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Drei Dinge, die die Investoren von Goldcorp 2017 erwarten können

Foto: Pixabay, PublicDomainPictures

Goldcorp (WKN:890493) verkündete vor zwei Wochen den Verkauf der Minen Cerro Blanco und Los Filos. Seither hat das Unternehmen 2017 beträchtlich Fortschritte gemacht. Aber was plant es für den Rest des Jahres? Glücklicherweise hat das Management auf dem letzten Investorentag einige Einblicke gegeben.

Kostenreduzierungen

Obwohl das Unternehmen die Gewinne für das Steuerjahr 2016 noch nicht gemeldet hat, bestätigte das Management den Ausblick des dritten Quartalsberichtes für die nachhaltigen Gesamtkosten im Steuerjahr 2016 auf 850-925 US-Dollar pro Unze Gold. Sollten die Gesamtkosten in die Mitte dieses Bereiches fallen, dann wäre das verglichen mit den 893 US-Dollar pro Unze des Steuerjahres 2015 eine kleine Verbesserung. Nichtsdestotrotz wäre es zumindest eine Verbesserung – etwas, dass das Unternehmen permanent versucht. Im Steuerjahr 2013 meldete Goldcorp zum Beispiel nachhaltige Gesamtkosten in Höhe von 1008 US-Dollar pro Unze und konnte die Kosten seither jedes Jahr senken.

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Im kommenden Jahr erwartet das Management Kosten von 850 US-Dollar plus minus 5 % pro Unze Gold. Das wäre ein Bereich von 808 bis 893 US-Dollar. Diese Reduzierung wird teilweise von der Pueblo-Viejo-Mine stammen, die im Steuerjahr 2017 415.000 Unzen Gold produzieren soll. Das ist die produktivste Mine im Portfolio von Goldcorp und bietet nachhaltige Gesamtkosten von 530 US-Dollar pro Unze. Während der ersten neun Monate des Steuerjahres 2016 meldete die Mine sogar nachhaltige Gesamtkosten in Höhe von 488 US-Dollar pro Unze Gold.

Das Management sagte auf der Präsentation beim Investorentag, das langfristige Ziel wäre, die Kosten um weitere 20 % auf 700 US-Dollar bis 2021 zu senken.

Fortschritte bei den Projekten

In einem Versuch, den Nettovermögenswert pro Aktie durch Massenproduktion zu steigern, möchte das Management die Goldproduktion bis 2021 von 6 auf 8 Goldfelder erhöhen. Das wird teilweise durch eine Vergrößerung des Portfolios erreicht werden. Zu diesem Zweck werden 600 Millionen der 1,3 Milliarden US-Dollar Investitionsausgaben, die Goldcorp für 2017 erwartet, benutzt, um Projekte in der Pipeline des Unternehmens voranzubringen. Die Investoren können erwarten, dass sich 2017 zwei der wichtigsten Projekte weiterentwickeln werden: Coffee und Borden.

Die Borden-Mine befindet sich 100 Meilen westlich der Porcupine-Mine in Ontario, Kanada. Diese hat vor Kurzem die Explorationserlaubnis erhalten. Sollten die dortigen Nachforschungen erfolgreich sein, dann könnte die Mine bereits 2018 konstruiert werden und in Q3 2019 kommerziell Gold produzieren. Das Potenzial der Borden-Mine wird vom Management auf 12 % geschätzt. Damit ist es das Projekt, das am meisten Wachstum bietet.

Während die Entwicklung in Ontario weitergeht, wird sich das Unternehmen auch auf die Coffee- Mine im Yukon in Kanada konzentrieren. Aktuell laufen die ersten Studien, um die Genehmigungen einzuholen. Goldcorp erwartet, dass die Produktion dort im Q4 2020 beginnen soll. Für diese Mine werden nur 5 % der 600 Millionen US-Dollar Investitionsausgaben veranschlagt. Die Mine hat laut Management jedoch das Potenzial, eine große Operation zu werden.

Goldcorp widersetzt sich dem Trend

Während der Präsentation auf dem Investorentag sprach das Management zwei Trends an: einen Rückgang bei den Goldreserven in den vergangenen drei Jahren und einen erwarteten Rückgang bei der Goldproduktion in den nächsten fünf Jahren. Im Gegensatz zu den Konkurrenten erwartet Goldcorp aber, dass sich die eigenen Goldreserven und die eigene Goldproduktion in den nächsten fünf Jahren erhöhen werden. Damit möchte das Unternehmen im Steuerjahr 2017 beginnen.

Bildquelle: Goldcorp.

Bildquelle: Goldcorp.

Laut Management hatte Goldcorp im Juni 2016 42,3 Millionen Unzen an Goldreserven. Von diesem Punkt an erwartet das Unternehmen, die eigenen Reserven bis 2021 um etwa 20 % auf 50 Millionen Unzen zu erhöhen. Das Unternehmen gab zwar keinen Ausblick für die Größe der Reserven im Jahr 2017, die Investoren können aber erwarten, dass es in der Penasquito-Mine in Mexiko jede Menge Aktivität geben wird, um dieses Ziel zu erreichen.

Das Management schätzt, dass von den 700 Millionen US-Dollar Investitionsausgaben für die bestehenden Projekte Penasquito massive 41 % verschlingen wird. Das nächstgroße Projekt ist Cerro Negro, das 13 % der Investitionsausgaben erhält. Mit Gesamtkosten von 420 Millionen US-Dollar soll das Pyrite Leach Project das erste Gold in Q1 2019 produzieren. Das Management erwartet, dass das Projekt etwa 100.000 bis 140.000 Unzen zur jährlichen Goldproduktion in der Penasquito-Mine beitragen soll. Um hier mal etwas Kontext zu geben, Penasquito soll im Steuerjahr 2017 410.000 Unzen Gold produzieren.

In Bezug auf die gesamte Goldproduktion erwartet das Management im Steuerjahr 2017 2,5 Millionen Unzen. Bis 2021 soll die Produktion dann um 20 % steigen und 3 Millionen Unzen erreichen. Abgesehen von den bereits erwähnten Minen Borden, Coffee und dem Pyrite Leach Project, erwartet das Unternehmen auch noch eine erhöhte Produktion bei anderen Projekten. Zum Beispiel hat die Eleonore-Mine 274.000 Unzen im Steuerjahr 2016 produziert. Das Management erwartet, dass sich die Produktion auf 315.000 Unzen im Steuerjahr 2017 erhöhen soll. Die Cerro-Negro-Mine produzierte 363.000 Goldunzen im Steuerjahr 2016, soll 2017 aber 410.000 Unzen erreichen.

Foolishes Fazit

Nahezulegen, dass Goldcorp etwas erreichen könnte, was nur wenige Konkurrenten schaffen, nämlich die Goldreserven und die Produktion zu erhöhen, zeigt, wie optimistisch das Management doch ist. Hohe Ziele wurden zwar ausgegeben, diese müssen aber erst noch umgesetzt werden. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Zu unserem Glück hat das Management aber viele Zahlen angegeben, anhand derer wir den Fortschritt mitverfolgen können.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und wurde am 31.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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