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Wie sehr kann die Sparte Dienste das Gewinnwachstum von Apple erhöhen?

Im letzten Jahr ist schon viel über die Sparte Dienste von Apple (WKN:865985) geschrieben und gesagt worden. Als klar war, dass Apple Probleme damit haben würde, die Umsätze des iPhones nach dem außerordentlichen Erfolg des iPhone 6 zu erhöhen, kommentierte CEO Tim Cook, dass ein wachsender Anteil der Umsätze des Unternehmens direkt durch die bestehende Basis erhöht würde. Damit ist der Verkauf von Apps, Content, der iCloud, AppleCare und andere Dienste von Apple gemeint. Diese werden in Zukunft einen großen Teil des Umsatzwachstums ausmachen.

Um eines klar zu machen, Apple ist immer noch ein Hardware-Unternehmen. Die Sparte Dienste macht nur 11 % der Gesamtumsätze im Steuerjahr 2016 aus. Im Vergleich dazu ist das iPhone für 63 % der Umsätze verantwortlich. Aber die Umsätze der Sparte Dienste wuchsen im letzten Jahr um 22 % und damit schneller als jedes andere Segment.

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Da das Umsatzwachstum im Bereich Hardware auf sich warten lässt, werden sich die Investoren vielleicht fragen, ob die wachsenden Umsätze aus der Sparte Dienste genug sind, um den Gewinn von Apple entsprechend zu erhöhen.

Es geht um die Gewinnmargen

Trotz des relativ kleinen Umfangs generiert die Sparte Dienste höhere Margen als die Sparte Hardware. Das passiert bei Software, mit der höhere Margen erzielt werden können, sobald das Produkt häufig genug verkauft wird. Wenige Unternehmen sind so groß wie Apple; das Unternehmen hat über eine Milliarde Geräte im Umlauf.

Die Umsätze des App Store haben laut Schätzungen des Analysten Ben Schachter von Macquarie eine Bruttomarge von etwa 90 %. Er schätzt, dass die übrigen Dienste von Apple eine Bruttomarge von 65 % haben. Das bedeutet, dass die Umsätze der Sparte Dienste eine Bruttomarge haben, die zweimal so hoch ist wie die der Sparte Hardware.

Der App Store, der auch die höchsten Margen bei Apple bietet, ist einer der am schnellsten wachsenden Unternehmensteile. Im letzten Jahr stiegen die Umsätze im App Store um über 33 %. Schachter erwartet, dass das Wachstum in den nächsten fünf Jahren im Durchschnitt bei 28 % liegen soll, während die Dienste außerhalb des App Stores jährlich nur um 10 % wachsen werden.

Bildquelle: Apple.

Bildquelle: Apple.

Wie all das die Bruttogewinne von Apple beeinflusst

Selbst wenn die Hardware-Umsätze flach bleiben, wird es Apple nicht davon abhalten, seine Basis zu erweitern. Wie Cook schon in der Telefonkonferenz zum ersten Quartal erwähnte: “Aufgrund des dauerhaften Wertes des Gerätes wird es wahrscheinlich an jemand anderen weiterverschenkt oder -verkauft, der das Gerät genauso oft benutzen wird.“ Mit anderen Worten, selbst wenn Apple nicht noch mehr Geräte direkt an die Kunden verkaufen kann, wächst die Nutzerbasis durch Drittverkäufe oder Geschenke.

Eine wachsende Nutzerbasis zusammen mit wachsenden Umsätzen pro Gerät sollte das Umsatzwachstum in diesem Segment auf Jahre hin erhöhen.

Jeder Dollar, der in der Sparte Dienste verdient wird, trägt auch die doppelte Bruttomarge als der Dollar, den Apple mit Hardware verdient. Selbst wenn die Sparte Dienste aktuell noch ein relativ kleines Geschäft ist, so ist es doch doppelt so viel wert. Diese Sparte wird 2016 etwa 21 % zu den Bruttogewinnen beitragen. Diese Zahl wird sich weiter erhöhen, wenn mehr vom Umsatzwachstum von Apple aus der Sparte Dienste kommt.

Eine Erhöhung um 20 % im Bereich Dienste im Steuerjahr 2017 würde etwa einen Anstieg um 4 % beim Bruttogewinn des Unternehmens zur Folge haben. Gleichzeitig wäre das eine Erhöhung der Bruttomasse um 70 Basispunkte, wenn sich an der Gleichung sonst nichts ändert. Aufgrund der Größe von Apple ist das schon ein ziemlich bedeutendes Wachstum. Schachter schätzt, dass sich die Bruttomarge von Apple in den nächsten fünf Jahren um 400 Basispunkte erhöhen wird.

Eine Expansion der Bruttomarge, zusammen mit moderatem Umsatzwachstum und Aktienrückkäufen, sollte den Gewinn pro Aktie weiterhin stetig erhöhen. Die Analysten erwarten in den nächsten fünf Jahren ein Gewinnwachstum pro Aktie von 13,8 %, aber es könnte sogar noch mehr Potenzial geben. Das hängt allerdings davon ab, wie sehr die Margen steigen. Da die Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 14,4 gehandelt werden, könnten sie immer noch unterbewertet sein, wenn Apple die Hardware-Umsätze beibehalten und die Umsätze im Bereiche Dienste wie erwartet erhöhen kann.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 30.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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