Vorstellung, dass sein Unternehmen herausgefunden habe, wie man Läden mit Robotern führen könne und wie das die üblichen Gewinnmargen eines Lebensmittelgeschäftes deutlich verbessern würde: „… wenn irgendjemand weiß, wie man 20 % Marge aus dem Lebensmittelbereich bekommt, ruft mich an! :)“

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Das war ein ziemlich starkes Dementi von Bezos, aber nur weil diese Geschichte nicht wahr ist, oder zumindest das Unternehmen glaubt, dass es nicht wahr ist, bedeutet das nicht, dass Amazon keine Pläne in diese Richtung hätte. Das Unternehmen hat sehr wohl solche Pläne und CFO Brian Olsavsky stellte diese bei der Telefonkonferenz zum vierten Quartal am 2. Februar vor.

Amazon bereitet sich vielleicht nicht gerade darauf vor, Läden von Robotern führen zu lassen, aber zumindest benutzt sie das Unternehmen in den Lagerhäusern. Bildquelle: Amazon.

Amazon bereitet sich vielleicht nicht gerade darauf vor, Läden von Robotern führen zu lassen, aber zumindest benutzt sie das Unternehmen in den Lagerhäusern. Bildquelle: Amazon.

Was plant Amazon im Einzelhandel?

Die Medien und die Öffentlichkeit scheinen zu erwarten, dass Amazon sein großes Debüt in naher Zukunft machen wird. Die kurzfristigen Pläne des Unternehmens bleiben aber bescheiden. Das Unternehmen hat aktuell einen Amazon-Go-Store. – das ist ein Lebensmittelgeschäft mit einer automatisierten Kasse. Olsavsky nannte dieses Geschäft, das sich in Seattle befindet, „sehr interessant“. Er merkte aber auch an, dass es aktuell das einzige dieser Sorte wäre. Olsavsky nannte diesen Laden einen Beta-Test und bestätigte, dass man das Konzept sehr vielversprechend fände. Von Expansionsplänen sprach er aber nicht.

Der CFO sagte, man könne von Amazon mehr reale Buchläden erwarten. Aber auch hier bleiben die Pläne des Unternehmens bescheiden. „Wir haben bisher drei solcher Läden: in Seattle, San Diego und Portland. Wir möchten fünf weitere dieses Jahr eröffnen“, sagte er. „Wir sind also immer noch in einer Phase, in der wir testen, lernen und besser werden – selbst bei den Buchläden.“

Olsavsky gab auch zu, dass Amazon sogenannte Pop-up-Stores getestet habe, wo man man Informationen über die Geräte und Dienste von Amazon einholen und diese kaufen kann. Darüber hinaus gibt es sogenannte College-Pickup-Points, wo man Online-Bestellungen abholen kann. Er deutete auch an, dass es eine Expansion dieses Campusformats geben werde, da sie seiner Meinung nach große Werte schaffen würden. Olsavsky wollte sich aber auf keine bestimmte Zahl festlegen. Der CFO widersprach auch nicht der Idee, weitere Formate herauszubringen, aber er machte klar, dass es erst einmal mit den Experimenten weitergehen würde.

Er sagte: „Es gibt also nicht viele Planungen, abgesehen davon, wo wir heute stehen und dass wir weitere Buchläden einweihen werden. Aber wir testen, wir suchen nach Innovationen und wir glauben, dass die Buchläden eine sehr gute Möglichkeit für die Kunden sind, um mit unseren Geräten zu interagieren, sie zu sehen, sie anzufassen, damit herumzuspielen und Fans zu werden. Daher sehen wir hier auch sehr große Werte.“

Amazon geht die Sache langsam an

Es ist leicht zu sehen, warum die Kunden von Amazon es gerne sehen würden, wenn es im ganzen Land Amazon-Stores geben würde. Andererseits ist es auch unschwer zu erkennen, warum das Online-Einzelhandelsunternehmen die Sache langsam angeht. Der größte Vorteil von Amazon bestand immer darin, keine zusätzlichen Kosten eines physischen Ladens zu haben. Zusätzliche Läden bedeuten zusätzliche Kosten und das ist ein Punkt, bei dem das Unternehmen schon immer sehr vorsichtig war.

Eines Tages wird es vielleicht tausende Amazon-Buchläden, -Supermärkte und vielleicht sogar auch Roboter-Läden geben. Dieser Tag steht aber noch nicht unmittelbar bevor. Das Unternehmen testet noch, und während das physische Portfolio ausgebaut wird, geschieht das derart langsam, dass es auf absehbare Zeit wahrscheinlich auch noch so weitergehen wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Daniel Kline auf Englisch verfasst und wurde am 08.02.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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