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9 Fakten über selbstfahrende Autos, die die meisten Investoren noch nicht kennen

Foto: Google.

Technologie und Auto-Unternehmen liefern sich gerade ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um das beste und sicherste selbstfahrende Auto auf den Markt zu bringen. Die Unternehmen widmen sich dem Problem der hohen Zahl an Verkehrstoten, gleichzeitig bekommen sie mehr Hilfe von den Regulierungsbehörden und werden natürlich auch vom Umsatzpotenzial angezogen.

Die Geschwindigkeit, mit der sich diese Technologie weiterentwickelt, ist erstaunlich. Das bedeutet aber auch, dass die meisten von uns wahrscheinlich ein paar wichtige Entwicklungsschritte verpasst haben. Im Folgenden erfährst du 9 Fakten, damit du wieder komplett up to date bist.

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  • Waymo von Google hat gerade die Kosten des LIDAR um 90 % senken können. Google von Alphabet (WKN:A14Y6H) hat gerade sein Unternehmen, das sich mit der fahrerlosen Technologie beschäftigt, ausgegliedert. Das Unternehmen nennt sich Waymo und hat im Januar verkündet, man hätte die Kosten der LIDAR-Technologie reduzieren können, die benutzt wird, damit selbstfahrende Autos sehen können, was um sie herum geschieht. Laut ArsTechnica könnte Waymo den Preis von 75.000 US-Dollar auf 7500 US-Dollar gesenkt haben.
  • 2018 wird ein interessantes Jahr. Der Elektroautohersteller Tesla Motors (WKN:A1CX3T) veröffentlichte vor ein paar Monaten ein Video, in dem man jemand in einem Tesla mit dem Autopiloten fahren sieht. Dabei übernimmt das Auto die komplette Kontrolle. Vor einigen Monaten hat Tesla die Hardware für voll autonomes Fahren in seine Autos eingebaut und verlautbart, man werde aktiv Software-Updates veröffentlichen, um die Autos in Zukunft voll autonom fahren zu lassen. Das soll nach weiteren Testläufen geschehen. Aber CEO Elon Musk sagte, er wolle die ersten voll autonomen Teslas bis 2018 bereits auf der Straße haben.
  • Die Mars-Rover-Technologie könnte ihren Weg in die selbstfahrenden Autos finden. Auf der Consumer Electronics Show im Januar kündigte Nissan Motor (WKN:853686) an, man wolle die Technologie der NASA benutzen, um ganze Flotten selbstfahrender Autos steuern zu können. Das System Seamless Autonomous Mobility (SAM) erlaubt es selbstfahrenden Autos, einen Menschen zu fragen, wenn das Auto nicht weiß, was es tun soll – wenn zum Beispiel ein Handsignal eines Verkehrspolizisten interpretiert werden muss. Das Fahrzeug würde SAM in einer solchen Situation benutzen und ein Mensch würde dann eine schnelle Alternativroute um das Problemgebiet zeigen. Andere selbstfahrende Autos würden dann aus diesen Situationen lernen können, um ihr eigenes Fahrwissen zu verbessern. Die NASA benutzt ein ähnliches System mit dem Namen Visual Environment for Remote Virtual Exploration (VERVE) für den Mars-Rover und andere Technologien, bei denen Menschen die Routen vorher festlegen, wenn Hindernisse auftauchen, die der Rover allein nicht umfahren kann.
  • Selbstfahrende Autos werden dich zu einem besseren Fahrer machen. Der Chip-Hersteller und Führer im Bereich selbstfahrende Autos NVIDIA Corporation (WKN:918422) verkündete vor kurzem den neuen Co-Piloten, der mit künstlicher Intelligenz funktioniert. Dieses System benutzt externe Kameras und Radar, um zu sehen, was sich um das Auto herum befindet. Ein Beispiel wäre hier ein Radfahrer. Interne Kameras passen auf, wohin der Fahrer gerade schaut. Der Co-Pilot wird das Auto die meiste Zeit selbst steuern, wird aber auch die Daten benutzen, um Menschen zu helfen, besser fahren zu lernen.
  • Selbstfahrende Autos werden ein großes Geschäft. Die Boston Consulting Group schätzt, dass der Markt für selbstfahrende Autos bis 2035 77 Milliarden US-Dollar wert sein wird. Nicht alles davon wird aus dem Verkauf der Fahrzeuge stammen. Viele Unternehmen wie Waymo planen, Geld mit Taxi-Diensten zu verdienen.
  • Nicht jeder ist ein Fan dieser Technologie. Eine Vereinigung, die professionelle Fahrer vertritt, die Upstate Transportation Association, versucht in New York ein Verbot für selbstfahrende Autos für die nächsten 50 Jahre durchzusetzen. Die Organisation möchte die Arbeitsplätze der Fahrer verteidigen, obwohl ein Verbot für 50 Jahre vielleicht ein bisschen extrem erscheint. Bis dahin könnten ja auch Roboter mit künstlicher Intelligenz die Weltherrschaft an sich gerissen haben, oder? Bisher scheint die Regierung von New York für selbstfahrende Technologie offen zu sein. Aber der Staat verlangt von seinen Fahrern auch, eine Hand am Steuer zu behalten. Die Gegner der selbstfahrenden Technologie hoffen, dass diese Gesetzespassage benutzt werden kann, um die Technologie zu verbieten.
  • Selbstfahrende Autos machen den Verkehr schlimmer, zumindest am Anfang. Eine neue Studie des britischen Verkehrsministeriums fand heraus, dass der Verkehr in Großbritannien schlimmer werden würde, wenn selbstfahrende Autos auf die Straßen kämen. Grund dafür ist, dass diese Fahrzeuge zu anfangs zu vorsichtig fahren würden. Wenn erst ein Viertel aller Autos automatisch funktioniert, dann erwartet die Regierung, dass die Wartezeiten auf den Straßen um 0,9 % steigen. Diese Wartezeiten würden dann aber um 50 – 75 % zurückgehen, wenn alle Autos autonom funktionieren.
  • Es wird langsames, aber stetiges Wachstum geben. Ein Viertel der Fahrzeuge wird laut der Brookings Institution bis 2040 autonom fahren. IHS glaubt, dass bis 2050 alle Autos autonom fahren werden.
  • China könnte in diesem Markt eine Führungsposition einnehmen. China versucht seine LKW-Industrie zu modernisieren, indem den Unternehmen erlaubt wird, selbstfahrende Technologie mit einer schnelleren Geschwindigkeit als in vielen anderen Ländern zu testen. Dieser Mangel an Regulierungen bedeutet, dass China in einer Position ist, diese Technologie schneller zu entwickeln. Dabei stellt sich aber die Frage, ob diese schnellere Entwicklung nicht auf Kosten der Sicherheit erfolgt.

Unterm Strich

Es herrscht noch Sorge um den Bereich selbstfahrende Autos, aber diese Technologie ist nicht mehr zu stoppen. Die Autohersteller, Tech-Unternehmen und Regierungen möchten diese Technologie an die Massen bringen und wir werden wahrscheinlich sehen, dass die Innovation in den kommenden Jahren immer schneller werden wird.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Nvidia und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und wurde am 15.01.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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