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Aktien im Rückblick: Infineon und Siemens erhöhen Prognosen, Deutsche Bank meldet Milliardenverlust

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In der vergangenen Woche bestimmten negative Einschätzungen des (wirtschafts)politischen Kurses von Donald Trump das Geschehen am deutschen Aktienmarkt. Der DAX musste am letzten Handelstag des Januars den bisher größten prozentualen Verlust des Jahres 2017 verkraften. Auf Monatssicht verbleibt immerhin ein Anstieg um 0,5 %.

Neben zahlreichen Trump-Tweets fanden auch Unternehmenszahlen Beachtung. Zwei DAX-Konzerne erfreuten die Anleger mit guten Ergebnissen …

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Was war an der Börse los?

Zum Wochenbeginn hatten sich die Frankfurter Börsianer positive Vorgaben erhofft. Allerdings vergeblich: Der neue US-Präsident Donald Trump hatte durch eifriges Telefonieren, Twittern und Dekretieren weltweit für miese Stimmung bei Spitzenpolitikern, Wirtschaftslenkern und Normalbürgern gesorgt. Kein Wunder also, dass der DAX (WKN: 846900) am Montag 1,1 % abgab und auf 11.682 Punkte rutschte.

Stärker bergab ging es bei der Allianz (WKN:840400). Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, der Versicherungsriese wolle in Australien auf Einkaufstour gehen und führe deshalb informelle Gespräche über die Übernahme des Mitbewerbers QBE. Der Münchener Konzern erklärte dazu, dass man sich zu Marktgerüchten grundsätzlich nicht äußere. Die Australier ließen verlauten, dass es keine konkreten Fusionsgespräche gebe. Die Parkettakteure dachten sich ihren Teil und schickten die Allianz-Aktie mit einem Abschlag von 1,7 % in den Börsenkeller.

Am Dienstag entfernte der deutsche Leitindex sich weiter von der 11.800er-Marke, die er sich in der Vorwoche noch von oben angeschaut hatte. Beim XETRA-Schluss zeigte der DAX beim Stand von 11.535 Zählern ein Minus von 1,3 %. Marktbeobachter begründeten die Fortsetzung der Talfahrt mit dem gegen über dem US-Dollar deutlich gestiegenen Euro. Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass der Wechselkurs durch Aussagen eines Trump-Beraters nach oben getrieben worden war. Dieser hatte behauptet, Deutschland nutze die stark unterbewertete europäische Gemeinschaftswährung aus.

Ohne Trump-Schaden schloss die Aktie der Deutschen Börse (WKN:A2AA25), die vom positiven Kommentar eines französischen Analysten profitierte und sich mit einem Plus von 1,7 % an die DAX-Spitze setzte. Am unteren Ende der Standardwerte-Tabelle landeten die Anteilscheine des Sportausrüsters adidas (WKN:A1EWWW), die sich nach schlechten Quartalszahlen des US-Konkurrenten Under Armour um mehr als 3 % verbilligten.

Am Mittwoch rückten zur Abwechslung einmal Wirtschaftsdaten ins Blickfeld. Der US-Arbeitsmarktdienstleister ADP meldete eine stärker als erwartet angestiegene Beschäftigtenzahl im US-Privatsektor. Das werteten Marktbeobachter als gutes Vorzeichen für den am Freitag erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Die Folge: Die Frankfurter Börsianer konnten sich über eine kleine Zwischenerholung freuen. Der DAX verbesserte sich um 1,1 % auf 11.660 Punkte.

Die im Blue-Chip-Index stark gewichtete Aktie des Tagessiegers Siemens (WKN:723610) leistete einen großen Beitrag zu diesem Zwischenhoch. Die Papiere als des Elektrokonzerns legten 5,6 % zu, nachdem dieser bei der Vorlage von Quartalszahlen sein Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2016/17 angehoben hatte.

Auch am Donnerstag, an dem der DAX um 0,3% auf 11.628 Punkte zurückging, sorgten Unternehmensmeldungen für deutliche Kursbewegungen. Die größte Steigerung im DAX verbuchten die Anteilscheine von Infineon (WKN:623100), deren Preis um mehr als 2 % anzog. Der Halbleiterhersteller hatte vor Börsenbeginn nicht nur ein gutes Vierteljahresergebnis abgeliefert, sondern auch seine Gewinnprognose fürs Gesamtjahr angehoben.

Von einem positiven Unternehmensergebnis konnten die Anteilseigner der Deutschen Bank (WKN:514000) nur träumen. Nicht zuletzt wegen teurer Rechtsstreitigkeiten meldete das Institut einen Jahresverlust in Milliardenhöhe, der schlechter als erwartet ausfiel . Mit einem dicken Minus von 5 % landeten die Papiere des einstmals vornehmen Geldhauses ganz unten in der DAX-Tabelle.

Im MDAX (WKN:846741) fiel die Aktie von Salzgitter (WKN:620200) mit einem Anstieg von 4 % auf. Eine US-Investmentbank hatte den Titel unter Verweis auf gute Kurschancen bei europäischen Stahlwerten zum Kauf empfohlen.

Am Freitag warteten die Börsianer gespannt auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes. Bis 14:20 Uhr fiel das deutsche Kursbarometer um 0,3 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (06.02.) liefern die deutschen Statistiker Zahlen zu den Auftragseingängen bei der Industrie im Dezember. Die Europäische Zentralbank (EZB) legt ihren Monatsbericht für Januar vor. Der Sentix-Konjunkturindex für Februar wird veröffentlicht.

Am Dienstag (07.02.) gibt der Rückversicherer Munich Re (WKN:843002) sein Jahresergebnis bekannt. In den Vereinigten Staaten legen u. a. General Motors und Walt Disney Quartalszahlen vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Under Armour (C Shares) und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Aktien von General Motors.

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