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Werden Fresenius, BASF und Siemens auch 2017 den DAX schlagen?

Quelle: pixabay

2016 ist passé und die Aktienkursentwicklung von Fresenius (WKN:578560), BASF (WKN:BASF11) und Siemens (WKN:723610) konnte sich sehen lassen. Die drei deutschen Top-Unternehmen konnten den DAX-Performance-Index im letzten Jahr den Rang ablaufen. Das heißt, die Aktienkurse der drei Unternehmen sind seit Jahresbeginn prozentual stärker gestiegen als der Leitindex DAX.

Die relative Performance zum Gesamtmarkt sehe ich als wichtigen Indikator, um die Lukrativität einer Investition abschätzen zu können. Schließlich wollen wir Fools den Markt schlagen. Lass uns daher schauen, wie sehr die drei Überflieger des letzten Jahres den Markt outperformt haben und wie sie in diesem Jahr aufgestellt sind.

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Fresenius: + 12,57 %

Der Kurs des international tätigen Gesundheitskonzerns konnte mit einem soliden Zuwachs von gut 12,5 % den DAX (Zuwachs 6,87 %) um 5,6 Prozentpunkte schlagen.

Fresenius trumpft besonders dadurch auf, dass sein Marktumfeld nahezu konjunkturunabhängig ist. In fast allen seiner Sparten konnte der Gesundheitskonzern auch 2016 organisches Wachstum erzielen. Diese Entwicklung dürfte sich 2017 weiter fortsetzen. Tatsächlich hat Fresenius den DAX nun in vier aufeinanderfolgenden Jahren outperformt.

Die Hessener können auch diesmal zuversichtlich ins neue Jahr starten. Dafür spricht auch das besondere Weihnachtsgeschenk an Fresenius: Die Kartellbehörden stimmten kurz vor Heiligabend 2016 der Übernahme des größten privaten Krankenhausbetreibers Spaniens, Quironsalud, für 5,76 Milliarden Euro zu. Hierdurch kann Fresenius auf europäischer Ebene expandieren und die ohnehin schon profitablen Geschäfte von Quironsalud durch erhoffte Synergieeffekte noch profitabler machen.

BASF: + 24,87 %

2016 war für BASF eigentlich ein schwieriges Jahr. Durch den Unfall in Ludwigshafen geriet der Konzern negativ in die Schlagzeilen. Die Chemiebranche erholte sich nur langsam. Dazu noch erwartet BASF für den Jahresabschluss einen Umsatzrückgang wegen Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts.

Warum also konnte die Aktie dennoch so stark steigen und den DAX um 18 Prozentpunkte outperformen? Wegen der niedrigen Bewertung. Anfang 2016 erschien BASF beispielsweise im Vergleich zum US-Konkurrenten E I Du Pont De Nemours And Co stark unterbewertet. Dies hat letztes Jahr auch der Markt erkannt und ließ die Aktie mit dem oben stehenden Ergebnis aufholen. Aber auch der US-Konkurrent hat – aufgrund der besseren Aussichten in der Chemiebranche für die kommenden Jahre – um 10 % zugelegt, was die Aufholjagd von BASF relativiert.

Bei dem zyklischen Ludwigshafenern wird schlussendlich der Chemiemarkt den Erfolg in diesem Jahr bestimmen. Doch Konjunkturzyklen sind sehr schwer abzuschätzen. Eine Erholung des Chemiemarkts steht zwar aus, aber wann diese genau eintritt, lässt sich nicht vorhersagen.

Siemens: + 29,94 %

Spitzenreiter der drei hier vorgestellten Unternehmen ist Siemens. Doch anders als es die fast 30 % Kursgewinn vermuten lassen, war auch für Siemens 2016 keineswegs ein leichtes Jahr, da sich die Konjunkturentwicklung weltweit schwächer entwickelte als gedacht.  Dennoch konnten sich die Münchener aus der lange andauernden Seitwärtsbewegung herauslösen und die geduldigen Anleger nun endlich belohnen.

Als Grund dafür sehe ich insbesondere den Konzernumbau, bei dem sich das Unternehmen deutlich stärker auf zukunftsorientierte Branchen und Marktfelder ausrichtet. Dies repräsentiert auch der Griff nach dem US-Softwarehersteller Mentor Graphics für 4,5 Milliarden Dollar, durch den Siemens Marktführer im Bereich Industrie 4.0 werden möchte.

Weitere Unternehmensbereiche mit viel Perspektive sind beispielsweise Energy Management und Wind Power & Renewables. Hier lagen die Margen letztes Jahr jedoch schlechter als im Rest des Unternehmens. Weiterhin könnte Trump als neu gewählter US-Präsident für die beiden Sparten eine Eintrübung der Aussichten auf dem US-Markt bedeuten, so dass diese vielleicht erst längerfristig ihr volles Potenzial entfalten können.

Aktuell wird die Siemens-Aktie mit einem rollierenden Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 bewertet und liegt damit über dem langjährigen Durchschnitts-KGV von 16. Somit könnte es dieses Jahr für den Titel schwieriger werden, die Reise nach Norden im gleichen Tempo weiterzuführen.

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Robert Schleifenbaum besitzt Aktien von BASF und Siemens. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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