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Warum ich dieses Jahr jeden ausgegebenen Betrag aufschreiben werde

Quelle: Pixabay, StevePB

Da ist es, das große Wort mit „B“ am Anfang – Budget!

Das Wort allein sorgt bei vielen schon für Augenrollen. Vielleicht denkst du, dass du über so einer Maßnahme stehst, weil du genau weißt, wohin dein Geld fließt (falsch, weißt du nicht).Vielleicht hast du auch einfach nur Angst, dass du rausfindest, wofür genau du deine Euros ausgibst (solltest du aber nicht haben). Oder aber du stehst einfach nicht so sehr auf Haushaltskalkulationen wie ich. Aber, wie der Nike-Gründer Phil Knight sagen würde: Just do it!

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Das Problem dabei ist ja, dass die meisten das Pferd von hinten aufzäumen. Die meisten versuchen herauszubekommen, wie viel Geld sie für gewisse Dinge ausgeben werden, eben bevor sie es tatsächlich tun. Und dann sind sie enttäuscht, wenn sich ihre Erwartungen nicht mit der Realität decken.

Wenn man das ganze aber mal umdreht – also die Ausgaben beobachtet und dann erst sich ein Budget setzt –, ist es viel einfacher, seine Prioritäten zu verstehen und sein Kaufverhalten zu ändern. Letztlich belohnt einen sogar das Finanzamt für diesen Schritt.

Der erste Schritt

Bevor man sich Grenzen für monatliche Ausgaben setzt, muss man wissen, wie und wofür man sein Geld ausgibt. Und das schafft man nur, indem man akribisch jede Ausgabe niederschreibt.

Und wenn ich sage alles, dann meine ich das auch. Jeden Moment, in dem du das Portmonnaie zückst oder eine Rechnung bezahlst. Notier dir das, versuch, eine Rechnung oder einen Beleg zu bekommen. Ganz egal wie klein der Betrag ist. 2 Euro für Kaffee, 80 Euro für den Einkauf, den Euro, den du dem Obdachlosen in der Bahn gegeben hast, die 120 Euro Versicherung, die 50 Cent Trinkgeld – alles, alles, alles.

Die wohl mit am wichtigsten Ausgaben sind jene, die du nicht regelmäßig tätigst. Die meisten Leute haben Autoreparatur, Geburtstagsgeschenke und andere kleine Dinge einfach nicht auf dem Zettel. Wenn man sich im Klaren darüber ist, wie viel man dafür ausgibt, selbst wenn man nur ein paar Monate lang sich beobachtet, kann das schnell dazu führen, dass man ein ganz anderes Verständnis dafür bekommt, wie groß diese kleinen Ausgaben doch sind und sich summieren.

Am besten von Hand

Ich finde automatisierte Abläufe ja ziemlich prima, aber bei der Ausgabenverwaltung finde ich, dass nichts über das händische Aufschreiben geht. Das Ziel ist ja, dass man genau sieht wohin das Geld geht. Automatisierung sichert ja, dass man eben nichts davon mitbekommt. Wer jeden Betrag von Hand aufschreibt, ist gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen.

Da ist es dann auch egal, welche Methode du anwendest. Ein kleines Notizheft, oder alles gleich in Excel, eine App oder was auch immer. Das wichtige ist nur, dass du immer jeden Kauf einträgst.

Ich persönlich nutze eine einfache Excel-Tabelle mit wenigen Spalten. Datum, Betrag, Steuer, Art (Kategorie), Unterkategorie (falls man es ganz genau wissen will). Die Hypothek auf meinem Haus beispielswiese, die am Monatsersten fällig wird, beträgt 1.145,80 Dollar, die ich dann in die Kategorie „Zuhause“ und Unterkategorie „Hypothek“ eintrage. (Selbst wenn der Betrag automatisch eingezogen wird, trage ich ihn ein.)

Für die Werte jeder Kategorie nutze ich fix die SUMIF-Funktion, um sie zusammen zu addieren. So muss ich es nicht erst am Ende des Monats machen. Wenn du die Beträge in einzelnen Kategorien addierst, kann dich das noch stärker auf dein Kaufverhalten hinweisen.

Falls du Angst hast, dass dich diese händische Variante zu viel Zeit kostet, keine Sorge: Es dauert etwa eine Minute, wenn ich am Abend die neuen Beträge einfließen lasse. Vielleicht nicht die schönste Minute des Tages, aber sicherlich eine sinnvolle. Trick: Wer damit weniger Zeit verbringen will, sollte einfach weniger ausgeben. Ha!

Werte deine Ausgaben aus

Sobald du dir bewusst darüber bist, wie du dein Geld ausgibst, kannst du auswerten, ob du dein Verhalten ändern solltest – oder ob du eigentlich ganz zufrieden mit dir bist.

Oft ist es sehr einfach zu sehen, wo etwas im Argen liegt. Wenn du im vergangenen Monat 200 Euro in Bars gelassen hast, dabei aber eigentlich gar nicht so oft weggehen wolltest, dann schlag deinen Freunden doch mal andere nette Sachen zum Zeitvertreib vor. Wenn du 50 Euro im Monat für Gemüse ausgibst, das du am Ende doch halb verfault aus dem Kühlschrank holst, solltest du öfter kochen.

Andere Sachen sind vielleicht nicht ganz so einfach zu erkennen. Ich persönlich habe mir vorgenommen, dass ich meine Stromkosten runterfahren will. Obwohl der November recht warm war, war die Rechnung am Ende höher als im Vorjahr. Das hätte ich nie gemerkt, wenn ich nicht alles aufgeschrieben und kontrolliert hätte.

Vielleicht willst du ja manche Ausgaben auch komplett streichen, zumindest stark zurückfahren. Früher habe ich 25 Euro für Kaffee in Coffee Shops ausgegeben, mittlerweile sind das nur noch 10 Euro – ich koche einfach selber Kaffee zuhause.

Gleichzeitig willst du vielleicht mehr für Sachen ausgeben, die dir wichtig sind. Die 15 Euro, die ich beim Kaffee spare, kann ich in ein schönes Abendessen mit meiner Freundin einfließen lassen. Das kommt dabei rum, wenn man auf seine Ausgaben achtgibt. Man kann sich ein Budget erstellen, das man letztlich sehr gerne befolgt.

Hol dir Geld zurück

Am Anfang habe ich ja mal kurz gesagt, dass du dir für alles eine Quittung geben lassen solltest, erinnerst du dich? Das kann nämlich bei der Steuererklärung echt wichtig sein.

Die Ersparnisse, die du dabei reinholst, kommen natürlich auf deine Steuerklasse an und darauf, wie viel Mehrwertsteuer du gezahlt hast.

Ich behalte alle meine Quittungen und Belege in einer App namens Evernote auf. Damit kann ich sie scannen und speichern. Ich vermerke außerdem die Mehrwertsteuer in meiner Excel-Tabelle und kann sie damit monatlich zusammen addieren.

Wenn du nächstes Mal also wieder denkst, dass diese ganze Mühe es nicht wert ist, dann hab mal im Hinterkopf, dass dich das Finanzamt sogar dafür belohnt. Ganz abgesehen davon, dass du in den Genuss noch ganz anderer Vorzüge kommst, wenn du einfach mal im Kopf hast, wohin dein Geld fließt.

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Dieser Artikel von Adam Levy erschien am 21.1.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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