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8 Tipps für das Dividenden-Investieren, die Tausende Euros einbringen könnten

Foto: Pixabay, Gaertringen

Dividendenaktien sind nicht so aufregend wie Wachstumsaktien, aber wenn man sie kauft und hält, können sie geduldigen Investoren riesige Renditen generieren. Da der Markt aber in der Nähe eines historischen Hochs liegt und die Zinsen wieder steigen sollen, sollten die Einkommensinvestoren sehr wählerisch bei der Auswahl ihrer Dividendenaktien sein. Hier sind acht einfache Tipps, die dir helfen können, die idealen Aktien für dein Portfolio zu finden.

1. Kauf nicht einfach hohe Renditen

Es ist schön eine hohe Rendite zu haben, sie aber um jeden Preis zu suchen, kann dazu führen, dass du Dinge übersiehst. Diese Dinge könnten z. B. eine Aussetzung oder eine Kürzung der Dividende sein. Du könntest auch in Unternehmen investieren, von denen du keine Ahnung hast oder die in unbekannten Sektoren arbeiten, und das führt mich gleich zu meinem nächsten Punkt …

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2. Investiere nicht in Sektoren, die du nicht verstehst

Meine schlimmste Investition im letzten Jahr war das Überseecontainer-Unternehmen Textainer (WKN:A0M49J). Ich wurde von der niedrigen Bewertung und der hohen Dividendenrendite angelockt, diese betrug damals nämlich über 6 %. Ich hatte allerdings nicht die Zyklen im Markt für Überseecontainer in Betracht gezogen und wurde daher kalt erwischt, als es einen brutalen Einbruch in diesem Bereich gab. Immerhin gibt es eine Überversorgung an Containern auf dem Markt, der Stahl ist billig und das Wirtschaftswachstum in China hat sich verlangsamt. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Textainer seine Dividende zweimal gesenkt hat. Abgesehen davon ist auch noch die Aktie eingebrochen.

3. Sieh dir zuerst die Auszahlungsquoten an

Anstatt einfach nur auf die Rendite einer Aktie zu schauen, sollte man sich als Investor die Dividende als Prozentzahl der Gewinne und als Prozentzahl des freien Cashflows ansehen. Damit kann man bestimmen, ob die Auszahlung nachhaltig ist. Der Casino-Riese Las Vegas Sands (WKN:A0B8S2) gab in den letzten 12 Monaten 137 % seiner Gewinne und 126 % seines freien Cashflows für die Dividende aus. Das deutet an, dass die Rendite von 5,1 % in naher Zukunft gekürzt werden muss.

4. Vergleiche die Bewertungen mit den Konkurrenten

Viele Dividendenaktien sind in den letzten Jahren stark gestiegen, da die Zinsen recht niedrig und damit Anleihen weniger attraktiv waren. Da die Zinsen und die Renditen von Anleihen jetzt wieder steigen werden, werden viele Investoren ihre Einkommensaktien – besonders diejenigen mit hohen Bewertungen – gegen Anleihen eintauschen. Der Tabakriese Altria (WKN:200417) war eine beliebte, sichere Aktie in diesem Markt, die jetzt allerdings mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26 gehandelt wird. Und das ist deutlich höher als der Industriedurchschnitt von 21.

5. Suche nach stetigen Gewinnen und einem wachsenden freien Cashflow

Wenn ein Unternehmen konsequent diese beiden Kennzahlen erhöhen kann, dann kann es auch konsequent die Dividende erhöhen. Wenn aber beide ins Bodenlose fallen, könnte eine Dividendenkürzung bevorstehen. Las Vegas Sands hat z. B. in den letzten 12 Monaten 2,9 Milliarden US-Dollar in Dividenden bezahlt. Vergleiche diese Zahl mal mit den Nettoeinnahmen und dem Wachstum des freien Cashflows der letzten drei Jahre, dann wirst du sehen, wie unzuverlässig diese Dividende doch ist.

Quelle: YCHARTS.

Quelle: YCHARTS.

6. Sieh dir die vergangenen Dividendenerhöhungen an

Unternehmen, die ihre Aktie als Einkommensinvestitionen positionieren wollen, werden ihre Dividenden jedes Jahr erhöhen. Diejenigen Unternehmen, die das seit mehr als 25 Jahren machen, werden in den erlauchten Kreis der „Dividendenaristokraten“ aufgenommen. Dazu gehört auch AT&T (WKN:A0HL9Z). Das Unternehmen hat seine Dividende seit 30 Jahren jedes Jahr erhöht. Diese Unternehmen werden ihre Dividenden wahrscheinlich nicht aussetzen oder kürzen, selbst auf dem Tiefpunkt einer weltweiten Rezession nicht.

7. Reinvestiere deine Dividenden mit einem Dividenden-Reinvestierungsplan

Investoren, die ihr Dividendeneinkommen nicht direkt ausgeben müssen, sollten ihre Aktien beim Dividenden-Reinvestmentplan eintragen. Mit diesen Zahlungen werden automatisch zusätzliche Aktien dieses Unternehmens mit einem leichten Rabatt auf den Marktpreis gekauft. Das bietet dir drei Vorteile: der Kauf ist provisionsfrei, der Kaufpreis profitiert vom Durchschnittskosteneffekt im Lauf der Zeit und der Zinseszinseffekt erlaubt es dir, deine Position automatisch auszubauen.

8. Denke an die effektive Rendite

Wenn eine Aktie steigt und die Rendite fällt, verkaufen die Investoren oft die Aktien, um eine mit höherer Rendite zu kaufen. In dieser Situation hat der Investor wahrscheinlich seine effektive Rendite – also den Prozentsatz, den die Aktie basierend auf der ursprünglichen Investition abwirft – vergessen.

AT&T hat aktuell eine erwartete Dividendenrendite von 4,8 %. Mein durchschnittlicher Kaufpreis von AT&T liegt bei 33,74 US-Dollar, was mir eine effektive zu erwartende Rendite von 5,8 % für das kommende Jahr gibt. Daher sollte man es sich gut überlegen, bevor man eine solche Aktie gegen eine mit 6 % Rendite eintauscht.

Foolishes Fazit

Es gibt keine perfekte Formel dafür, die richtige Dividendenaktie zu finden. Wenn du aber bei Aktien bleibst, die du kennst, ihre Bewertungen und Auszahlungsquoten anstatt der Renditen ansiehst und deine Dividenden reinvestierst, dann kannst du selbst in den volatilsten Märkten langsam reich werden.

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The Motley Fool empfiehlt Textainer Group.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 20.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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