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Ein Fehler, den man beim Investieren 2017 lieber nicht machen sollte

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2017 beginnt und die Investoren sind nicht sicher, was sie dieses Jahr von der Börse erwarten sollen. Nach acht Jahren voller beeindruckender Gewinne sind viele Investoren besorgt, dass die Aktien vielleicht überfällig sind und ein neuer großer Bärenmarkt einen riesigen Teil ihrer Gewinne mitnehmen könnte, die sie seit der Finanzkrise 2008 verdient haben. Ein Ort, an dem die Investoren aber die Risiken oft ignorieren, befindet sich in einem komplett anderen Teil ihres Portfolios, einem Teil, den viele als wenig oder überhaupt nicht riskant sehen.

Wenn es einen Fehler beim Investieren gibt, den du dir 2017 absolut nicht leisten kannst, dann ist es die Annahme, dass deine Investitionen in Anleihen grundsolide sind und kein Geld verlieren könnten. Je nachdem, wie du in Anleihen investiert hast, könnten sie sogar der riskanteste Teil deines Portfolios sein.

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BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

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Warum die meisten Investoren die Risiken bei Anleihen nicht sehen

Die meisten Investoren erkennen die potenziellen Risiken bei Anleihen nicht. Das liegt an der Tatsache, dass die moderne Portfolio-Theorie die Investoren dazu ermutigt, Anleihen zu besitzen, um das Risiko ihres Portfolios zu senken. Aktien werden als sehr volatil gesehen, während Anleihen ja nicht so stark fluktuieren. In vielen kritischen Zeiten haben sich Anleihen und Aktien in gegensätzliche Richtungen bewegt, was geholfen hat, die Volatilität des Portfolios zu senken.

Anleihen der Regierung werden oft als risikoloser Vermögenswert angepriesen. Es stimmt, dass die Kreditwürdigkeit der Regierung dahinter steckt und dass das Bankrottrisiko hierbei vernachlässigbar klein ist. Bei dieser Investition gibt es aber jede Menge andere Risiken und die Investoren sollten sich dessen bewusst sein, welche Auswirkungen die steigenden Zinsen auf ihre Anleihen haben könnten.

Wie steigende Zinsen Anleihen zerstören können

Der andere Grund, warum die Investoren die Risiken von Anleihen oft nicht sehen, besteht darin, dass dieser Markt in den letzten 40 Jahren generell fallende Zinsen verzeichnet hat. Obwohl es kurzzeitig wieder aufwärts ging, hat der langfristige Trend 30-jährige Anleihen mit einer Rendite im mittleren Zehnerbereich Ende der 70er und Anfang der 80er bis auf das aktuelle Niveau von etwa 3 % gedrückt. Dieser Rückgang hat die Einnahmen, die Anleihen generiert haben, deutlich vermindert. Für diejenigen, die Anleihen über Investmentfonds und ETFs besitzen, haben die fallenden Zinsen die Kurse höher getrieben. Das hat hohe Kapitalgewinne erzeugt, die jahrelang einen großen Teil der Renditen der Anleihen ausgemacht haben.

Viele Teilnehmer am Anleihenmarkt machen sich immer mehr Sorgen, dass ein Ende des langfristigen Bullenmarkts bei den Anleihen den Investoren schaden könnte. Sieh dir nur an, was in den letzten Monaten passiert ist. Die Zinsen für 30-jährige Staatsanleihen sind von etwa 2,25 % Ende September auf 3,2 % Mitte Dezember gestiegen.

30-JÄHRIGE STAATSANLEIHEN, DATEN VON YCHARTS.

30-JÄHRIGE STAATSANLEIHEN, DATEN VON YCHARTS.

Dieser eine Prozentpunkt sieht nicht besonders besorgniserregend aus. Die Investoren des iShares 20+ Year Treasury Bond ETF mussten aber hohe Verluste verkraften, da dieser Index im selben Zeitraum um mehr als 15 % gefallen ist. Selbst diejenigen, die in mittelfristige Anleihen-ETFs mit weniger Anfälligkeit auf die Zinsen investiert haben, haben 7 bis 8 % Wert verloren.

Wie man einen besserer Anleiheninvestor wird

Wie bei den meisten Herausforderungen ist auch hier die Antwort, dass man weder in Panik geraten noch aufgeben sollte. Stattdessen sollte man derart mit den Risiken umgehen, dass man ein tieferes Verständnis für diesen Markt erreicht.

Es ist nützlich zu erkennen, dass der Anleihenmarkt verschiedene Bereiche hat, in denen man diversifizieren kann. Ein Großteil des aktuellen Schadens wurde von Schatzanleihen verursacht, während sich Unternehmensanleihen deutlich besser entwickelt haben. Der Sektor am Anleihenmarkt mit den hohen Renditen hat sogar schwarze Zahlen geschrieben. Teilweise liegt das daran, dass die Investoren die Wirtschaft in einer guten Position sehen, um weiter zu wachsen. Einige Teile des Anleihenmarktes verhalten sich mehr wie die Aktienbörse und reagieren nicht so stark auf die Bewegungen der Zinsen.

Vielleicht sollte man sich auch noch überlegen, ob man sich nicht zu sehr dem Anleihenmarkt aussetzen möchte. Das solltest du aber nur tun, wenn du wirklich verstanden hast, was du stattdessen mit deinem Kapital anstellen solltest. Einige haben stattdessen sehr liquide Investitionen gewählt und damit im Austausch für die Flexibilität, ihr Geld jederzeit woanders investieren zu können, geringere Zinsen akzeptiert. Andere haben ihr Geld in Aktien verlegt, was ihnen natürlich auch mehr Risiko bringt. Verschiedene Investoren werden auch verschiedene Risikotoleranzen haben und daher kann die beste Entscheidung von einem Investor zum nächsten stark variieren.

Viele sehen Anleihen als risikolos, das sind sie aber nicht. Du solltest nicht den Fehler machen zu glauben, dass Anleihen nicht auch an Wert verlieren könnten. Auf diese Art und Weise wirst du 2017 keine hässlichen Überraschungen erleben, wenn die Zinsen weiter steigen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und wurde am 15.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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