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3 Dinge, die man über den Tech-Sektor wissen muss

Quelle: Pixabay Nutzer StartupStockPhotos

Im Jahr 2016 war die Tech-Branche der Sektor am Markt, der am besten performt hat. Wenn man bedenkt, welchen Einfluss diese Branche auf das tägliche Leben hat, dann kann man sich vorstellen, dass sie nach wie vor eine attraktive Möglichkeit für Anleger darstellt, die auf Wachstum schielen. Im Tech-Biz geht es schnell zu, darüber hinaus tobt eine starke Konkurrenzsituation, deswegen gelangen die Unternehmen dort immer wieder unter Druck, dessen Ausgang die Zukunft entscheidend mitbestimmt. Das gilt auch und gerade für Unternehmen wie Skyworks Solutions (WKN:857760), Qualcomm und Alphabet (WKN:A14Y6H). In den vergangenen beiden Jahrzehnten war es eine relativ sichere Nummer, in die Breite zu investieren, allerdings gilt gerade jetzt für Neulinge wie auch für erfahrene Anleger, dass man immer am Puls der Zeit bleiben und neue Entwicklungen genau verfolgen sollte.

Darum haben wir hier ein paar Elemente zusammengestellt, die eine wichtige Auswirkung auf die Tech-Branche haben dürften. Dazu haben wir drei Autoren von Fool zu ihrer Einschätzung und Meinung befragt.

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Profitmargen zählen. Und zwar sehr

Brian Feroldi: Wenn man in den Tech-Sektor investieren will, muss man bedenken, dass die Konkurrenzsituation höllisch ist. Diese Tatsache sorgt dafür, dass es Unternehmen schwer fällt, ihre Profitmargen längere Zeit zu halten. Das kann für Investoren schlimm werden.

Als Studie bietet sich dazu sehr schön ein Vergleich der Langzeitresultate der beiden führenden Hersteller von Halbleiter-Chips an, Advanced Micro Devices (WKN:863186) und Skywork Solutions. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat AMD Probleme gehabt, Kunden davon zu überzeugen, dass ihre Chips den Aufpreis gegenüber der Konkurrenz wert sind. Und das hat zu einem Rückgang der Profitmarge geführt. Gleichzeitig hat sich Skyworks darauf konzentriert, Spezial-Chips herzustellen, die man in Mobilgeräten verwendet. Das wiederum führte zu einem Anstieg der Profitmarge.

Daten von YCharts

Daten von YCharts

Dass AMD seine Marge nicht halten konnte, hat sich auf die Aktie negativ ausgewirkt. Skyworks hingegen stellte sich als top Anlage heraus.

Daten von YCharts

Das Fazit? Bevor du Aktien kaufst, solltest du dir die Frage stellen, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, die Marge aufrecht zu erhalten. Auch langfristig. Wenn die Antwort „nein“ lautet, dann solltest du die Finger davon lassen.

Konsolidierung mischt die Karten neu

Keith Noonan: Die Tech-Branche macht gerade eine große Phase der Konsolidierung durch. Denn die Unternehmen versuchen derzeit, dass sie schnell in interessanten Märkten wie dem Internet der Dinge große Präsenz zeigen können und wuchtige Plattformen schaffen, auf denen Nutzer gerne zuhause sind. So hat man im Jahr 2016 einen großen Schub in Sachen Akquisitionen gesehen, und zwar in den Bereichen Hardware, Software und Diensten. Der größte Kauf des Jahres waren die 47 Milliarden Dollar, die Qualcomm für NXP Semiconductors auf den Tisch gelegt haben. Damit haben sie ihre Position in Sachen Connected Cars verbessern und stärken können. Auch Intel ist auf Einkaufstour gegangen, um seine Wettbewerbsfähigkeit bei Fahrzeug-Chips und –Diensten zu verbessern. Unternehmen, die im Bereich Internet der Dinge weit vorne sind, werden Übernahmekandidaten, für das Jahr 2017 darf man weitere Käufe von Unternehmen erwarten, die bei Connectivity und Datenanalyse eine Rolle spielen.

Einige der Großen in der Tech-Branche kaufen allerdings auch Unternehmen außerhalb der Branche auf. Für viele sind Entertainment-Unternehmen interessant. Während Facebook (WKN:A1JWVX) und Google das Anzeigengeschäft auseinandernehmen, versuchen es andere über den Content. So hat Comcast DreamWorks Animation übernommen, AT&T wollte für 85,4 Milliarden Dollar Time Warner übernehmen. Da allerdings ist das Kartellamt noch am prüfen. Allerdings sind die Marktmacht von Facebook und Google sowie der insgesamte Drang zur Konsolidierung keine schlechten Voraussetzungen für einen Merger.

Es ist keine einfache Strategie Aktien eines Unternehmens zu kaufen, weil man hofft, dass es übernommen werden wird. Allerdings ist in Sachen Übernahmen gerade jede Menge Bewegung, und es dürfte auch vorerst so weiter gehen, setzt die ganze Branche doch auf Konsolidierung.

Die besten Mitarbeiter werden entscheidend sein

Brian Stoffel: Derzeit ist wohl keine Fähigkeit so begehrt wie die, Tech-Produkte coden, denken und designen zu können. Vor allem wenn es darum geht, nutzerfreundliche Oberflächen zu erschaffen. Zwischen Tech-Nerds, die einfach wissen, wie man es macht, und uns normalsterblichen Endverbrauchern klafft eine riesige Spalte. Wenn man also ein Team von Menschen hat, die ein sehr komplexes System nehmen und dieses vereinfachen und nutzbar machen können, dann kann dieser ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz in der Tech-Branche sein.

Deswegen ist es so wichtig, herausragende Mitarbeiter anzuwerben – und zu behalten. So lässt sich auch vielleicht erklären, warum Unternehmen wie Twitter (WKN:A1W6XZ) im vergangenen Jahr 415 Millionen Dollar an Cashflow reinholen können und 380 Millionen Verlust machen. Ein großer Teil dieser Differenz kommt von großen Anteilsboni, die man Mitarbeitern zahlt.

Zu diesem Zweck schaue ich gerne mal Bewertungen auf Glassdoor.com oder Kununu an, um zu sehen, wie Mitarbeiter ihre Arbeitgeber bewerten. Unternehmen wie Facebook schneiden da sehr gut ab, bekommen 4,5 von 5 Punkte. Es ist natürlich mehr als hilfreich, wenn Unternehmen begreifen, was die Mitarbeiter erwarten.

Hier ist ein Auszug aus einem Bericht von Google. Darin sagt das Management:

Finanzielle Anreize sind weniger wichtig als Karrierewachstum, Arbeitsumfeld und spannende Chancen. Wir setzen darauf, hochmotivierte und teamplayfähige Mitarbeiter zu finden, die Innovation und Fortschritt vorantreiben wollen.

Diese Art von Philosophie kann dafür sorgen, dass Tech-Unternehmen für Jahrzehnte für Wohlstand sorgen. Und danach sollte man als Anleger Ausschau halten.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A und C), Facebook, Qualcomm, Skyworks Solutions und Twitter.

Dieser Artikel erschien am 23.1.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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